Sketche zum 30. Geburtstag

In den letzten Jahrzehnten haben sich viele Lebensereignisse nach hinten verschoben. Eine Frau, kurz vor ihrem 30. Geburtstag, hätte noch vor 20 Jahren gedacht: “Wenn es bis zwölf Uhr nicht passiert ist, dann ist es zu spät!” Torschlusspanik! Heute beschäftigt man sich medial bereits mit den 40+ Müttern.

Söhne, in anspruchsvollen Positionen, genießen auch um die dreißig Jahre durchaus noch die Heimvorteile bei den Eltern. Viele stecken mit dreißig noch mitten in ihrer Ausbildung und an eine Familiengründung wird noch kein Gedanke verschwendet.

Viele brisante Themen für einen Sketch zum Dreißigsten

Somit ist das Themengebiet, aus dem sich Material für Sketche zum 30. Geburtstag schöpfen lässt, kaum einzugrenzen. Da kann es im Einzelfall zu starken Abweichungen kommen. Je besser man den Gastgeber kennt, desto zielgerichteter die Wahl des Sketches.

Ist man eher unsicher, dann sucht man lieber einen möglichst themenneutralen Sketch heraus. Schließlich wollen alle ihren Spaß haben auf der Party!

Welche Themen liegen an, mit 30?

Somit lässt sich auch nur spekulieren, was 30-jährige heutzutage hauptsächlich berührt. Doch sei hier gerne einmal ins Blaue hinein fabuliert, und zwar mit “B”.

5 mögliche Top B-Themen um die 30

  • Beruf
  • Bildung
  • Beziehung
  • Bambule
  • Bundesliga

30. Geburtstag und der Sketch ist selbst geschrieben

Überhaupt ist es ein hilfreiches Mittel für die Ideensuche, ein Brainstorming mit bestimmten Buchstaben durchzuführen. In dem Fall kann gerade die Begrenzung (auf einen bestimmten Buchstaben) die Fantasie beflügeln.

Doch muss man nicht alles neu erfinden. Lustige Dialogwitze lassen sich ohne viel Aufwand als Sketch vortragen.

Hier gibt es ebenfalls viele erprobte Anregungen. Auch Videos bereits aufgeführter Sketche bieten eine gute Quelle für Vorlagen.

Sketche zum 30. Geburtstag, die besondere Idee für Kreative

Ein besonderer Reiz könnte es sein, Sketche zu improvisieren. Das klingt zunächst anspruchsvoll, doch bindet man das Publikum mit ein, kann es ein großer Spaß werden.

Zum Beispiel wird eine kleine Geschichte vorgegeben, die Darsteller kurz charakterisiert und los geht es. Das Publikum bestimmt die Handlung. Bei einem Gongschlag wird einem der Darsteller aufgeschrieben, worum es gehen soll. Ähnlich wie bei der Sendung “Schillerstraße”. Ein Riesenspaß für alle Beteiligten!

Abstimmung für das Programm am 30. Geburtstag

Je organisierter und größer die Party angelegt wird, umso eher ist es wichtig, Sketche oder andere geplante Show-Einlagen mit dem Gastgeber oder der Organisation abzusprechen. Die Uhrzeit, der genaue Platz der Aufführung und die eventuell benötigte Ausstattung, das alles sollte im Vorfeld geklärt sein.

Sketch 1 “Alleine am Geburtstag”

In diesem Sketch geht es um eine Frau, die einen Streit mit ihrem Mann hatte. Aus lauter Frust geht sie alleine in eine Bar und will sich betrinken.

Dabei kommt es allerdings zu einer ungewöhnlichen und so nicht vorhersehbaren Unterhaltung, die sicher für viele Lacher sorgen wird!

Was braucht man für den Sketch?

Für diesen 30. Geburtstag Sketch benötigt man zum Gelingen der Aufführung nur wenige Requisiten.

Man braucht lediglich eine Theke, 2 Barhocker und eine blonde Perücke sowie zwei Schauspieler.

Die Spieldauer beträgt ca. 5-10 Minuten.

