Karneval/Fasching

Karneval

Alljährlich wird am 11. November um 11:11 Uhr offiziell die Karnevalsaison, die sogenannte fünfte Jahreszeit, eröffnet.

Der Karneval wird dabei weltweit sehr unterschiedlich zelebriert; eine wichtige Rolle spielen jedoch überall Verkleidungen, Karnevalsumzüge und Musik. Die Bezeichnungen variieren: So nennt man es innerhalb Deutschlands sowohl Karneval (in Norddeutschland) als auch Fasching (in Süddeutschland) und in einigen Regionen auch Fastnacht.

Alles für und zu Karneval/Fasching

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Doch was bezeichnet der Begriff Karneval bzw. Fasching eigentlich genau und weshalb feiern wir es überhaupt?

Karneval/Fasching weltweit

Karneval ist ein weltweites Phänomen. Die bekanntesten Karnevals werden in der nachfolgenden Tabelle vorgestellt:

In Lateinamerika hat der Karneval eine ganz eigenständige Vitälität entwickelt, besonders in Rio de Janeiro in Brasilien. Dort gehört der Karneval mittlerweile zu einer der Hauptattraktionen der Stadt und die bunte Parade der Sambaschulen ist eines der größten Feste der Welt.

Der historische Karneval in Venedig ist mit seinen Masken und Feuerwerken einer der Bekanntesten. Der Ursprung des venezianischen Karnevals geht dabei auf die Saturnalien der Antike zurück. In der heutigen Zeit wird der Karneval mit einem „Engelsflug“ eröffnet, beim dem ein Artist vom Campanile herab über den Markusplatz schwebt.

In den Südstaaten der USA gibt es auch eine ausgesprägte Karnevalstradition. So ist beispielsweise in New Orleans der Karneval mit Mardi Gras am letzten Tag („Fetter Dienstag“ – die französische Bezeichnung für den Faschingsdienstag) die bekannteste Feier. Während der Karnevalszeit gibt es in New Orleans mehrere große Umzüge, bei denen dekorierte Floats (gezogene Wagen) und Trucks durch die Straßen fahren und bunte Plastikketten geworfen werden.

In Deutschland liegen die Hochburgen des Karnevals vor allem im Rheinland und im schwäbisch-alemannischen Raum; das Brauchtum ist aber mittlerweile in ganz Deutschland anzutreffen. Insbesondere Köln ist bekannt für den Rosenmontagsumzug, der den Höhepunkt jeder karnevalistischen Session darstellt. Mainz hingegen ist die Hauptstadt des „politischen“ und „literarischen“ Karnevals, d.h. der Sitzungen mit Vorträgen, die man auch im Fernsehen sehen kann.

Die Geschichte des Karnevals/Faschings

Als Karneval bezeichnen wir allgemein die Bräuche, mit denen die Zeit vor der 6-wöchigen Fastenzeit ausgelassen gefeiert wird. Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch und gilt im Christentum als Vorbereitung auf das Osterfest.

Karneval/Fasching heute

In der modernen Zeit sind beim Karneval bzw. Fasching das Wichtigste Spaß und das passende Kostüm. Der Fantasie für lustige Kostüme für Groß und Klein sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Zu den Klassikern zählen unter anderem folgende Kostümideen:

  • Superhelden
  • Cowboy/Cowgirl
  • Indianer/in
  • Ritter
  • Hexe
  • Pirat
  • oder Prinzessin

Zudem liegen Gruppen- bzw. Partnerkostüme immer mehr im Trend.

Höhepunkt der Karnevalszeit

Den Höhepunkt erreicht der Karneval bzw. Fasching natürlich in der eigentlichen Faschingswoche von Weiberfastnacht (im Rheinland) bzw. dem schmotzigen Donnerstag (im schwäbisch-alemannischen Raum) über den Nelkensamstag, Tulpensonntag und Rosenmontag bis hin zum Fastnachtsdienstag (auch Veilchendienstag genannt).

