Alt und gebrechlich – Gedicht zum 60. Geburtstag

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“Alt und gebrechlich”

Wenn ich dich sehe, krieg ich Angst, ob ich wohl auch so werde
Dann geb ich mir die Gnadenkugel, und mache ne Beschwerde
Bei Petrus an der Himmelstür, warum ich so geworden
Reicht es nicht wenn du so bist, der Sinn bleibt mir verborgen

Du schreitest nur noch Schritt für Schritt und sabbernd durch den Tag
Die Muskeln sind schon lange fort, die Arme nur noch Quark
Beim Sprechen fehlen dir die Worte, weißt nicht was du redest
Doch Hauptsache es geht dir gut, am Abgrund deines Lebens

Wir sind hier heut zusammen gekommen, um noch einmal zu sehen
Was von dir nur noch übrig ist, das müssen wir gestehen
Ein letztes Mal gemeinsam feiern, das ist es was wir wollen
Doch graus oh graus ich seh es schon bist nur noch aufgequollen

Was haben dir die Jahre nur für Dinge angetan
Kaum zu erkennen und so alt, hab Mitleid grauer Mann
ich spreche gerne etwas lauter, damit du auch was hörst
Die Ohren taub die Augen blind, die Hände ganz nervös

Ich hoffe dass du wirklich weißt, wie dies Gedicht entstand
Ich habs gesucht im Internet, war alles was ich fand
Ansonsten gabs nur Sülz und blah, die ewig gleichen Sachen
Ich dachte kurz vor deinem Ende willst du nochmal lachen

Drum sag ich dir, mein bester Freund, genieß die letzten Tage
als ob es deine Jugend wäre, sinnvoll, keine Frage
Trink ein Bier und ess dich satt, solange es noch geht
Denn nach der 7.Runde, keiner mehr hier steht

Wir wollen nun gemeinsam feiern bis zum nächsten Tag
Drum hör ich nun zu schwafeln auf, weil´s hier eh keiner mag
Die Leute warten voller Sehnsucht auf das Ess-Buffet
Für dich wär besser, glaub mir Freund, eine Tasse Tee

Ich mach nur Spaß und jetzt geht´s los wir tanzen und wir singen
Um dich zu feiern, Jubilar, danach ins Bett zu bringen
Ich sage prost und hebe nun erneut mein Glas für dich
Ich drück nun ganz fest, dich und dein Quetschgesicht