Sketch zum Karneval: Das Meerschweinchen

Im Sketch “Das Meerschweinchen” geht es um eine Szene in einem Restaurant.

Ein Gast beschwert sich beim Kellner, weil er ein kleines, pelziges Tier in seiner Suppe findet und davon natürlich nicht gerade begeistert ist.

Als er jedoch die Erklärung des Kellners dafür hört, gehen die Diskussion und der Spaß erst richtig los!

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was benötigt man?
  2. Sketch: Das Meerschweinchen

Was braucht man für den Sketch: Das Meerschweinchen?

Für diesen Sketch braucht man einen gedeckten Tisch mit mehreren Stühlen, einen Teller Suppe mit Löffel, ein Meerschweinchenstofftier und ein Faltbuch.

Zudem werden zwei Schauspieler benötigt, die den Kellner bzw. den Gast in dem Restaurant spielen.

Die Spieldauer beträgt ca. 10-15 Minuten.

Requisiten

  • ein Tisch mit mehreren Stühlen, evtl. Tischdeko (damit es wie ein gedeckter Tisch im Restaurant wirkt)
  • ein Teller mit Suppe, ein Löffel
  • ein Meerschweinchen (ein Stofftier)
  • ein Faltbuch

Schauspieler

  • zwei Männer (ein Kellner und ein Gast)

Spieldauer

  • ca. 10-15 Minuten

Der Sketch “Das Meerschweinchen”

Das Set ist identisch mit dem im Sketch „Die Krawatte“. Tatsächlich ist es das gleiche Restaurant. Ein anderer Mann sitzt an einem Tisch, vor sich einen Teller mit Suppe. Er ruft den Kellner.

Mann: KELLNER!

Kellner (Der Kellner bemerkt den Mann zwar, kommt aber nicht an seinen Tisch. Stattdessen ruft er quer durch das Restaurant): JA?

Mann (Zwar ängstlich, dass er die anderen Gäste stören könnte, aber auch er ruft quer durch das Restaurant zum Kellner): Ähm. Da scheint ein Tier in meiner Suppe zu sein.

Kellner: Was für ein Tier ist es denn?

Mann: Ähm…ein Hamster.

Kellner: Ich glaube, Sie vertun sich, mein Herr. Sie sagen, da ist ein Hamster in Ihrer Suppe?

Mann: Ja, ich hätte gerne einen neuen Teller Suppe bitte.

Kellner: Ich bin sicher, wenn Sie noch einmal genauer hinsehen, werden Sie feststellen, dass Sie einen Fehler gemacht haben.

Mann: SCHAUEN SIE DOCH! Ich weiß, dass ich keinen Fehler gemacht habe. Da ist ein kleiner, pelziger Hamster, der meine Suppe isst. Würden Sie mir nun bitte einen neuen Teller Suppe bringen?

Kellner: OOOH!! Jetzt weiß ich, was passiert sein muss. Das ist kein Hamster in Ihrer Suppe. Es ist ein Meerschweinchen. Der Koch muss vergessen haben, es zu entfernen, bevor ich Ihnen Ihre Suppe gebracht habe.

Mann: WAS!?

Kellner: Ja, wir servieren sie in allen Suppen. Wenn das Meerschweinchen lebt, wissen wir, dass es sicher ist, die Suppe zu essen; wenn es stirbt, wissen wir, dass jemand die Suppe vergiftet hat.

Mann: Also, das muss das Blödeste sein, was ich jemals gehört habe! Diese Kreatur schlägt mich bei meiner eigenen Suppe. Er hat schon fast alles davon gegessen. Ich möchte meine Suppe selbstverständlich nicht mit einem Meerschweinchen teilen!

Kellner: Seien Sie doch dankbar, dass die Suppe nicht vergiftet war.

Mann: Ist eine vergiftete Suppe denn sonst eine übliche Erscheinung in diesem Restaurant?

Kellner: Das hängt davon ab, was Sie unter „üblich“ verstehen.

Mann: Lassen Sie es mich so formulieren: Ist hier schon mal JEMAND vergiftet worden?

Kellner: Nicht, seit wir angefangen haben, die Meerschweinchen in der Suppe zu servieren; nein.

Mann: Aha, verstehe. Und wie viele Meerschweinchen sind gestorben, weil sie vergiftete Suppe gegessen haben?

Kellner: Also…Es ist sehr schwer, das zu sagen. Meerschweinchen wissen nämlich normalerweise nicht, wie man schwimmt, deshalb könnten einige von ihnen auch einfach ertrunken sein…oder an natürlichen Ursachen gestorben sein.

Mann: Wie viele sind denn GENERELL gestorben?

