Märchensketch: Der Aschenputtel Sketch

Das Märchen Aschenputtel kennt nun wirklich jeder, denn es gilt als eines der beliebtesten Märchen. So also ist es wohl auch weniger verwunderlich, dass wir alle die Geschichte von Aschenputtel ihren bösen Stiefschwestern und natürlich von ihrem Prinzen noch kennen.

Dass es am Ende dann auch noch ein großes Happy End gibt und der Prinz sein Aschenputtel bekommt, nun das wissen sicherlich auch alle. Doch wer nun denkt, dass das Märchen vom Aschenputtel sich nicht als humorvolle Grundlage für heitere Sketche eignet, der irrt.

Denn das Märchen Aschenputtel bietet weit mehr, als aufschlussreiche Lektionen und die Geschichte einer ganz großen Liebe.

Der Aschenputtel Sketch: wie im Märchen, nur lustiger

Denn fast schleichend hat sich eine besondere Version von Aschenputtel auf die deutschen Laienbühnen breitgemacht.

Die Sprache ist vom Aschenputtel Sketch, der längst überall im deutschsprachigen Raum weit verbreitet ist. Doch warum sollte man bei einem Aschenputtel Sketch lachen und was gibt es denn da überhaupt zu lachen?

Aschenputtel, zurück zum Ursprung

Fast alle kennen das Märchen aus der Kinder- und Hausmärchen-Sammlung der Gebrüder Grimm. Sie haben diese Sammlung im 19. Jahrhundert zusammengestellt. Doch die Ursprünge dieser Geschichte reichen weiter zurück und können nicht exakt festgelegt werden.

Genau so, wie beim modernen Aschenputtel Sketch. 2010 hat die Theatergruppe Absdorf den Aschenputtel Sketch in ihrem Programm Show Time 2, vielleicht erstmalig, in dieser Form aufgeführt.

Warum wird gelacht, beim Aschenputtel Sketch?

Pointiert, verkürzt und zugespitzt, das ist wohl das Geheimnis der Komik vom Aschenputtel Sketch. Dort, wo sonst Gefühle und schwülstige Adjektive einem blumigen Happy End zustreben, werden die wohlbekannten Inhalte sachlich und ohne jede Gefühlsduselei vorgetragen. Da wird gelacht, so viel ist sicher.

In welchen Rahmen kann man den Aschenputtel Sketch aufführen?

Dieser Sketch ist geeignet für alle Gelegenheiten, bei denen mehrere Menschen zusammenkommen, um sich zu amüsieren.

Also auf

  • runden Geburtstagspartys,
  • Firmen- oder
  • Ehe-Jubiläumsfeiern.

Auf Schulpartys genau so wie zu festlichen Anlässen im Altenheim. Er kann die Weihnachtsfeier im Betrieb oder die vom Kegelklub bereichern.

Was benötigt man zur Aufführung des Aschenputtel Sketches?

Doch was braucht es letztlich um einen Aschenputtel Sketch genau so aufzuführen, wie er sein muss um herzhaft lachen und eine schöne Zeit verbringen zu können? Nun an sich braucht es für einen guten Aschenputtel Sketch kaum mehr, als für andere Sketche.

Schauspielerisches Talent

Das gute an diesem Sketch ist, dass er auch ohne Probleme vom Blatt abgelesen werden kann. Muss aber eigentlich nicht, denn der Text ist, ebenso wie der Rest, sehr reduziert. Dieser Sketch fordert auch keine schauspielerischen Höhenflüge. Er sollte möglichst betont emotionslos, aber auf den Einsatz genau gebracht werden. Das garantiert die meisten Lacher.

Man benötigt 5 bis 7 Mitspieler, die sich nur geringfügig einer Maske unterziehen müssen. Die Kostümierung besteht lediglich aus hässlichen und schönen Kopfbedeckungen, einer Krone für den Prinzen, einem Zauberstab für die Fee sowie einem klobigen Arbeitsschuh.

Der rechte Rahmen

Dieser Sketch kann auf der Bühne oder einfach nur frontal, vor dem Publikum aufgeführt werden. Dafür wird senkrecht ein großes Laken gespannt. Abwechselnd taucht nun immer der jeweils sprechende Darsteller, nur mit seinem Kopf, über dem Laken auf. An der passenden Kopfbedeckung oder Maske erkennt man sofort wer spricht.

Auch eine Aufführung inmitten der Geburtstagsgesellschaft ist möglich. Hierbei steht der jeweils sprechende Darsteller ruckartig auf, um seinen Text aufzusagen oder auch abzulesen. Danach setzt er sich wieder hin bis zur nächsten Textpassage.