Dabei wird hauptsächlich der Rosenmontag mit zahlreichen Umzügen, v.a. in den Karnevalszentren Köln, Mainz und Düsseldorf begangen.

Die Karnevalstage gelten in keinem Bundesland als gesetzliche Feiertage! In Karnevalshochburgen wie z.B. in Köln ist der Rosenmontag aber trotzdem größtenteils frei und zahlreiche Geschäfte bleiben an diesem Tag geschlossen.

Die ersten Vorläufer des Karnevals lassen sich bereits im Altertum finden und zwar vor 5000 Jahren in Mesopotamien. Auch bei den Römern gab es das Saturnalienfest zu Ehren des Gottes Saturn, bei dem es vor allem um die Aufhebung der Standesunterschiede zwischen Herren und Sklaven ging.

Ursprünglich war der Karneval ein heidnisches Volksfest, das den Übergang vom langen Winter zum Frühling markierte. Somit wurde das Ende des Winters gefeiert und gleichzeitig der Frühling begrüßt.

Gefeiert wurde, indem man das aß, was vom Winter übrig geblieben war, um zu verhindern, dass die Lebensmittel während der anschließenden Fastenzeit verderben. Das Tragen von Masken und Kostümen sollte zudem die bösen Wintergeister vertreiben.

Bis heute ist der Karneval noch ein Sinnbild katholischer Mentalität, obwohl es in den 1990er Jahren einen regelrechten Faschingsboom gab, der den Karneval auch in protestantischen Gegenden einführte. Trotzdem findet der Karneval auch heutzutage noch fast ausschließlich in katholischen Gegenden statt; in abgewandelter Form jedoch auch in orthodoxen Regionen.

Bei den Katholiken sollte das Karnevalsfest ursprünglich eine erzieherische Funktion auf die Gläubigen ausüben; der Fastenzeit wurde damit eine Art Anti-Schöpfung vorangestellt, um die Ablehnung eines gottlosen Lebens zu begründen.

Als Beginn der Faschingszeit galt bzw. gilt vor allem in deutschsprachigen Ländern traditionell der Dreikönigstag am 6. Januar. Heutzutage wird die Karnevalsession aber bereits offiziell am 11. November um 11:11 Uhr eröffnet.

Allerdings bleibt die Zeit vom 12. November bis zum 5. Januar selbst in den Karnevalszentren entlang des Rheins weitgehend karnevalsfrei, was unter anderem damit zusammenhängt:

  • der vorweihnachtlichen Fastenzeit
  • der Rolle des Novembers als Trauermonat und
  • dem besinnlichen Charakter des Advents

Im Januar geht die närrische Zeit in den Hochburgen dann mit der Vorstellung der neuen Regenten weiter, der sogenannten Prinzenproklamation.

Der Karneval endet traditionell in der Nacht zum Aschermittwoch um Punkt Mitternacht, da mit Aschermittwoch die 40-tägige Fastenzeit vor Ostern beginnt.

In vielen Orten in Deutschland gibt es dabei die Tradition, dass die Jecken/Narren in dieser Nacht eine Strohpuppe, den sogenannten „Nubbel“ verbrennen, als Verantwortlichen für alle begangenen Laster während der karnevalistischen Tage.

Die Länge einer Karnevalssession ist abhängig vom beweglichen Datum des Osterfestes. Sie wird nach der „Osterformel“ berechnet, nach der Aschermittwoch immer am 46. Tag vor Ostersonntag stattfindet.

Brauchtum rund um Karneval/Fasching

Karneval Berliner

Verbunden mit der Karnevals-/Faschingszeit gibt es natürlich auch ein Brauchtum, das sich vor allem rund um bestimmte Gerichte rankt, die bevorzugt oder ausschließlich in dieser Zeit gegessen werden. Diese Speisen enthalten bestimmte Zutaten, welche während der anschließenden Fastenzeit verboten sind.