Kellner: In den letzten zwei Monaten?

Mann: Seit Sie angefangen haben, die Meerschweinchen zu benutzen.

Kellner: Das war vor zwei Monaten.

Mann: GUT. Hören Sie auf mich hinzuhalten! Wie viele Meerschweinchen sind nun in Ihrer Suppe gestorben?

Kellner: 25.

Mann: Hmm. Verraten Sie mir eins: Haben Sie viele Gäste, die Ihr Restaurant ein zweites Mal besuchen?

Kellner: Also, wir liegen hier an einer Hauptautobahn. Wir haben einen konstanten Fluss an neuen Gästen.

Mann: Also macht es Ihnen nichts aus, dass Sie niemals irgendwelche wiederkehrenden Gäste haben, die bei gesundem Verstand sind?

Kellner: Also. So läuft es hier nun einmal. Manche Leute kümmern sich einfach nicht um ihre eigene Sicherheit. Sie können ja gerne in anderen Restaurants essen, wenn Sie wollen. Ja klar; sehen Sie, ob es mich interessiert. Gehen Sie doch woanders hin, wo man das Essen nicht mit sterilisierten Labortieren testet, wenn Sie das wollen. Wie ich es Ihnen schon gesagt habe:

Wir brauchen Sie nicht als Gast. Haben Sie überhaupt eine Ahnung, wie viele Leute wegen vergiftetem Essen in Restaurants jedes Jahr sterben? Wissen Sie es? Nun, ich weiß es! (Er zieht ein großes Faltbuch hervor.) TAUSENDE! Aber der Name dieses Restaurants erscheint nicht auf dieser Liste. Wir hatten nicht einen einzigen Gast, der wegen vergiftetem Essen gestorben ist. NICHT EINEN EINZIGEN!

Mann: Das glaube ich Ihnen. Es liegt wahrscheinlich daran, dass niemand hier irgendetwas isst! Wer, der bei klarem Verstand ist, würde denn auch einen Teller Suppe essen, aus dem man gerade erst einen Hamster herausgefischt hat?! Ob nun sterilisiert oder nicht…

Kellner: Es ist ein Meerschweinchen!

Mann: Das ist mir doch egal, von mir aus kann es auch eine Bisamratte sein! Ich kann nicht glauben, dass irgendjemand seine Suppe mit so einer Kreatur teilen möchte. Überhaupt…dafür müsste man erst einmal schnell sein. Dieser kleine Kerl ist nämlich so eben mit meiner Suppe fertig!

Kellner: Dann war sie offensichtlich nicht vergiftet. Sie hätten sie essen können, da ihre Sicherheit gewährleistet war.

Mann: Das bringt mir jetzt auch nicht mehr viel.

Kellner: Also…Sie könnten das Meerschweinchen ablecken.

Mann: SEIEN SIE NICHT WIDERWÄRTIG!

Kellner: Fein, dann werde ich Ihnen einen neuen Teller Suppe bringen. Wir können das Meerschweinchen dieses Mal weglassen. Wir werden nur seinen Kopf in die Suppe tauchen, so dass er einen kleinen Schluck davon bekommt.

Mann: NEIN! Sicherlich nicht!

Kellner: Nur einen Schluck?

Mann: Nein. Bringen Sie mir einen neuen Teller Suppe und lassen Sie bloß keine pelzigen Kreaturen in die Nähe davon! Haben Sie mich verstanden?

Kellner: Fein. Es ist Ihr Leben. (Er geht)

Mann (Er fängt an, das Meerschweinchen zu beobachten und in Babysprache mit ihm zu reden. Dann erschrickt er über etwas): KELLNER!

Kellner: Ja, mein Herr?

Mann: Mein Meerschweinchen ist gerade gestorben.

Kellner: Oh, das ist zu schade. Vielleicht war es herzkrank.

Mann: Zur Hölle damit! Jemand versucht mich zu vergiften!

Kellner: Nein, nein, mein Herr. Ich bin mir sicher, dass der vorzeitige Tod Ihres Meerschweinchens nichts mit der Suppe zu tun hat. Immerhin hat es die ganze Suppe gegessen. Wenn die Suppe vergiftet gewesen wäre, wäre es sicherlich schon eher gestorben. Hier ist Ihr neuer Teller Suppe. Guten Appetit!

Mann: NIEMALS!!! Es gibt einige Gifte, die langsam wirken, wissen Sie? Ich bin mir sicher, dass jemand versucht, mich zu töten. Bringen Sie mir auf der Stelle ein neues Meerschweinchen!

Kellner: Wie Sie wünschen, mein Herr.

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