Sketch 1: Viel Aufregung beim Aschenputtel

Längst ist der klassische Aschenputtel Sketch beliebt und weit verbreitet und so stecken viele Sketch Autoren sprichwörtlich ihr Herzblut in ihre kreativen und humorvollen Werke.

Doch was wenn weder Publikum noch die persönliche Muse lange genug warten will, bis es endlich losgeht?

Nun, dann hat man viel Aufregung beim Aschenputtel Sketch!

Was braucht man für den Sketch “Viel Aufregung beim Aschenputtel”?

Um diesen lustigen Aschenputtel Sketch für zwei Personen aufführen zu können, braucht es einen älteren Herren mit Brille sowie eine junge Dame, die die Enkelin spielt.

Ein Stuhl und ein paar Blätter Papier machen dann die Kulisse für den Aschenputtel Sketch „Viel Aufregung beim Aschenputtel Sketch“ perfekt!

Requisiten

  • einige Blätter Papier

Schauspieler

Geschätzte Spielzeit

  • Circa 5 – 10 Minuten

Der Sketch “Viel Aufregung beim Aschenputtel”

Ein älterer Mann mit kleinem Bauchansatz steht in einem weißen Hemd mit durchgescheuertem Kragen, Strickjacke und einer dicken Lesebrille auf der Nase auf der Bühne und doziert. Ab und zu nimmt er die Brille ab, um sein Manuskript, das er in der Hand hält, besser lesen zu können.
Von nebenan dringen gelegentlich Geräusche in sein unmittelbares Universum, die ihn aufhorchen lassen, ihn aber weiter zu keinerlei Reaktionen veranlassen, außer dass er leicht verärgert wirkt. In der hinteren Ecke des Raumes steht ein alter Ofen, ihm gegenüber ein bequemes Sofa mit einem Tisch davor und Teegeschirr darauf.

Der alte Mann: (wartet mit gestrenger Miene, bis sich das Geraune gelegt hat und hebt an) Verehrtes Publikum! Sie haben sich heute hier versammelt, um einen Aschenputtel Sketch auf der Bühne zu erleben, und ich darf Ihnen sagen, dass es sich hierbei um eine ganz besondere Kunstform handelt.

Der alte Mann: (hebt die Stimme etwas) Die Kunst dabei ist nämlich, dass ein Publikum wie Sie, verehrte Herrschaften, vom Gang der Handlung im Aschenputtel Sketch mitgerissen wird und etwas mit nach Hause nehmen kann. Wie stellen wir das an?, werden Sie fragen.

Der alte Mann: (lächelt wissend) Nun, es ist im Grunde ganz einfach und liegt quasi in der Natur der Sache. Denn (er hebt den Zeigefinger) das Aschenputtel nimmt uns einfach mit seinem Liebreiz gefangen.

Der alte Mann: (leidenschaftlich) Es ist so duldsam, so treuherzig und auch so zutraulich bei allem, was ihm widerfährt, dass es das Herz der Menschen rührt. Der Aschenputtel Sketch legt beredtes Zeugnis davon ab.

Der alte Mann: Im Aschenputtel Sketch, meine Damen und Herren, (er wedelt mit dem Manuskript) steckt Herzblut. Und das tropft nicht heraus, es ist (mit Betonung) hineingeflossen.

Der alte Mann: (versonnen) Auf dass es auf immer und ewig im Aschenputtel Sketch steckt. (verspricht sich und korrigiert sich) (wissend) Sie werden es merken, wenn Sie sich die Zeit dafür nehmen, verehrtes Publikum, für diesen grandiosen Aschenputtel Sketch.

Der alte Mann: (leicht konfus) Aber deswegen sind Sie ja schließlich hergekommen heute Abend, und ich darf Ihnen sagen: Gleich geht’s los!

(Es klopft zaghaft an der Tür. Der alte Mann regiert zunächst, als es jedoch heftiger und immer lauter klopft, unterbricht er seinen Vortrag.)

Der alte Mann: (etwas unwirsch) Ja, Herrgott!

(Ein kleines Mädchen tritt herein, festlich gekleidet.)

Der alte Mann: (ein wenig unbeholfen) Was ist denn, Klärchen, mein Schatz?

Das kleine Mädchen (tritt von einem Fuß auf den anderen) Opa, wann geht’s endlich los?

Der alte Mann: (fahrig) Ja, gleich, Schätzchen. Du siehst doch: Ich rede mit den Leuten.

Das kleine Mädchen: (steckt einen Finger ins Ohr) Aber die sind auch schon ganz ungeduldig!

Der alte Mann: (erstaunt) Woher weißt du das?

Das kleine Mädchen: (ganz verschmitzt) Das weiß ich genau, ich merke es!

Der alte Mann: (skandiert) Also gut! Dann heißt es jetzt und ab sofort: Vorhang auf für unseren einzigartigen, epochalen Aschenputtel Sketch.