Diese Zutaten sind unter anderem:

  • Fleisch
  • Eier
  • Fett (wobei sich dies einerseits auf fettreiche Speisen wie Speck bezieht, aber andererseits auch auf Gebäck, das in Fett ausgebacken wird, wie z.B. Krapfen)

Des Weiteren kommen oft Hülsenfrüchte (besonders Erbsen und Bohnen) in Karnevalsgerichten vor, da sie als Zeichen der Fruchtbarkeit gelten.

Mit Narrenrufen begrüßen sich die Karnevalisten oder schließen ihre Büttenreden ab. Dabei gibt es regional in Deutschland einige Unterschiede; am bekanntesten und bundesweit verbreitet sind aber „Helau“ und „Alaaf“.

Beliebt sind zu Karneval natürlich auch Lieder, die alle mitsingen und mitschunkeln können. Dabei handelt es sich häufig um Trinklieder, die saisonal auf die Karnevalszeit begrenzt sind. Im Kölner Raum sind beispielsweise die Gruppen „Bläck Fööss“ oder „Höhner“ sehr bekannt.

Allgemein zeichnen sich Karnevalslieder durch humoristische, ironische oder parodistische Inhalte aus, die geschichtliche oder aktuelle Themen aufgreifen oder die Stimmung, Alkohol oder den Karneval selbst thematisieren. Der wichtigste Bestandteil ist ein einfacher Refrain, der zum Mitsingen animieren soll.

Bei einer Büttenrede handelt es sich um eine abgelesene oder auswendig vorgetragene Rede zur Faschingszeit, die meist auf einer Karnevalssitzung gehalten wird und häufig gereimt ist. Der Name „Büttenrede“ leitet sich dabei von dem speziellen Rednerpult, der „Bütt“, ab, an dem die Rede vorgetragen wird.

Die Bandbreite der Redeformen ist quasi unendlich und umfasst heutzutage folgende Elemente:

  • Stand-Up-Comedy
  • Gesangseinlagen
  • Zwiegespräche im Duett
  • oder Bauchredner

Sketche gehören einfach zur närrischen Jahreszeit dazu; von einer Büttenrede oder einem Dialog in lokaler Mundart ist es oft bis zum Sketch nicht mehr weit! Karneval- und Fasching Sketche sind eine beliebte Form der Unterhaltung, egal, ob auf Veranstaltungen, bei Umzügen oder im Fernsehen.

Auch hierbei ist eine schrille und originelle Kostümierung unerlässlich. Zudem ist die Interaktion mit den Zuschauern sehr wichtig; man sollte das Publikum direkt ansprechen oder um Entscheidungen befragen.

Bei Karneval- und Fasching Sketchen hat es Tradition, dass die Gags auch mal unter die Gürtellinie gehen – Albernheiten und Klamauk ohne Ende sind hier willkommen!

Die beliebtesten Karnevalsformen

Karneval klein
Quelle: de.statista.com (Link)

In der nebenstehenden Statistik sieht man, welche Formen des Faschings am beliebtesten sind. Bei dieser Umfrage waren Mehrfachnennungen erlaubt.

Dabei rangieren in den Top 3 folgende Formen Kopf an Kopf:

  1. die Karnevalsumzüge mit 64 %
  2. der Straßenkarneval mit 60 %
  3. die Verkleidungen mit 58 %

Aber auch die Büttenreden sind mit immerhin 50 % noch recht beliebt.

Traditionen an Altweiberfastnacht

An Altweiberfastnacht gibt es einige besondere Traditionen, wie zum Beispiel den Brauch im Rheinland (von Köln bis Mainz), dass die Bevölkerung das Rathaus stürmt und den Bürgermeister gefangen nimmt. Er kann sich aber in der Regel durch einige Flaschen Wein wieder frei kaufen.

Zudem gibt es die Tradition, dass Damen jeglichen Alters den Herren den Schlips abschneiden. Da es heutzutage immer weniger Schlipsträger gibt, werden auch Schnürsenkel als Ersatz durchgeschnitten.

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