Sketch für 2 Personen: Vertrieben und vergessen

In diesem humorvollen Sketch aus dem Alltag eines älteren Ehepaares geht es um ein Pärchen, welches gemeinsam am Sonntagnachmittag im Wohnzimmer sitzt. Sie strickt mal wieder eine ihrer Mützen und er sitzt einfach nur da und schaut aus dem Fenster.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Requisiten
  2. Sketch: Vertrieben und vergessen

Scheinbar ein ganz alltäglicher Sonntagnachmittag, doch ist es wirklich so? Nach einer Weile des Schweigens beginnt dann schließlich ein Dialog in dem die Frau ihren Mann zunächst ein wenig auf den Zahn fühlt und dann etwas tut, dass der Mann vermutlich nicht erwarten würde…

Requisiten für den Sketch – Vertrieben und Vergessen?

Für diesen Sketch für 2 Personen braucht es nicht viel. Zum einen benötigt man zwei Schauspieler die das Paar spielen, eine Sitzgelegenheit in Form zweier Stühle oder aber einer bequemen Couch und Strickzeug und Telefon für die weibliche Rolle.

Die Spieldauer beträgt etwa 5-10 Minuten.

Schauspieler

  • 1 Frau
  • 1 Mann

Requisiten

  • 2 Stühle oder eine Couch
  • Stricknadel und Wolle
  • Telefon / Handy

Spieldauer

ca. 5-10 Minuten

Der Sketch “Vertrieben und vergessen”

Frau: Schatz?

Mann: Was denn?

Frau: Was machst du denn da?

Mann: Nichts.

Frau: Gar nichts?

Mann: Nein, gar nichts.

Frau: Warum denn nichts?

Mann: Einfach so.

Frau: Wie kann man den nichts machen?

Mann: Na das siehst du doch.

Frau: Ich sehe nichts.

Mann: Na eben. Und genau das mache ich. Nichts.

Frau: Denkst du an irgendwas?

Mann: Nein.

Frau: An gar nichts?

Mann: Nichts besonderes.

Frau: Wie wäre es denn, wenn du mal an die frische Luft gehst?

Mann: Ich will nicht raus.

Frau: Warum denn nicht?

Mann: Weil mir nicht danach ist.

Frau: Und warum ist dir nicht danach?

Mann: Weil mir eher nach nichts machen ist.

Frau: Aber die Luft ist doch so schön draußen.

Mann: Das weiß ich aber auch, wenn ich hier drin sitze und nichts mache.

Frau: Du solltest das Auto vorher tanken, wenn du raus gehst, sonst bleibst du noch irgendwo stehen.

Mann: Aber warum soll ich denn tanken, wenn ich gar nicht raus will?

Frau: Weil das Benzin heute besonders günstig ist.

Mann: Woher weißt du das?

Frau: Von unserem Nachbarn. Der geht wenigstens ab und zu mal raus.

Mann: Ich gehe auch ab und zu mal raus, aber eben nur dann, wenn mir danach ist.

Frau: Und wann ist dir danach?

Mann: Na im Moment auf jeden Fall nicht.

Frau: Lies doch mal ein Buch, wenn du schon nicht raus gehst.

Mann: Vielleicht später.

Frau: Später ist es doch dunkel.

Mann: Dann mache ich ein Licht an.

Frau: Was das wieder für ein Geld kostet.Beim Benzin sparst du gleich und dann gibst du es wieder für Strom aus.

Mann: Ich spare überhaupt kein Geld beim Benzin, weil ich nicht tanken fahre.

Frau: Ach willst du morgen tanken? Dann ist der Sprit sicher wieder teurer.

Mann: Das ist mir egal. Heute mache ich nichts.

Frau: Wie kann man nur den ganzen Tag nichts machen?

Mann: Das schont meine Nerven.

Frau :Aber an mich denkst du dabei gar nicht.

Mann: Wieso denke ich nicht an dich?

Frau: Ich schufte den ganzen Tag in der Küche, putze das Haus und du machst einfach nur nichts.

Mann: Aber heute ist doch Sonntag und morgen muss ich wieder zur Arbeit.

Frau: Heißt das, dass du absichtlich nichts machst?

Mann: Ganz genau.

Frau: Na dann weiß ich Bescheid, der feine Herr.

Mann: Wieso der feine Herr?

Frau: Na, weil wieder einmal alles an mir hängen bleibt.

Mann: Also gut, du hast gewonnen.

(Der Mann steht auf, nimmt sich ein Buch und geht aus dem Zimmer.)

Frau: Wo willst du denn jetzt hin?

Mann: Ich gehe zum Auto, fahre tanken und lese dabei ein Buch. Und damit ich genügend frische Luft bekomme, lasse ich die ganze Zeit das Fenster auf.

Frau: Dann mach das.

Mann: Das mach ich auch.

Frau: Bis nachher.

Mann: Bis nachher.

(Sie holt ein Handy aus der Tasche und ruft eine Nummer an.)

Frau: Margot? Du kannst mit den Mädels kommen. Ich habe sturmfrei.