Sketch 2: Wir schreiben einen Aschenputtel Sketch

Ein jeder kennt das Märchen vom Aschenputtel und ihrem Prinzen.

Doch was ist wenn man aus diesem Märchen einen lustigen Sketch machen will und die Beteiligten bei der Planung so manches Mal den Ernst der Lage verkennen?

Nun dann wird aus „Wir schreiben einen Aschenputtel Sketch“ ein mehr als lustiger Aschenputtel Sketch.

Denn dann wird aus Planung und Vorbereitung lustige Unterhaltung der ganz besonderen Art für Groß und Klein!

Utensilien für den Sketch – Wir schreiben einen Aschenputtel Sketch

Um diesen Aschenputtel Sketch aufführen zu können braucht es einen männlichen Schauspieler der den Regisseur spielt sowie zwei junge Damen die ihrem Regisseur dabei helfen möchten, den Sketch zu schreiben.

Gemeinsam um einen Tisch sitzend kann es dann auch schon losgehen mit diesem lustigen Sketch!

Die Spieldauer beträgt ca. 5-10 Minuten.

Schauspieler

  • 1 Mann und zwei junge Damen

Requisiten

  • 1 Tisch mit 3 Stühlen

Spielzeit

  • Circa 5 Minuten

Der Sketch – Wir schreiben einen Aschenputtel Sketch

Ein junger Mann mit Brille und Weste sitzt mit aufgekrempelten Ärmeln im karierten Hemd am Tisch, ihm gegenüber zwei Mädchen. Sie sind ein bisschen aufgeregt, kichern und tuscheln, er macht ein ernstes Gesicht, kratzt sich mit dem Bleistiftende am Kopf und starrt auf einen Block, den er vor sich liegen hat.

Der Regisseur: (bedächtig) So, ihr Lieben, wir wollen also heute einen einzigartigen Aschenputtel Sketch ins Leben rufen.
(aufgekratz) Habt ihr schon eine Idee?

Babette: (prustet) Wieso wir? (gespielt vorwurfsvoll) Ich denke, du bist der Regisseur.

Sophie: (bestimmt) Ja, genau. Du hast die Ideen, und wir spielen sie vor beim Aschenputtel Sketch.

Regisseur: (kopfschüttelnd) Das seht ihr nicht ganz richtig, Mädels. (belehrend) Die besten Ideen kommen von den Schauspielern. Ich bin derjenige, der die Übersicht behält.

Sophie: (klagend) Ach ja. Wir haben die ganze Arbeit, und du schaust zu.

Regisseur: (eindringlich) Wir müssen zusammenarbeiten, sonst wird das nichts.

Babette: (träumerisch) Na gut. Also ich stelle mir einen schönen Prinzen vor im Aschenputtel Sketch.

Regisseur: (herausfordernd) Soll es wie im Märchen sein? Mit prachtvollen Gewändern und einer prächtigen Kulisse?

Babette: (begeistert) Ja, das wäre toll.

Sophie: (giftig) Und du spielst die böse Stiefmutter!

Regisseur: (erneut den Kopf schüttelnd) So geht das nicht. Die Rollen müssen der Begabung entsprechend verteilt werden.

Sophie: (patzig) Eben.

Babette: (spitz) Da wärst du wohl besser geeignet.

Regisseur: (besänftigend) Nur kein Streit. Wir wollen erst einmal Ideen sammeln.

Sophie: (grinst) Ja, also, ich bin dafür, dass Babette die böse Stiefmutter spielt.
Babette: (schnippisch) Und du das Aschenputtel?

Sophie: (naiv) Brauchen wir es überhaupt?

Regisseur: (bestimmt) Na sicher, Aschenputtel spielt die tragende Rolle in einem Aschenputtel Sketch. Kein Aschenputtel Sketch ohne Aschenputtel!

Babette: (vorlaut) Dann will ich das Aschenputtel sein!

Regisseur: (interessiert) Und warum kannst du das so gut?

Babette: (sich beklagend) Ach, ich muss auch immer alles machen, und keiner bedankt sich dann dafür!

Sophie: (eifrig) Doch schließlich kommt ein schöner Prinz und rettet dich.

Babette: (seufzt) Wenn es doch so wäre!

Regisseur: (beharrt) Im Aschenputtel Sketch ist es so.

Sophie: (verschämt) Dann spielst du den schönen Prinzen. (zeigt auf den Regisseur)

Regisseur (verlegen) Ich bin der Regisseur!

Babette (kichert) Dann musst du jemanden finden, der noch schöner ist!

Sophie: (nachdenklich) Oder wir tauschen die Rollen.