Schauspieler

  • 1 Mann
  • 1 Frau

Requisiten

  • 2 Barhocker
  • 1 Theke
  • 1 Perücke (Blondine)

Spieldauer

Ca. 5 – 10 Minuten

Ablauf

(Der Witz beginnt damit, dass der Barkeeper hinter der Theke steht und Gläser mit einem Tuch poliert. An der Theke sitzt eine blonde Frau und macht einen niedergeschlagenen Eindruck.)

Mann A: Was ist denn mit Ihnen los?

Frau A: Ach nichts.

Mann A: Ihnen merkt man aber an, dass Sie etwas belastet.

Frau A: Ist es so schlimm? Dann kann ich ja gleich wieder nach Hause gehen.

Mann A: Ich wollte nur höflich sein.

Frau A: Das weiß ich auch sehr zu schätzen, aber helfen tut es nicht wirklich.

Mann A: Wollen Sie was trinken?

Frau A: Ich bin mir noch nicht sicher.

Mann A: Sagen Sie einfach Bescheid, wenn es soweit ist.

Frau A: Bescheid.

Mann A: Das ging aber schnell.

Frau A: Ich bin spontan.

Mann A: Was darf es denn sein?

Frau A: Geben Sie mir etwas starkes.

Mann A: Einen doppelten Whisky?

Frau A: Gerne. Das kann ich gut gebrauchen.

(Der Barkeeper gießt ein Glas Whisky ein und stellt es der Frau auf die Theke. Sie nimmt es in die Hand, steht auf und geht aus dem Raum. Es dauert nun einige Sekunden, bis sie wieder hereinkommt. Sie stellt das leere Glas auf den Tisch und setzt sich wieder hin.)

Mann A: Sie haben aber mächtig Durst. Wo waren Sie denn?

Frau A: Auf der Toilette.

Mann A: Ach so, entschuldigen Sie meine Aufdringlichkeit.

Frau A: Kein Problem. Wenigstens unterhalten Sie sich mit mir.

Mann A: Haben Sie keinen Mann?

Frau A: Doch, aber der hat meinen Geburtstag vergessen.

Mann A: Und deswegen sind Sie alleine unterwegs?

Frau A: Ganz genau.

Mann A: Dann gratulier ich Ihnen trotzdem und der hier (stellt ein volles Glas hin) geht auf’s Haus.

Frau A: Danke, das ist nett.

(Der Vorgang wiederholt sich. Die Frau steht auf, greift nach dem Glas und geht wieder aus dem Zimmer. Dann kommt sie wenige Sekunden später wieder herein und nimmt erneut an der Theke Platz.)

Mann A: Mussten Sie schon wieder auf die Toilette?

Frau A: Nein, wieso?

Mann A: Na, weil Sie schon wieder auf der Toilette waren.

Frau A: Sie beobachten ihre Gäste auch mehr als nötig oder?

Mann A: Ich bin nur aufmerksam. Darf es noch was sein?

Frau A: Ja, einen doppelten Whisky würde ich noch nehmen.

Mann A: Hier bitte sehr.

Frau A: Vielen Dank.

(Und wieder steht die Frau auf, geht raus und kommt nach einigen Sekunden wieder.)

Frau A: Ich denke es reicht für heute.

Mann A: Darf ich Ihnen eine Frage stellen?

Frau A: Ja, gerne.

Mann A: Warum gehen Sie eigentlich mit jedem Getränk immer auf das Klo?

Frau A: Ach wissen sie, meine Freundin, die Uschi hat mir gesagt, dass ich auf den Walter pfeifen soll und es wäre das Beste, wenn ich mir heute mal so richtig einen hinter die Binde gieße. Das hab ich nun dreimal gemacht, aber wirklich locker werde ich dadurch nicht.

Sketch 2: “Das beste Geschenk”

In diesem Sketch geht es um 3 Männer, die sich darüber unterhalten, welche Geschenke sie ihren Frauen zum Geburtstag gemacht haben.

Als der letzte dann an der Reihe ist, kommt es zu einer lustigen Pointe.

Was braucht man für den Sketch?

Für diesen 30. Geburtstag Sketch braucht man einen Tisch, drei Stühle sowie drei Flaschen Bier.

