Das schöne Eheleben – Sketch zum 80. Geburtstag

Sketche zum 80. Geburtstag handeln meist vom Eheleben.

Wenn so viele Jahre miteinander verbracht hat, weiß man genau, wie der andere tickt.

Einer dieser Sketche zum 80. Geburtstag ist “Das schöne Eheleben”.

Hier geht es um ein Pärchen, das sich bis zum bitteren Ende streitet.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was braucht man?
  2. Sketch: Das schöne Eheleben
  3. Mehr Sketche im E-Book “20 Lustige Geburtstagssketche zum runden Geburtstag”

Was braucht man für den Sketch “Das schöne Eheleben”?

Für den Sketch braucht man einen gedeckten Frühstückstisch, zwei Stühle und ein Rätselheft.

Requisiten

  • gedeckter Frühstückstisch
  • Tisch
  • 2 Stühle
  • Rätselheft

Schauspieler

  • 1 Mann
  • 1 Frau

Spieldauer

  • ca. 10 – 15 Minuten

Der Sketch “Das schöne Eheleben”

Ein Mann sitzt am Frühstückstisch und hält ein Rätselheft in der Hand.

Er: (Murmelt…) Hmmm…. Ableben mit 3 Buchstaben…. ah ja jetzt hab ichs: Ehe.

Sie kommt rein, Kaffee in der Hand, Schürze um und knallt den Kaffeebecher vor ihm mit voller Wucht auf den Tisch. Dann nimmt sie sich schnaufend einen Stuhl und nimmt Platz.

Er: Es tut mir leid, dass du so spät….ähhhh…. früh von mir geweckt wurdest. Ich weiß gar nicht, was passiert ist letzte Nacht. Komischerweise habe ich ein blaues Auge und es tut ziemlich weh. Aber dem anderen habe ich es bestimmt auch gezeigt.

Sie: Das blaue Auge war noch nicht da, als du heimgekommen bist. Das ist ganz allein mein Verdienst. Kannst du mir sagen, warum du so lange weg warst und warum du erst heute früh nach Hause gekommen bist?

Er: Das würde ich auch gerne wissen. War ich denn nicht leise, als ich reingekommen bin?

Sie: Doch alles gut, von dir gab es keinen Mucks. Aber die vier Schnapsleichen, die dich in den Flur getragen haben, hatten wohl den Eindruck, sie wären auf einem Karnevalsumzug. Früher war ich deine große Liebe und du hast immer Sonnenschein zu mir gesagt. Jetzt verbringst du deine Zeit nur noch mit deinen Kumpels beim Saufen.

Er: Aber Schatz, zu viel Sonne macht den Mund so trocken und man bekommt Durst.

Sie: Bald ist es vorbei mit dem Schatz. Muss du immer bis morgens früh um die Häuser ziehen?

Er: Nein, das muss ich nicht. Ich mache das aus eigenem Willen heraus.

Sie: Dass du dich nicht schämst, mir ins Gesicht zu schauen.

Er: Ach weißt du, man gewöhnt sich an alles. Es ist hier eben wie ein Hundeleben.

Sie: Kein Wunder, warum du immer dreckig nach Hause kommst und am warmen Ofen auf Essen wartest. Deswegen bist du doch sicherlich hier. Weil du Hunger hast.

Er: Ganz genau. Ich würde gerne frühstücken, wobei um diese Uhrzeit eine richtige Mahlzeit doch besser wäre. Ist hier bald was zu Essen auf dem Tisch? Sonst gehe ich in ein Restaurant.

Sie: Fünf Minuten dauert es noch, wenn es dem Herren genehm ist. Dann ist es soweit.

Er: Dann ist das Essen fertig? Das wurde auch Zeit.

Sie: Nein, dann komme ich mit. Fünf Minuten brauche ich zum Anziehen. Wo wir aber gerade mal gemeinsam am Tisch sitzen und so nett plaudern – du weißt, dass wir bald auf einer Hochzeit eingeladen sind oder? Sag mir doch mal, wie der Herr des Hauses sich ein romantisches Abendessen zu zweit vorstellt.