Babette: (überlegt) Wer könnte denn den Prinzen spielen in unserem Aschenputtel Sketch?

Sophie (vorwitzig) Mein Freund, der Marc. Mit einer Krone sieht er sicher gut aus in unserem Aschenputtel Sketch.

Babette: (abschätzig) Kein bisschen sieht der gut aus! Nicht wie ein schöner Prinz in einem Aschenputtel Sketch.

Sketch 3: Aschenputtel fordert Gleichberechtigung

Wir alle kennen das Märchen vom Aschenputtel das gequält von seinen bösen Stiefschwestern erst durch den Prinzen gerettet und in ein schöneres Leben geführt wird.

Doch was wäre, wenn Aschenputtel ganz im Geist unserer Zeit auf Gleichberechtigung pochen würde? Nun das erlebt man mit diesem lustigen Aschenputtel Sketch für zwei Personen!

Utensilien für den Sketch: Aschenputtel fordert Gleichberechtigung

Um diesen Sketch für zwei Personen aufführen zu können braucht es lediglich einen Mann und eine Frau und ein Publikum dass für viel Spaß und große Lacher zu begeistern ist.

Denn mehr braucht es für den lustigen Aschenputtel Sketch „Aschenputtel fordert Gleichberechtigung“

Die Spieldauer beträgt ca. 5-10 Minuten.

Schauspieler

Requisiten

  • keine

Spielzeit

  • Circa 5-10 Minuten

Der Sketch – Aschenputtel fordert Gleichberechtigung

Ein junger Mann und ein junges Mädchen hocken auf der Mauer und schlenkern mit den Beinen. Er wirkt etwas bedrückt, sie scheint neugierig darauf, zu erfahren, was wohl dahintersteckt.

Sie weiß, dass der Geburtstag seines Vaters näherrückt und sie weiß auch, dass es ein runder ist. Er hat ein schlechtes Gewissen, weil er bei der letzten Geburtstagsfeier unangenehm aufgefallen ist.

Sie: (besorgt) Was ist denn?

Er: (druckst herum) Ach, du weißt doch, mein Vater hat Geburtstag! Und dann auch noch den 50.!

Sie: (schmunzelnd) Und du hast ein schlechtes Gewissen, weil du im letzten Jahr ein bisschen aus der Rolle gefallen bist.

Er: (gedehnt, verlegen) Jaa. Ich müsste ihm was ganz Besonderes schenken, um die kleine Scharte wieder auszuwetzen.

Sie: (grinst) Das verstehe ich nur zu gut. (versöhnlich) Wie wäre es mit einem persönlichen Geschenk?

Er: (erleichtert) Ja, das wäre was. (überlegt) Aber was könnte das sein?

Sie: (begeistert) Ein Sketch! Ein Aschenputtel Sketch!

Er: (zweifelnd) Aschenputtel Sketch? Klein-Mädchen-Träume und ich als weißer Prinz? Das glaubst du wohl selbst nicht.

Sie: (eifrig) Aschenputtel Sketche sind längst aus dem Märchenalter heraus. Sie zeigen auch, wer heutzutage alles was zu leiden hat.

Er: (betroffen) Ja, ich zum Beispiel unter dem Geburtstag meines Vaters!

Sie: (verschmitzt) Dann nehmen wir das als Aufhänger für unseren Aschenputtel Sketch!

Er: (lakonisch) Da hänge ich mich besser gleich selbst auf!

Sie: (wegwerfend) Ach! (gut zuredend) Du musst immer alles gleich so ernst nehmen. Ein Aschenputtel Sketch ist lustig.

Er: (deprimiert) Ein Aschenputtel Sketch ist lustig und ich bin halb verzweifelt.

Sie: (eifrig) Das lässt sich schnell ändern, du wirst schon sehen. Pass mal auf!

*(Sie nimmt ein Stück Papier heraus und einen Stift, zeichnet, gestikuliert und gerät immer mehr in Bewegung. Er gibt sich erst reserviert, taut langsam auf und zeigt erste Anzeichen von Begeisterung.

Sie betrachtet ihr Werk mit etwas Abstand, überlegt, nimmt Änderungen vor und scheint schließlich zufrieden zu sein. Er nicht anerkennend, tätschelt ihr die Schulter und beweist damit seine Zustimmung.)*

Er: (hoffnungsvoll) Mensch, das ist gar nicht schlecht. Wo hast du gelernt, einen Aschenputtel Sketch auf die Schnelle aus dem Hut zu zaubern?

Sie: (geschmeichelt) Das ist nicht so schwer. Man braucht nur etwas Fantasie dafür, ein wenig Ausdauer und den Willen, es zu schaffen.

Er: (anerkennend) Typisch Frau! Ihr habt halt ein Händchen für so was.