Schauspieler

  • 3 Männer

Requisiten

  • 1 Tisch
  • 3 Stühle
  • 3 Flaschen Bier

Spieldauer

Ca. 5 – 10 Minuten

Ablauf

Der Sketch beginnt damit, dass drei Männer an einem Tisch sitzen und ein Bier trinken. Sie unterhalten sich über verschiedene Themen und kommen plötzlich auf das Thema Geburtstagsgeschenke. Dann erzählt jeder, was er seiner Frau zum Geburtstag geschenkt hat.

Mann A: Es wurde Zeit, dass wir uns mal wieder auf ein Bierchen treffen. Der ewige Stress mit den Frauen macht einen noch fertig.

Mann B: Das stimmt allerdings. Immer nur meckern, meckern, meckern…. ich kann es manchmal einfach nicht mehr ertragen.

Mann C: Bei mir ist es auch schlimm. Ist dieses Kleid schön? Bin ich zu dick? Gefällt dir unsere Nachbarin eigentlich? Warum verdienst du nicht mehr Geld?

Mann B: Hahaha. Und was antwortest du dann?

Mann C: Nein, das Kleid ist nicht schön. Ja, du bist zu dick. Unsere Nachbarin hat eine viel bessere Figur und ich verdiene deshalb so wenig, weil ich die Hälfte meiner Kohle auf die Seite lege, um mich irgendwann nach Hawaii absetzen zu können.

(Lautes Gelächter)

Mann A: Und was antwortest du wirklich?

Mann C: Das alles okay ist. Selbstverständlich okay!!! Oder glaubt ihr, Mann kann seiner Frau bei solchen Fragen die Wahrheit sagen? Das sind alles nur Testfragen.

Mann A: Also ich habe gelernt, dass man seine Frau beschäftigen muss.

Mann B: Und wie machst du das? Schickst du sie in einen Nähkurs?

Mann A: Nein, ich habe ihr ein Gerät gekauft, welches es von 0 auf 100 in 5 Sekunden schafft.

Mann C: Was soll das denn bitteschön sein?

Mann A: Ein Porsche.

Mann B: Echt? Einen Porsche?

Mann A: Ja, wieso fragst du?

Mann B: Weil ich mir die gleichen Gedanken gemacht habe. Meine Frau hat von mir ebenfalls ein tolles Geschenk bekommen.

Mann C: Und was gab es von dir?

Mann B: Ein Gerät, welches es von 0 auf 100 in 3,5 Sekunden schafft.

Mann A: Jetzt bin ich aber mal gespannt.

Mann C: Ich auch. Was war es denn?

Mann B: Ein Ferrari.

Mann A: Du schenkst deiner Frau einen Ferrari? Ich glaube ich bin im falschen Beruf gelandet. Was hat sie gesagt?

Mann B: Sie hat sich unglaublich gefreut, fährt nun den ganzen Tag damit durch die Stadt und lässt mich in Ruhe.

Mann A: Du weißt, wie es geht.

(Dann schauen beide Männer zu dem dritten Mann herüber und erwarten nun, dass er auch sagt, was er seiner Frau gekauft hat.)

Mann A: Komm schon, was hast du denn deiner Angebeteten geschenkt?

Mann C: Auch etwas ganz Spezielles.

Mann A: Und was war es?

Mann C: Ich habe ihr ein Gerät gekauft, mit dem sie es von 0 auf 100 in 1,8 Sekunden schafft.

Mann B: Ach komm hör auf. Mit deinem Gehalt kannst du dir so einen Wagen doch gar nicht leisten. Außerdem gibt es kein Auto, welches von 0 auf 100 in 1,8 Sekunden beschleunigt.

Mann C: Wer sagt denn, dass ich ihr ein Auto geschenkt habe?

Mann A: Was war es denn bitteschön sonst?

Mann C: Eine Waage.

Sketch 3: “Die zehn Gebote (Wäre Gott eine Frau)”

In diesem Sketch zum 30. Geburtstag geht es um einen Pastor, der dem Geburtstagskind seine Glückwünsche übermitteln möchte.

Er kommt auf die Bühne und stellt sich hinter ein Podest. Dann beginnt er zu sprechen.

Das Geburtstagskind sollte auf die Bühne kommen und sich darzustellen. Dieser Sketch ist ausschließlich geeignet, wenn das Geburtstagskind eine Frau ist.

Was braucht man für den Sketch?