Er: Na, Kerze an, Pommes Rot Weiß auf den Tisch und dann Fußball auf dem Schirm. Ach mein Gott, hast du schon gehört, dass der Strompreis schon wieder erhöht wird?

Sie: Ein Glück, dass dein Licht immer nur auf ganz kleiner Stufe leuchtet.

Er: Willst du mich jetzt reizen hier? Hör bloß damit auf, sonst verliere ich noch den Verstand. Du weißt doch wie sehr mich das immer fertigmacht.

Sie: Na dann passen wir mal lieber auf. So kleine Sachen findet man nur ganz schwer wieder.

Er: (Seufzt)

Sie: Was seufzt du so?

Er: Kaltes Bier und nen Schnaps.

Sie: Ich frage mich wirklich, warum du mich zur Frau genommen hast. Kannst du mir das beantworten?

Er: Manchmal braucht ein Mann eine Frau. Für alles kann man die Damen und Herren in Berlin ja auch nicht verantwortlich machen.

Sie: Wo wir gerade beim Heiraten sind. Was schenken wir denn unseren Bekannten zur Hochzeit eigentlich? Soll es da auch wie bei unserem letzten Hochzeitstag wieder nur eine einzige Rose geben?

Er: Hast du denn die Dornen nicht mitgezählt? Liebling, denk doch mal nach.

Sie: Nenn mich jetzt bloß nicht Liebling, sonst vergess ich mich. Wie wäre es denn, wenn wir einfach bei der Metzgerei eine große Schlachtplatte bestellen und die mit zum kalten Buffet stellen lassen? Bei so vielen Leuten, die eingeladen sind, kommt das bestimmt gut an.

Er: Was können denn die ganzen Tiere dafür, dass die beiden sich ins Unglück stürzen?! Reicht es denn nicht, dass die beiden ihr Leben versauen? Müssen die Tiere da auch noch drunter leiden? Weißt du eigentlich wo meine Geldbörse ist?

Sie: Nee, sag mal wie die aussieht.

Er: Alt, faltig und ohne Inhalt.

Sie: Suchst du deine Geldbörse oder ein Foto von dir?

Er: Also DUUUUUU!!!! Oh nein, meine Füße. Komplett eingeschlafen.

Sie: Eingeschlafen? So wie die riechen, bekommt man den Eindruck, dass die schon längst abgestorben sind. Aber jetzt tu mal deine Füße zur Seite, denn ich bin wirklich total enttäuscht von dir.

Er: Aber Schatz. Wir alle müssen lernen, mit Enttäuschungen umzugehen. Meine heißt übrigens Sabine. Wieso habe ich dich nur gefragt, ob du mich heiraten willst? Wo hatte ich nur meinen Kopf?

Sie: Na genau da, wo du ihn jetzt auch hast. Zwischen den Sportseiten in der Zeitung. Wenn ich ihn suche, schaue ich da immer zuerst nach. Ich wünsche mir von dir deutlich mehr Romantik in unserem Eheleben. Es wäre schön, wenn du mich mal an drei Stellen küssen würdest.

Er: Das ist kein Problem. Wo darf es sein?

Sie: Auf Hawaii, in New York und auf Mallorca.

Er: War klar, dass wir irgendwann wieder beim Thema Urlaub landen. Du kannst es einfach nicht lassen oder? Ich habe dir doch schon mehrmals gesagt, dass wir uns das nicht leisten können. Wir müssen zuerst immer an unsere Schulden denken.

Sie: An die Schulden können wir auch im Urlaub denken, ich habe da kein Problem mit.

Er: Nee lass mal. Das wird nichts. Du weißt du eigentlich, was der Unterschied zwischen einer Fliege und dir ist?

Sie: Du wirst es mir bestimmt gleich sagen.

Er: Genau. Die Fliege nervt nur im Sommer.