Sie: (abwehrend) Von wegen! Auch Männer haben doch Gefühle. Sie müssen nur lernen, sie auch zu zeigen.

Er: (beschämt) Jedenfalls danke ich dir, dass du mir aus dieser Verlegenheit geholfen hast. Jetzt müssen wir es nur noch auf die Bühne bringen!

Sie: (beherzt) „Das klappt schon noch. Wir schaffen das.“

Sketch 4: Aschenputtel hat Geburtstag

Der Glaube an das Gute im Menschen, er ist weit verbreitet und zum Glück in den meisten Fällen auch begründet. Doch was wenn man eben diesen Glauben an das Gute im Menschen zu verlieren droht?

Nun, dann gibt es hoffentlich eine tolle Überraschung die alle traurigen Gedanken verblassen lassen und Freunde und Spaß zurück ins Leben bringen. Genauso wie es im Sketch “Aschenputtel hat Geburtstag” passiert, denn hier wird aus einem traurigen kleinen Aschenputtel ein glückliches Geburtstagskind!

Utensilien für den Sketch “Aschenputtel hat Geburtstag”

Für diesen lustigen Aschenputtel Sketch braucht man mindesten drei Personen (wenn genügend Personen anwesend sind, kann die Anzahl der Mitspieler beliebig erhöht werden) und eine Kulisse, die einem typischen Jugendzimmer ähnlich ist und schon kann der Sketch Aschenputtel hat Geburtstag viel Spaß und Freude verbreiten!

Schauspieler

  • Mind. 3 Personen

Spielzeit

  • Circa 5 – 10 Minuten

Der Sketch “Aschenputtel hat Geburtstag”

Ein fast erwachsenes Mädchen sitzt in ihrem Zimmer auf dem Bett, spielt mit ihren Haaren und hat einen Kopfhörer aufgesetzt. Sie wippt im Takt der Musik, hat die Augen geschlossen.
Plötzlich schlägt sie ihre Augen auf, nimmt den Kopfhörer ab und blickt traurig vor sich hin. Sie schaut betrübt hierhin und dorthin, seufzt tief und beginnt zu sprechen.

Aschenputtel: (traurig) Wisst ihr, ich habe nämlich heute Geburtstag, und kein Mensch hat mir gratuliert. Alle tun so, als ob es mich gar nicht gäbe!

(Zwischenruf aus dem Publikum: Herzlichen Glückwunsch!)

Aschenputtel: (lächelt wehleidig) Ja, danke. Das ist wirklich nett von Ihnen!

Aschenputtel: (hadert mit ihrem Schicksal) Aber all die anderen! Meine Familie, meine Freunde – wenn ich überhaupt Freunde habe!

Aschenputtel: (klagt) Was habe ich ihnen nur getan? Ich bin allzeit für sie da, habe immer ein offenes Ohr für ihre Sorgen, sehe niemals über sie hinweg.

Aschenputtel: (bekümmert) Da sollte man doch meinen, dass sie auch einmal an mich denken. Wenigstens an meinem Geburtstag!

Aschenputtel: (klagt) Ach, es ist ein Trauerspiel. Wie können Menschen so gemein sein?

Ein Junge betritt den Bühnenraum von der Seite, Aschenputtel blickt auf.

Der Junge: (ungehalten) Hast du mein Handy?

Aschenputtel: (schüttelt den Kopf, aufrichtig) Nein!

Der Junge: (argwöhnisch) Ich dachte schon, du hättest es versteckt!
(Er macht kehrt und verlässt die Bühne.)

Aschenputtel: (betroffen) Warum … sollte ich das tun? Alle denken immer nur Schlechtes. (zuversichtlich) Dabei ist die Welt doch schön und bunt, und voller Freuden!

Aschenputtel: (lächelt verschmitzt) Man muss sie nur miteinander zu teilen wissen. (wütend) Und ich sitze hier allein an meinem Geburtstag!

Aschenputtel (verträumt) Dabei könnte man ganz nette Dinge tun. (wegwerfend) Ach, ich will gar nicht daran denken.(setzt ihren Kopfhörer wieder auf und wippt im Takt der Musik)

Plötzlich erhebt sich ein Getrappel, von allen Seiten strömen Leute herbei, junge und auch ältere. Sie haben Geschenke dabei und nehmen im Halbkreis Aufstellung.
Aschenputtel hat die Augen geschlossen und nichts davon bemerkt. Ihre Freundin tritt einen Schritt vor und berührt sie an der Schulter.
Aschenputtel erschrickt und nimmt verwundert den Kopfhörer ab.

Alle: (im Chor) Happy birthday, Aschenputtel! (sie reden durcheinander, tuscheln und grinsen)

Freundin: Wir haben dir auch etwas mitgebracht. (überreicht ihr ein bunt schillerndes Päckchen mit einer bunten Schleife) Weil du so eine gute Freundin und so ein netter Mensch bist!