Für diesen Geburtstagssketch braucht man ein Podest bzw. ein Redepult und ein Schauspieler im Priestergewand.

Die Spieldauer beträgt ca. 5-10 Minuten.

Schauspieler

  • 1 Mann

Requisiten

  • 1 Redepult
  • 1 Priestergewand

Spieldauer

Ca. 5 – 10 Minuten

Ablauf

(Der Sketch beginnt damit, dass der “Priester” auf die Bühne kommt und sich hinter das Redepult stellt. Das Geburtstagskind wird von ihm auf die Bühne gerufen.)

Mann A: Hört alle her, meine Schäfchen. Ich habe euch frohe Kunde zu…äähhhh…verkünden. Dieses Geschöpf Gottes ist heute auserwählt. Auserwählt, um mit euch zu feiern, sich beschenken zu lassen, beglückwünscht zu werden und natürlich: Um später die Rechnung zu bezahlen, also langt alle schön zu, solange noch genug da ist. Wenn ich dich so ansehe, dann wird es mir warm unter meinem Gewand, doch ich übe mich in Enthaltung.

Mann A: Ich habe mir lange Gedanken gemacht, wie ich heute meine Rede beginne, doch es wollte mir einfach nichts einfallen. Dann ging ich durch die Einkaufsstraße, um mir einen neuen Playboy….. ich meine etwas Obst zu kaufen und sah ein Pärchen, welches sich stritt. Also es hat sich weniger gestritten, es war mehr ein Herumgekloppe auf dem Mann, der ja eigentlich die Krone der Schöpfung sein soll. Denn aus seinen Spareribs wurde die Frau geschaffen. Ich merke gerade, dass ich während der Rede nicht auf das kalte Buffet schauen sollte.

Mann A: Es kam mir also der Gedanke, was wohl passieren würde, wenn Gott eine Frau gewesen wäre. Wie sähe unsere Welt dann aus und vor allem: Wie würden die 10 Gebote dann lauten? Ich habe mir die Arbeit gemacht und die Zehn Gebote aus der Sicht einer Frau noch einmal neu verfasst.

Mann A: Das zehnte Gebot. Der Kölner Dom hieße ab sofort Kölner Domina.

Mann A: Das neunte Gebot: Pass auf, was du beim Beten sagst, sonst weiß es morgen jeder in der Nachbarschaft.

Mann A: Das achte Gebot: Das Blut Christi wäre leicht mit Kochsalz zu entfernen.

Mann A: Das siebte Gebot: Beim letzten Abendmahl hätte man Tupperware erstehen können.

Mann A: Das sechste Gebot: Die zehn Gebote wären in ein rosa Deckchen gestickt worden und es wären nicht zehn, sondern 589 Gebote.

Mann A: Das fünfte Gebot: Du sollst nicht schnarchen.

Mann A: Das vierte Gebot: Der Mann soll länger als eine Minute beim Sex durchhalten. Wenn nicht, trifft ihn der Blitz in den Hintern.

Mann A: Das dritte Gebot: Sag nie Grüß Gott, sondern: Grüß auch die liebe Göttin ganz nett von mir und sag ihr, dass ihre Haare wunderbar zum Kleid passen. Und die Sandalen, also die Sandalen, ganz hervorragender Designer. Zeitlos und doch aktuell. Sowas kann man wirklich zu jeder Gelegenheit tragen, wenn man die Figur dafür hat.

Mann A: Das zweite Gebot: Es soll keine Kriege geben, keinen Hunger, keinen Hass und: Keine Sportschau.

Mann A: Das erste Gebot: Mach immer die Klobrille runter nach dem Pinkeln.

Mann A: Ich glaube, damit habe ich den Nerv getroffen. Wenn ich nur daran denke, dass Jesus ans Kreuz genäht worden wäre, anstatt genagelt. Wäre Gott eine Frau, hätte sie ihm wahrscheinlich auch eine Tupperdose mit Butterbroten mit auf die Erde gegeben und ihm beim Abschied noch die Aktentasche an die Haustür gebracht. Aber gut. Feiern wir also heute Abend zusammen mit diesem unglaublich lieben Geschöpf ihren Geburtstag. Jetzt brauche ich nur noch jemanden, der mir aus diesem Gewand hilft und mir den Weg an die Theke zeigt.