Ein unerwartetes Wiedersehen – Sketch für die Abschlussfeier

Der Sketch “Ein unerwartetes Wiedersehen” spielt auf dem Klassentreffen einer Klasse, die vor zehn Jahren ihre Abschlussfeier in der Schule hatte.

Man trifft sich am gleichen Ort wieder, wo die Abschlussfeier stattgefunden hat und unterhält sich über längst vergangene Dinge aus der Schule.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Worum geht es?
  2. Was braucht man?
  3. Sketch: Ein unerwartetes Wiedersehen

Sketche über die Abschlussfeier einer Schule machen einfach Spaß. Man kann sich hier zwei Personen rauspicken, die einen Dialog führen oder aber auch mehrere Leute aus der “Klasse” mit einbeziehen. Es bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für lustige Szenen.

Worum geht es in dem Sketch: Ein unerwartetes Wiedersehen?

In diesem Abschlussfeier Sketch geht es um zwei Leute, die sich über jemanden lustig machen, den sie damals in der Schule immer geärgert haben. Leider merken sie nicht, dass diese Person die ganze Zeit neben ihnen steht.

Was braucht man für den Sketch “Ein unerwartetes Wiedersehen”?

Für diesen Abschlussfeier Sketch braucht man Diskolicht, etwas lautere Dance Musik und einige Gläser für die Gäste.

Requisiten

  • ein Diskolicht
  • eine Anlage für die Dance Musik
  • mehrere Gläser mit Getränken

Schauspieler

  • 3 Männer
  • 1 Frau

Spieldauer

  • Ca. 5 – 10 Minuten

Sketch: “Ein unerwartetes Wiedersehen”

Die Szene beginnt damit, dass mehrere Personen(Statisten) sich im Hintergrund unterhalten oder auch etwas tanzen. Dann zielt der Fokus plötzlich auf die Gruppe Schauspieler im Vordergrund und der Dialog beginnt.

Mann 1: Mensch, das ist schon komisch, sich nach all den Jahren wiederzusehen. Die meisten haben sich ja doch ziemlich verändert oder?

Frau: Ja das stimmt. Viele erkennt man gar nicht wieder. Ist ja nun auch schon zehn Jahre her, dass wir alle gemeinsam die Schulbank gedrückt haben. Ich bin erstaunt, dass es der Meister Schmidt auch hierhin geschafft hat. War der nicht damals schon 80? (alle lachen)

Mann 1: Ach lass den Mal. Die Lehrer sind zäher als man denkt. Kein Wunder bei dem anstrengenden Beruf. Immerhin haben die nur 13 Wochen Ferien im Jahr. Da muss man stark sein. (Alle lachen wieder)

Frau: Ja, da könntest du Recht haben. Wollen wir ihm mal guten Abend sagen?

Mann 2: Nee, lieber nicht. Sonst lässt er mich wieder nachsitzen.

Mann 2: Kann du dich noch an unsere Abschlussfeier erinnern?

Frau: Oh ja, nur zu gut.

Mann 1: Ich auch. Es war ein schöner Abend, aber ich weiß auch noch genau, was wir beide angestellt haben.

Frau: Du meinst doch nicht die Sache mit dem Tobias?

Mann 1: Doch klar. Der war doch so dick und wir haben ihm ständig irgendwelche Lebensmittel an den Kopf geworfen. Wurstscheiben, Käse, Tomaten, Brot…Ich könnte mich jetzt noch biegen vor Lachen, wenn ich daran denke, wie der manchmal auf dem Heimweg ausgesehen hat.

Mann 2: Ich frage mich, wo der ist. Ob er wohl nicht durch die Tür gepasst hat? (Alle lachen laut)

Mann 1: Nein, ich denke, man hat ihn nicht eingeladen, sonst hätte man wohl noch ein zweites Buffet aufbauen müssen. Denk doch mal an die Kosten.

Frau: Schade, dass er nicht hier ist. Hab vorhin beim Essen schon eine Menge Dinge gesehen, die gut an ihm kleben würden.

Mann 2: Ihr würdet das also immer noch so machen wie früher?

Mann 1: Ja klar. Warum denn nicht?

Mann 2: Ihr seid mir ja ein lustiges Pärchen. Stimmt es, dass ihr nach der Schule direkt geheiratet habt?

Mann 1: Ja mein Freund. Vor dir steht die Liebe meines Lebens. So wie wir damals gegen den fetten Tobias zusammengehalten haben, so wehren wir uns nun gemeinsam gegen unseren Chef. Wir sind nämlich nicht nur verheiratet, sondern arbeiten auch noch gemeinsam in der gleichen Firma.

Mann 2: Das ist ja interessant. Und wie funktioniert es für euch, so viel Zeit gemeinsam zu verbringen?

Frau: Sehr gut. Und wenn es mal stressig wird, dann ärgern wir einfach unsere Kollegen. Die Zeit auf der Schule damals war eine gute Ausbildung, was das Spielen von Streichen angeht, nicht wahr Schatz?

Mann 1: Oh ja…alles, was wir mit dem dicken Tobi angestellt haben, konnten wir auch schon erfolgreich im Büro anwenden. Da war alles dabei, von der Heftzwecke unter dem Stuhlpolster bis hin zur Stinkbombe in der Schublade mit den Stiften. Ich werde verrückt, wenn ich jedes Mal wieder die dämlichen Gesichter von den Idioten sehe. Das Beste ist, dass bisher noch niemand gemerkt hat, wer sich den Blödsinn ständig ausdenkt.