Aschenputtel: (wickelt aus und strahlt vor Freude) Und ich dachte schon …

Freundin: Deswegen haben wir dich auch ein bisschen zappeln lassen. Damit du den Mut nicht verlierst.

Aschenputtel: (entrüstet) Ich, und den Mut verlieren? Im Leben nicht!

Sie herzen sich und gratulieren, überreichen die Geschenke, Aschenputtel packt sie alle aus. Die Geburtstagsfeier kann beginnen.

Sketch 5: Ein Aschenputtel Sketch ist Teamarbeit

Das schöne Märchen “Aschenputtel” ist eine Geschichte, die wir alle kennen. Wenn das gute Aschenputtel mit einem Mal ganz alleine dasitzt, da bleibt nur noch wenig Zeit, um sich für den Ball vorzubereiten.

Doch das traurige Schicksal unseres Aschenputtels wird in diesem lustigen Aschenputtel Sketch schnell zur echten Teamarbeit mit viel Spaß und ganz großen Lachern!

Was braucht man für den Sketch “Ein Aschenputtel Sketch ist Teamarbeit”?

Um diesen lustigen Aschenputtel Sketch aufführen zu können braucht es nur eine Frau, die das Aschenputtel spielt und Zuschauer die auf einen ganz besonderen Sketch mit großen Lachern Lust haben.

Als Kulisse dient hierbei ein farbenprächtiges Bühnenbild, welches im besten Fall ein Schloss zeigt.

Schauspieler

  • 1 Person

Requisiten

  • keine

Spielzeit

  • Circa 5 Minuten

Der Sketch: “Ein Aschenputtel Sketch ist Teamarbeit”

Aschenputtel sitzt mutterseelenallein in zerlumpter, oft geflickter Kleidung auf dem Boden, zuckt ab und zu die Schultern und seufzt. Im Hintergrund ist ein farbenprächtiges Bühnenbild zu erkennen, vor sich hat sie eine große Schale mit Kartoffeln, die sie unablässig schält und anschließend in einen Wassereimer plumpsen lässt.

Aschenputtel: (traurig) Ach, nun sitzt ich hier, (schaut sich um) ganz allein auf der Welt, und keiner kommt. Dabei wollten alle mitspielen.

Aschenputtel: (erklärend) Wir wollten nämlich heute unseren Aschenputtel Sketch aufführen, wisst ihr? Vor schöner Kulisse, (sie zeigt mit einer ausladenden Armbewegung hinter sich) (verschämt) mit einem schönen Prinzen und (freudestrahlend) mit vielen prächtigen Gewändern.

Aschenputtel: (betrübt) Die ich alle nähen musste, ganz allein. (reckt sich) Zwar kann ich das recht gut und auch ziemlich fix, (erzürnt) aber glaubt ihr vielleicht, auch nur einer hätte mir dabei geholfen?

Aschenputtel: (vorwurfsvoll) Dabei wollten sie alle mitspielen, und keiner konnte schön genug sein. Und wo sind sie jetzt?

Aschenputtel: (lamentierend) Wie oft habe ich etwas geändert, war dies nicht recht und jenes auch nicht. Immer musste Aschenputtel ran für ihren Aschenputtel Sketch, (gekränkt) der eigentlich mein Aschenputtel Sketch sein sollte, wo ich doch das Aschenputtel bin.

Aschenputtel: (sich selbst gut zuredend) Und das habe ich nun davon. Keiner stört mich, kann in Ruhe meine Arbeit tun, denn (nickt vielsagend) Sie wollen ja auch essen.

Aschenputtel: (schicksalsergeben) Was ich gut verstehen kann. Schließlich müssen sie bei Kräften bleiben, damit sie auch gut spielen können. (ungehalten) Doch wo bleiben sie denn nur?

(Die Tür fliegt auf, ein frecher Junge steckt den Kopf herein.)

Frecher Junge: (prustet los) Na, ist der Prinz schon da? (Er verschwindet kichernd, schlägt die Türe zu.)

Aschenputtel (erschrickt, streicht sich eine Locke aus der Stirn) Ach, der will mich nur ärgern. So ein frecher Fratz!

Aschenputtel: (atmet tief durch) Wenigstens sind die Kartoffeln gleich geschält, dann schneide ich sie noch in Scheiben und kann sie auch bald braten. Vielleicht hat ja jemand das Feuer im Herd schon entzündet?

Aschenputtel (schaudert) So wie es ausschaut, nicht. Wenn doch der Aschenputtel Sketch nur bald beginnen könnte!(freudig) Ich freue mich nämlich schon die ganze Zeit darauf.