Sie: Das war jetzt aber wirklich zu viel. Ich verlasse dich.

Er: Mach keine Versprechungen, die du nicht einhalten kannst.

Sie: Komm hör doch auf. Ich weiß übrigens immer noch nicht, was ich auf der Hochzeit anziehen soll.

Er: Das habe ich auch noch nie verstanden. Du hast einen ganzen Raum mit Schränken voller Kleidung und trotzdem hast du nie etwas anzuziehen.

Sie: Ach komm, das Thema interessiert dich doch sowieso nicht. Du interessierst dich ja immer nur für deinen Sport und ganz besonders für deinen Fußball. Wetten, dass du dich nicht an das Datum erinnern kannst, als wir geheiratet haben?

Er: Doch klar. Das war, als Schalke 1:2 gegen Dortmund verloren hat.

Sie: Fußball, immer nur Fußball. Es hat mich so sehr aufgeregt, dass du das Spiel unbedingt sehen wolltest, obwohl die ganzen Gäste schon da waren. Das war so schlimm.

Er: Das fand ich auch schlimm. Die haben immer dazwischen geredet und ich habe kein Wort von dem verstanden, was der Moderator gesagt hat. Dabei war es so ein schönes Spiel. Noch heute werde ich ganz traurig, wenn ich daran denke.

Sie: Und als der Pastor dich gefragt hat, ob du mich heiraten willst, hast du gesagt: Ja, ich muss.

Er: Man soll in der Ehe ja immer die Wahrheit sagen. Hätte ich dich denn direkt am Altar belügen sollen? Das hättest du auch nicht gewollt.

Sie: Ich wäre am besten direkt zu meiner Mutter gefahren, dann wäre ich von dir verschont geblieben.

Er: Aber die hatte ja eine Dauerkarte am kalten Buffet. Hättest nicht lange bis zu ihr gebraucht.

Sie: Wieso bist du nur so gemein zu mir?

Er: Ich musste dich heiraten. Soll ich mich darüber etwa freuen und einen Tanz aufführen?

Sie: Es ist schon traurig. Es gab mal Zeiten, da warst du froh, wenn du mich auch nur zwei Minuten sehen konntest.

Er: Aber Schatz, das ist auch heute noch so. Ich bin immer noch froh, wenn ich dich am Tag nur zwei Minuten sehe. Merkst du das denn nicht?

Sie: Doch das merke ich.

Er: Und du willst immer nur Sex von mir, wenn du Geld brauchst. Dafür bin ich dann gut genug.

Sie: Immerhin hast du dann regelmäßig Sex. Komm lass uns aufhören, unsere Beziehung war von Anfang an ein einziger Irrtum. Es war einfach nicht der Wille des Schicksals, dass wir beide unser Leben zusammen verbringen.

Er: Das brauchst du mir nicht zu sagen. Ich wollte mir doch nur ein Taxi rufen und habe deswegen gepfiffen. Konnte ja nicht ahnen, dass du denkst, ich meine dich, wo du doch damals schon so schrecklich ausgesehen hast. Es ist wie es ist, die dümmsten Idioten bekommen immer die hübschesten Frauen ab.

Sie: Schatz, das ist das Schönste, was du mir je in meinem Leben gesagt hast. Du kannst es also doch. Tu doch mal irgendwas, damit ich mich wieder fühle, als wäre ich deine Frau.

Er: (Steht auf, greift nach dem Hemd auf der Stuhllehne, wirft es auf den Boden) Hier! Waschen, bügeln und dann ab in meinen Schrank damit.

Sie: Das reicht mir nun endgültig. Ich verlasse dich und komme niemals wieder. Das hast du nun davon. Ab sofort kannst du dein jämmerliches Leben alleine weiterführen.

Die Frau geht raus und kommt wenige Sekunden später mit einem Koffer wieder in den Raum zurück.

Sie: Kann ich noch irgendetwas für dich tun, bevor ich gehe?

Er: Mach die Tür bitte leise zu, ich habe einen tierischen Kater.

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