Im Waschsalon

Der Waschsalon kann schon ein seltsamer Ort sein. Jeder wäscht seine Wäsche und doch lernt man sich auch zwischen all den Waschmaschinen und Trocknern kennen.

Was passiert wenn man den Waschsalon zum Speeddating nutzen will, das erfährt man in diesem lustigen Sketch für 2 Personen.

Denn hier geht es um einen Mann und eine Frau und den Versuch des Mannes irgendwo doch noch von den eigenen Qualitäten überzeugen zu können.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was braucht man?
  2. Sketch: Im Waschsalon

Was braucht man für den Sketch “Im Waschsalon”?

Für diesen kurzen Sketch braucht es nur einen Mann und eine Frau sowie ein paar einfache Kleidungsstücke. Denn letztlich macht den Sketch “Im Waschsalon” sein Humor und nicht die Kulisse alleine aus!

Schauspieler

  • 2 Personen

Requisiten

  • einige Kleidungsstücke

Geschätzte Spielzeit

  • Circa 5 Minuten

Der Sketch “Im Waschsalon”

Eine flotte junge Frau und ein junger Mann, der von seinen Qualitäten anscheinend überzeugt ist. Sie kaut eifrig ihren Kaugummi, während er die Sonnenbrille wienert. Sie entnimmt der Waschtrommel ein paar knapp bemessene Kleidungsstücke.

Er: (freudig) Hey, scharfe Höschen!

Sie: (abschätzend) Die müsstest du erst angezogen sehen.

Er: (selbstsicher) Ich hätte nichts dagegen.

Sie: (spöttisch) Das war mir klar. Da wirst du dich deiner Fantasie bedienen müssen. Und was ist mit deinen? (zeigt mit spitzem Finger darauf) Die sind wohl eingelaufen?

Er: (steckt die Abfuhr lächelnd weg, entrüstet) Das ist figurbetont!

Sie: Ach so.

Er: (wittert eine Chance) Ich führe sie dir gerne vor.

Sie: (gequält) Was? Hier und jetzt?

Er: Von mir aus gern. Aber besser noch bei mir zu Hause.

Sie: (winkt ab) Ach, lass nur. (stemmt die Hände in die Hüften) Glaubst du wirklich, ich würde in deine Drecksbude gehen?

Er: Woher willst du wissen, dass sie dreckig ist? Ich bin Weltmeister im Budenputzen.

Sie: (geringschätzig) Ja, sicher. Und kochen kannst du auch.

Er: (voller Stolz) Und wie! Ich mache dir Lasagne, da läuft dir das Wasser im Mund zusammen.

Sie: (überlegt) Lasagne? Woher weißt du, dass ich Lasagne mag?

Er: Jeder mag Lasagne. Und meine ist die Beste. Wenn du die erst einmal probieren konntest, willst du immer mehr davon.

Sie: Das klingt wirklich verlockend. Hast du sie schon im Ofen?

Er: Wo denkst du hin! Lasagne wird immer frisch zubereitet.

Sie: Dann fängst du am besten gleich damit an. (säuselt) Und ich bring dir die Wäsche mit.

Er: Nein, nein, die ist ja viel zu schwer für dich. So kommst du mir nicht davon. Wenn, machen wir alles zusammen. Es ist ein langer Weg bis Pakistan.

Sie: Pakistan? Soll das heißen, du hast gar keine Wohnung?

Er: Nicht hier. Ich wohne im Moment bei guten Freunden.

Sie: (stutzt, schaut ihn argwöhnisch an)

Er: Kein Männerwohnheim, auch Frauen und Kinder, lauter nette Leute.

Sie: Die alle ganz scharf auf deine Lasagne sind.

Er: (betreten) Sie kochen selbst. Lasagne ist alles, was ich kochen kann.

Sie: Und damit bist du bis hierher gekommen?

Er: Alle mögen Lasagne, besonders meine.

Sie: Ja, ja, ich glaube dir.

Die Wäsche ist fertig getrocknet, zufällig in beiden Maschinen zur gleichen Zeit. Sie legen sie zusammen und packen sie getrennt ein.

Er: (strahlt) Fertig!

Sie: (schultert ihre Tasche, während er zwei Plastiktüten trägt) Gehen wir einen Kaffee trinken!

Er: (verblüfft, verschämt) Du willst mich einladen?

Sie: Ja, warum nicht? Dann kannst du mir von deiner fernen Heimat erzählen. Da wollte ich schon immer einmal hin.

Er: So kann es gehen. Erst wolltest du nicht mit zu mir, und jetzt gehe ich nicht mit zu dir. Na gut.

Sie: Wir werden sehen, was daraus wird.

Er hält ihr die Tür auf und macht eine einladende Geste. Sie bedankt sich mit einem Kopfnicken und schreitet energisch voraus. Er tapert hinterher, seine Tüten fest umklammert.