Aschenputtel: (munter) Ein Aschenputtel Sketch ist nämlich eine feine Sache, wisst ihr? (treu) Deswegen seid ihr wohl auch hergekommen. Könnt ihr es noch erwarten?

Aschenputtel: (vollmundig) Ich kann euch sagen: Wir haben uns eine Menge ausgedacht. Das wird euch freuen und wahrscheinlich auch ein bisschen nachdenklich machen.

Aschenputtel: (räsonierend) Es kann ja gar nicht schaden, wenn man ab und zu ein wenig nachdenkt über das, was man so treibt tagein, tagaus. Womöglich bringt das den einen oder anderen doch dazu, sich ein wenig zu ändern.

Aschenputtel (triumphierend) Und manchen treibt es gar zur Einsicht.

(Plötzlich bricht ein ziemliches Getöse aus, sämtliche Darsteller trampeln herein und nehmen der Reihe nach Aufstellung.)

Sketch 6: Aschenputtel wird gemobbt

Nicht immer muss ein lustiger Aschenputtel Sketch sich an die Vorgaben aus dem Märchen halten, nein auch mit modernen Einflüssen lässt sich, basierend auf dem klassischen Märchen, ein humorvoller Sketch für einfach jeden Anlass schaffen.

Ein eben solcher lustiger Aschenputtel Sketch ist unser Sketch “Aschenputtel wird gemobbt”. Denn in eben diesem lustigen Stück geht es um ein Aschenputtel, das durchaus zu kontern weiß und das natürlich mit flotten Sprüchen und märchenhafter Ruhe zwischen den großen Pointen.

Utensilien für den Sketch “Aschenputtel wird gemobbt”

Um diesen Aschenputtel Sketch aufführen zu können braucht es drei Schauspieler die das Aschenputtel sowie zwei Klassenkameraden spielen sowie eine Sitzgelegenheit, die einem Schultisch samt Stuhl ähnlich ist.

Mit einem humorvollen Publikum abgerundet ist so, die perfekte Kulisse für den Aschenputtel Sketch „Aschenputtel wird gemobbt“ auch schon fertig…

Die Spieldauer beträgt ca. 5-10 Minuten.

Requisiten

  • Schultisch mit Stuhl

Schauspieler

Spielzeit

  • Circa 5 – 10 Minuten

Der Sketch – Aschenputtel wird gemobbt

Ein Mädchen sitzt im Klassenraum. Aschenputtel ist schon da, bevor der Unterricht beginnt. Sie hat ein paar Kilos zugelegt. Den Kopf in die Hände gestützt, starrt sie bedrückt vor sich hin, als zwei ihrer Mitschüler hereinstolpern.

Der eine: (hämisch grinsend) Na, du fette Kuh!

Der andere: (feixt) Sie wäre genau richtig für einen Aschenputtel Sketch!

Der eine: (überzeugt) Genau! In Sack und Asche fällt sie gar nicht weiter auf.

Der andere: (stupst sie an) Und was meinst du dazu?

Aschenputtel: (teilnahmslos) Ich habe euch nicht zugehört. Was habt ihr gesagt?

Der eine: (schlägt sich auf den Schenkel) Und taub ist sie auch noch!

Aschenputtel: (zurechtweisend) Ich bin nicht taub, ich höre sehr gut, wenn einer was zu sagen hat. (gelangweilt) Und ihr erzählt doch immer nur dasselbe!

Der andere: (scheinbar empört) Jetzt hör’ sich einer das an!

Aschenputtel: (scharfzüngig) Ja, Tag für Tag den gleichen Mist. Als ob ihr niemals schlauer würdet!

Der eine: (aufgebracht) Das muss ich mir nicht sagen lassen!

Der andere: (baut sich vor ihm auf) Wenn es doch aber stimmt!

(Sie gehen aufeinander los und raufen sich, ohne dass es zu ernstlichen Verletzungen käme. Was sie sagen, kann man kaum verstehen, wohl erkennen, dass sie sich gegenseitig beschuldigen.)

Aschenputtel: (feuert sie an) Ja, hau drauf, Junge. Es trifft immer den Richtigen.

(Sie lassen voneinander ab und richten sich einigermaßen wieder her.)

Der eine: (gereizt) Was mischt du dich überhaupt ein, wenn wir hier was zu klären haben?

Aschenputtel: (scheinheilig) Worum ging’s denn?

Der andere: (vorwurfsvoll) Ja, um dich doch, irgendwie …

Aschenputtel: (mit feinem Lächeln) Um mich braucht ihr euch nicht zu prügeln. Ich bin doch viel zu fett.

Die Jungs blicken etwas betreten und ratlos zu Boden, der Lehrer betritt das Klassenzimmer und mit ihm einige Schüler, die sich ihre Plätze suchen.

