Wir ruhen uns zu viel aus

Ein man liegt auf der Wiese
Bildquelle: Hans Braxmeier / pixabay.com

Im Prinzip ist der Karneval Sketch “Wir ruhen uns zu viel aus” ein klassischer kurzer Solosketch, bei welchem einzig der Chef zu Wort kommt und die Angestellten lediglich imaginär sind.

Um den Karneval Sketch “Wir ruhen uns zu viel aus” perfekt aufführen zu können und somit den größtmöglichen Spaßfaktor zu erhalten, ist es wichtig, dass der Chef während seiner ganzen Rede immer wieder den Blick über die anwesenden Gäste schweifen lässt und so das Gefühl vermittelt, dass eben diese Gäste die versammelte Belegschaft des Chefs darstellen.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Worum geht es?
  2. Was benötigt man?
  3. Sketch: Wir ruhen uns zu viel aus

Worum geht es in dem Sketch: Wir ruhen uns zu viel aus?

In diesem humorvollen Karneval Sketch geht es um einen Chef, der vor seiner Belegschaft eine Rede hält und nach und nach den Ernst der Lage zu vergessen scheint.

Denn je länger seine Rede andauert, umso mehr ist er dem Alkohol zugeneigt und so entwickelt sich aus einer anfangs ernst zu nehmenden Ansprache des Chefs an die gesamte Belegschaft ein humorvoller Karneval Sketch, dem einzig der Reimfaktor fehlt, um ihn als klassische Büttenrede bezeichnen zu können.

Was braucht man für den Sketch – Wir ruhen uns zu viel aus?

Alles, was man für diesen Karneval Sketch benötigt, ist ein Rednerpult und einen Schauspieler, der den Chef mimt.

Dieser Schauspieler sollte entsprechend angezogen sein und in seiner Mimik wie auch Gestik dem klassischen Bild eines Chefs entsprechen. Wichtig ist darüber hinaus, dass der Chef während seiner Rede immer wieder einen großen Schluck aus einer Flasche nimmt und im fortgeschrittenen Szenario des Karneval Sketchs immer undeutlicher beziehungsweise besoffener spricht.

Die Spieldauer beträgt ca. 10-15 Minuten.

Schauspieler

  • 1 Chef

Requisiten

  • 1 Rednerpult oder Ähnliches
  • 1 Flasche Wasser

Spieldauer

  • ca. 5-10 Minuten

Der Sketch “Wir ruhen uns zu viel aus”

Chef: Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Gäste. Ich bedanke mich bei Ihnen für dieses Meeting. Wie Sie alle wissen, haben wir in diesem Jahr sehr mit den Lohnnebenkosten zu kämpfen gehabt. Um diese weiter einzudämmen, haben wir uns in der Führungsetage etwas überlegt. Doch zunächst würde ich Ihnen gerne erklären, wie sich unsere Arbeits- und Freizeitstunden zusammensetzen.

(Chef nimmt einen großen Schluck aus der Flasche.)

Chef: Sie alle wissen ja sicherlich, dass unser Geschäftsjahr 365 Tage hat. Das ist so und das soll auch so bleiben, das haben wir einstimmig beschlossen. Jedenfalls ist es erst einmal ein Fakt, dass wir jeden Tag acht Stunden schlafen. Manche mehr, manche weniger, wir haben uns da auf einen Mittelwert geeinigt. Dies ergibt nach Adam Opel eine Gesamttageszahl von 122.

(Der nächste große Schluck aus der Flasche folgt.)

Chef: Es verbleiben also 243 Tage. Ich denke, Sie stimmen mir auch in diesem Punkt alle zu. Gehen wir davon aus, dass wir jeden Tag noch sieben Stunden Freizeit verbuchen können, dann kommen wir in diesem Punkt auf einen Wert von 107 Tagen. Nehmen wir nun die 243 Tage und ziehen die 107 Tage ab, verbleiben uns noch 136 Tage. Sie sehen also, das Feld wird immer kleiner.

(Und wieder nimmt er einen Schluck aus der Flasche.)

Chef: Nun nehmen wir uns die Sonntage vor. Diese sind sowieso ein Dorn im Auge eines jeden Unternehmers. 52 Sonntage zählt das Jahr. Sehe ich das richtig? Ein Restwert von 84 Tagen ergibt sich aus dieser Gleichung. Niemand von Ihnen arbeitet an einem Sonnabend, also haben wir gerechnet und diskutiert und die unglaublichsten Rechnungen angestellt. Das Ergebnis: Weitere 52 Tage werden von unseren restlichen Tagen abgezogen. Nach einer durchkalkulierten Nacht ergibt dies dann letztendlich 32 Tage als Restsumme.

(Die Flasche sollte nun erneut zum Einsatz kommen, wodurch sich die Haltung am Rednerpult deutlich verschlechtert.)

Jeden Tag gehen wir 30 Minuten in die Pause, was auf das Jahr gerechnet noch einmal acht Tage ergibt. Ganze 24 Tage haben wir nun für unsere Produktivität zur Verfügung. Ziehen wir von diesem Wert den bereits geminderten Urlaubsanspruch von 14 Tagen ab, verbleiben nur noch zehn Tage auf unserem Konto. Haben Sie sich das schon einmal im Kopf durchgerechnet? Ich ja und es kam jedes Mal ein anderes Ergebnis dabei heraus. Was aber nun der eigentlich Knaller ist, meine lieben Mitarbeiter, ist die Tatsache, dass unser Jahr neun Feiertage hat. Also haben wir nur noch einen Tag zum Arbeiten. Und was ist mit dem 1.Mai? Richtig. Wir arbeiten also gar nicht. Verstehen Sie jetzt, warum unser Unternehmen keinen Gewinn macht? Wir arbeiten gar nicht.

(Die Flasche wird nun endgültig geleert.)

Chef: Ich schlage folgendes vor: Wir machen die Bude hier dicht und führen den Ganzjahres-Karneval ein. Dann machen wir durch bis morgen früh und singen bumsfallera. Tätäääätätääääätätääääää!

80 Lustige Sketche zum Nachspielen

Kindle Edition & Taschenbuch ab 39,95€ auf Amazon.de

4/5