Sketch: Die Krawatte

Ein schick gekleideter Mann mit Krawatte sitzt in einem vornehmen Restaurant am Tisch und studiert die Speisekarte.

Eigentlich möchte er nur in Ruhe essen, aber das scheint in diesem Restaurant nicht möglich zu sein.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was braucht man?
  2. Sketch: Die Krawatte

Was braucht man für den Sketch “Die Krawatte”?

Für den Sketch braucht man einen schick gekleideten Mann, einen Kellner und jemanden, der den Gastgeber spielt. Dazu einen Tisch, einen Stuhl und eine Menükarte.

Schauspieler

  • ein schick gekleideter Mann mit Krawatte
  • ein Kellner
  • ein Gastgeber

Requisiten

  • ein Tisch mit Tischdecke und Kerze
  • ein Stuhl
  • Menükarte

Spieldauer

ca. 10 Minuten

Der Sketch “Die Krawatte”

Im Restaurant. Ein schick gekleideter Mann mit einer Krawatte sitzt am Tisch und studiert die Speisekarte.

Kellner: Darf ich Ihre Bestellung aufnehmen Sir? Die heutige Empfehlung des Hauses ist frisches Surf & Turf.

Mann: Oh ja, vielen Dank. Das hört sich gut an. Das nehme ich.

Kellner: Möchten Sie einen Salat dazu?

Mann: Ja, gerne.

Kellner: Welches Dressing möchten Sie dazu?

Mann: Hmm. Was ist denn das hausgemachte Dressing?

Kellner: Das ist ein wenig wie French-Dressing. Sehr empfehlenswert.

Mann: Das klingt gut. Das nehme ich. Und können Sie mir bitte noch eine Bloody Mary bringen?

Kellner: Eine andere Kellnerin?

Mann: Wie bitte?

Kellner: Nichts, nichts. Ein schlechter Scherz. Entschuldigen Sie bitte, Sir. Ich bringe Ihnen ihren Drink sofort. (Verlässt den Tisch)

Gastgeber: Entschuldigen Sie Sir, warten Sie auf jemanden?

Mann: Nein, ich esse heute alleine.

Gastgeber: Wären Sie sehr verärgert, wenn ich Sie bitten würde, unser Restaurant zu verlassen?

Mann: Was? Sie meinen JETZT? Bevor ich gegessen habe?

Gastgeber: So schnell wie möglich, ja. Macht Ihnen das etwas aus?

Mann: Ja selbstverständlich macht mir das etwas aus! Ich bin hierhergekommen, um etwas zu essen. Wenn ich hätte gehen wollen, wäre ich woanders hingegangen.. (hält inne, als er merkt, wie absurd das klingt)

Gastgeber: In Ordnung. Ich habe veranlasst, dass Ihr Essen eingepackt wird, damit Sie es mitnehmen können. Vielleicht möchten Sie es in Ihrem Auto essen. Wir haben einen sehr schönen Parkplatz mit vielen Bäumern und Sträuchern.

Mann (sarkastisch): Ja, natürlich. Ich liebe es mein Surf & Turf in meinem Honda zu essen. Das ist der perfekte Ort dafür.. Natürlich nicht! Ich will mein Menü an diesem Tisch hier essen, wie jeder andere auch.

Gastgeber: Entschuldigen Sie Sir, aber niemand anderes ist hier an diesem Tisch. Sie sagten Sie wären allein.

Mann: HA HA HA! Sind Sie sicher, dass Sie der Gastgeber hier sind? Sie würden eine tolle Comicfigur abgeben.

Gastgeber: Es tut mir leid Sir, ich habe nicht versucht lustig zu sein.

Mann: Dann sind Sie ein Idiot! Ich meine, ich wollte HIER in diesem Restaurant essen! Warum wollen Sie, dass ich gehe?

Gastgeber: Na schön, Sir. Wie Sie wissen, ist dies ein First Class Restaurant. Und wir versuchen unsere Kunden auf jede erdenkliche Art und Weise zufrieden zu stellen und… naja… Ich weiß nicht, wie ich es Ihnen sagen soll, aber… Ich habe einige Beschwerden von den anderen Gästen über Ihre Krawatte erhalten. Es fällt ihnen schwer, ihr Essen zu genießen, während Sie hier sind.

Mann: Sie scherzen.

Gastgeber: Ich wünschte es wäre so, aber ich meine das vollkommen ernst. Wenn Sie nun so freundlich wären und….

Mann: NEIN! Ich glaube Ihnen das nicht! Sie sagten, Sie versuchen den Kunden auf jede Art und Weise zufrieden zu stellen, oder?