Frau: Die sind auch alle so doof im Büro, die würden niemals dahinterkommen, dass wir ihnen ständig diese Streiche spielen.

Mann 2: Wo arbeitet ihr beide denn?

Mann: Na bei Meier & Hansen. Ist eine große Handelsvertretung, die Im- und Export in ganz Europa betreibt. Der Job ist zwar knochentrocken, aber er bringt eine Menge Kohle ein. Der ehemalige Chef war so bescheuert, dass er noch nicht mal gemerkt hat, dass mein Abschlusszeugnis der Hochschule gefälscht war. (Lacht laut los und klopft Mann2 dabei auf die Schultern)

Frau: Michael. Willst du das noch lauter herausposaunen?

Mann: Wieso? ist doch nicht schlimm. Den alten Kumpels aus der Klasse von damals kann man doch alles anvertrauen, oder?

Mann 2: Aber klar. Ich schweige wie ein Grab. Du kannst mir alles erzählen.

Mann: Na siehst du Marianne. Hab ich dir doch gesagt.

Mann 2: Wieso musstest du dein Zeugnis denn fälschen?

Mann: Naja, nach der Schule sind Marianne und ich zusammengekommen und irgendwie hatten wir andere Sachen im Kopf als Lernen. Die Uni war mehr lästig als alles andere und so kam es, dass wir ein wenig bei unserer Karriere nachhelfen mussten.

Mann 2: Ihr? Du etwa auch, Marianne?

Frau: Naja..also…

Mann: Nun sag’s ihm schon. Ist doch nichts dabei.

Frau: Ja als,o ich bin schon nach einem Monat von der Uni abgegangen und habe nebenbei gejobbt. Also mussten wir meine kompletten Papiere fälschen, damit ich einen richtigen Job finde. Ist ja alles nicht so leicht, aber es hat funktioniert. Jetzt denke ich, dass diese ganzen Idioten drei, fünf oder noch mehr Jahre auf der Uni sitzen und trotzdem nicht mehr verdienen, als wir beide jetzt. Und rausgekommen ist es nie.

Mann 2: Da habt ihr beide aber schon eine kleine kriminelle Laufbahn hinter euch.

Mann: Liegt wohl daran, dass wir immer den fetten Tobi geärgert haben, anstatt in die Bücher zu schauen. Aber den Spaß war es wert.

Frau: Auf jeden Fall. Da fällt mir ein…weißt du noch, wie wir ihn einmal in der Regentonne eingesperrt haben? Ich glaube, der saß da zehn Stunden oder länger drin, bis der Hausmeister ihn irgendwann da rausgeholt hat.

Mann: Ja, das war ein Spaß. Ich habe jetzt noch Tränen in den Augen.

Mann 2: Ich kann mich da auch noch dran erinnern. Hinterher hieß es ja, dass der Tobi einen psychischen Schaden davongetragen hat. Dabei war es gar nicht so. Soviel ich weiß, hat er die ganze restliche Schulzeit darauf gewartet, sich irgendwann für diese Gemeinheiten rächen zu können.

Frau: Scheint ihm wohl nicht gelungen zu sein. Hätte mich auch gewundert, wenn sich dieser Schwachkopf etwas hätte einfallen lassen können, was uns geärgert hätte. Würde zu gerne wissen, was er heutzutage macht.

Mann: Wahrscheinlich arbeitet er irgendwo für einen Hungerlohn seine acht Stunden an einem Fließband.

Frau: Meinst du, so was Schweres bekommt er hin?

Mann: Stimmt auch wieder….

Mann 2: Wer weiß, vielleicht ist ja doch etwas aus ihm geworden?!?

Frau: Aus dem fetten Tobi? Niemals!

(Aus dem Hintergrund kommt nun jemand nach vorne und klopft Mann2 überrascht auf die Schulter.)

Frau: Mensch, das glaub ich nicht. Tobi, alter Knabe. Du hast ja mächtig abgenommen. Warum stehst du denn hier bei diesen beiden Idioten?

Mann 2: Ich wollte mich nur kurz unterhalten.

Mann 1 und die Frau spucken ihre Getränke aus und stehen wie versteinert vor Mann 2, der sich als Tobias entpuppt hat. Beide glauben nicht, was sie gerade gehört haben.

Mann: D.d.d.d.d.d.du bist der Tobi?

Mann 2: Ja, der bin ich.

Frau: Das…also das….ist ja….

Mann: Ich weiß…weiß gar nicht… also…..Was machst du denn so?

Mann 2: Ich habe direkt nach der Schule eine kleine Export Firma gegründet, die sofort wie eine Bombe eingeschlagen ist. Danach konnte ich mir einen Personal Trainer leisten, dem ich meine Figur verdanke. Inzwischen beschäftige ich mich nur noch mit dem Aufkaufen von kleineren Unternehmen, um mein Geschäftsfeld erweitern zu können.

Mann: Das ist ja ein Ding…ich bin sprachlos….

Mann 2: Jetzt hab ich aber nochmal eine Frage. Wie hieß die Firma doch gleich, wo ihr arbeitet?

Frau: Meier & Hansen.

Mann 2: Ach ja richtig. Die habe ich übrigens gestern erst gekauft. Ich würde vorschlagen, ihr beide kommt am Montag mal in mein Büro. Mein Gefühl sagt mir, dass wir uns mal über eure Qualifikationen unterhalten sollten. Wäre euch das recht?