Gastgeber: Ja, aber…

Mann (steht auf): Ich bin ein Kunde! Und es mag Sie überraschen das zu erkennen, aber es stellt mich ganz und gar nicht zufrieden, wenn Sie mich bitten das Restaurant zu verlassen und meine Mahlzeit in meinem Auto einzunehmen. Zufrieden könnten Sie mich stimmen, wenn Sie mir endlich mein Surf & Turf an den Tisch bringen, wo ich es nach meinem Belieben genießen kann.

Gastgeber: Ich kann Sie verstehen Sir. Selbstverständlich würden Sie es bevorzugen, Ihre Mahlzeit hier einzunehmen, aber Sie müssen die Situation auch mal von meinem Standpunkt aus betrachten. Sie sind alleine und mehrere Personen haben sich über Sie beschwert. In einer Konfliktsituaton wie dieser, müssen wir versuchen eine möglichst zufriedenstellende Lösung für die Mehrheit unserer Gäste zu finden. Das ist die gängige Praxis. Die Mehrheit entscheidet. Ich bin sicher Sie verstehen das.

Mann: Wie viele Beschwerden haben Sie denn erhalten?

Gastgeber: 26.

Mann (fällt zurück auf seinen Stuhl): 26!? Und alle hassen meine Krawatte?

Gastgeber: Mit Leidenschaft, ja.

Mann: Na schön. Lassen Sie uns einen Kompromiss finden. Ich werde mich an einen anderen Tisch setzen, wo ich niemanden störe. (sieht sich um) Da drüben zum Beispiel.

Gastgeber: Es tut mir leid Sir, wir sind vollkommen ausgebucht. Es befindet sich kein freier Platz im Restaurant, wo Sie nicht in jemandes Blickfeld wären.

Mann: Na schön. Dann werde ich die Krawatte abnehmen. (Er beginnt den Knoten zu lösen) Sie ist nur ein Geschenk von meinem Onkel. Ich selbst mag sie auch nicht so sehr. Hier. (hält dem Gastgeber die Krawatte hin)

Gastgeber (verlegen): Ähm gut, aber ich fürchte, ich muss Sie trotzdem noch immer bitten das Restaurant zu verlassen Sir.

Mann: WARUM!?!? Meine Krawatte ist außer Sichtweite. Ich werde.. (bemerkt etwas) MOMENT MAL! Dieser Mann dort trägt exakt die gleiche Krawatte wie ich! Warum wurde er nicht gebeten zu gehen? Ich verlange eine Erklärung! Was geht denn hier vor?(packt den Gastgeber am Kragen)

Gastgeber: Bitte lassen Sie mich los Sir. Ich kann Ihnen das erklären. Ich habe die Krawatte nur erwähnt, weil ich Ihre Gefühle nicht verletzen wollte. Was die anderen Gäste wirklich beleidigt hat, ist ihr …. (scannt den Körper) Gürtel! Ja, Ihr Gürtel ist wirklich schrecklich hässlich. Jeder hier hasst ihn. Tatsächlich habe ich 29 Beschwerden erhalten. Ich wollte nur nett sein als ich sagte es seien 26 gewesen. Ich habe nur gesagt, dass es um Ihre Krawatte gehen würde, weil ich Sie nicht aufregen wollte.

Mann (entfernt seinen Gürtel): Hier!

Gastgeber: Okay, Sie haben mich erwischt. Ich gebe es zu. In Wirklichkeit geht es um Ihre Schuhe. Bäähhh, furchtbar! Da dreht sich einem der Magen um.

Mann (zieht seine Schuhe aus): Besser?

Gastgeber: Oh Gott! Diese SOCKEN!! Ziehen Sie Ihre Schuhe wieder an, schnell! Es tut mir leid, aber Sie sind zu ärmlich und hässlich gekleidet, um hier zu Speisen. Sie müssen gehen, keine Frage.

Mann: NA SCHÖN! Ich würde hier nicht einmal erneut essen wollen, wenn Sie mich dafür bezahlen würden!! Ich weiß nicht, was hier vor sich geht, aber diese Art der Behandlung habe ich nicht verdient! (Er stürmt von der Bühne, dann dreht er sich noch einmal um) ..und Ihre Krawatte ist auch hässlich!!!

Gastgeber (lächelt und beginnt den Tisch abzuputzen)

Kellner: Hast du ihm gesagt, dass wir kein Surf & Turf mehr haben?

Gastgeber: War nicht nötig.

Kellner: Wie weit bist du gekommen?

Gastgeber: Bis zum Gürtel.

Kellner: Verdammt! (gibt ihm 5 Euro)

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