Lehrer: (schmunzelnd) Na, die Herren, schon ordentlich Dampf abgelassen heute Morgen?

Der eine und der andere: (stotternd) Ja, öhh … Nein, Herr Kunze. Wir … ähh … sind ganz versessen auf den Unterricht.

Lehrer: (nüchtern) Ja, klar. Und vorbereitet seid ihr auch?

Der eine: Vorbereitet? Auf was denn?

Lehrer: Wenn ich mich recht entsinne, wolltet ihr uns heute was erzählen zum Thema: Mobbing im Klassenzimmer, dargestellt in einem Aschenputtel Sketch.

Der eine: Ja, öhh, da braucht man sich ja nur ein bisschen umzusehen. Jeder feixt sich eins, wenn einem mal nichts Rechtes einfällt, und mittendrin sitzt unser Aschenputtel und freut sich, was sie da wieder angestellt hat.

Lehrer: (um Beherrschung bemüht) Ja, das kannst du uns dann später noch genau erläutern. Vorher soll noch dein Kollege zu Wort kommen. (wendet sich an den anderen)

Der andere: Ja, also. Ich kann dazu nichts sagen.

Sketch 7: Die Generalprobe

Das Märchen vom Aschenputtel kennt einfach jedes Kind, und da es auch noch so schön romantisch ist und wichtige Lektionen mit sich bringt, verwundert es wohl weniger, dass viele Schulen gerne auf dieses Märchen zurückgreifen, um eigene Aufführungen einzustudieren.

Doch was, wenn die Generalprobe des eigenes einstudierten Aschenputtel Sketch nicht ganz so verläuft, wie man es vielleicht gerne hätte? Nun, dann befindet man sich womöglich mitten drin in dem lustigen Sketch „Die Generalprobe“

Was braucht man für den Sketch “Die Generalprobe”?

Um diesen Sketch aufführen zu können, benötigt man 4 Schauspieler sowie eine Handvoll Requisiten, die zu einer Aufführung eines Schulsketches passen könnten.

Eine Sporttasche und ein wenig Kostümzubehör in Form von Zepter, Krone, Stoffen oder aber Make-up eigenen sich perfekt, um die Stimmung dieses lustigen Aschenputtel Sketch perfekt in Szene zu setzen.

Schauspieler

  • 4 Personen

Requisiten

  • eine Sporttasche
  • Kostümzubehör in Form von Zepter, Krone, Stoffe und Co.

Geschätzte Spielzeit

  • Circa 10 Minuten

Der Sketch “Die Generalprobe”

Im Klassenzimmer herrscht ein ziemliches Durcheinander. Alle sind ein wenig aufgeregt, denn am Sonntag soll der in eigener Regie unter fachkundiger Anleitung entstandene Aschenputtel Sketch aufgeführt werden.

An den Wänden hängen Bilder von prachtvollen Dekorationen und Aufnahmen, die zeigen, wie fantasievoll andere Teams den Aschenputtel Sketch inszeniert haben. Die Kinder zeigen ab und zu darauf, imitieren, was dort zu sehen ist, beratschlagen, wägen ab und machen sich so ihre Gedanken. Die Lehrerin betritt den Raum mit einer schweren Tasche im Gepäck.

Die Lehrerin: (ächzt und keucht und müht sich ab, die Kinder sitzen in gespannter Erwartung plötzlich mucksmäuschenstill) Ihr hättet mir auch ruhig ein bisschen helfen können. Ab jetzt muss einer dem anderen helfen, wenn unser Aschenputtel Sketch gelingen soll.

Die Kinder kichern.

Die Lehrerin: (feierlich) Ihr wisst ja, dass am Sonntag unser Aschenputtel Sketch aufgeführt werden soll. (betont) Alle Karten sind verkauft. (freudig) Es werden viele Zuschauer kommen.

Die Lehrerin: (ernst) Und da wollen wir uns ja nicht blamieren. Habt ihr denn auch alle fleißig geübt für unseren Aschenputtel Sketch?

Alle: (im Chor) Jaaaa.

Ein vorwitziges Mädchen: Aber ich will doch lieber die böse Stiefmutter spielen.

Die Lehrerin: (rigoros) Dafür ist es jetzt zu spät, Marie. Alle Rollen im Aschenputtel Sketch sind verteilt und einstudiert. (Marie schmollt)

Die Lehrerin: Ich habe hier (sie legt die Hand auf ihre mitgebrachte Tasche) die Kostüme zum Anprobieren, und wir wollen einmal sehen, ob sie auch richtig passen.

Sie verteilt schöne Stoffe, Krone und Zepter, die Kinder bewundern sie, breiten sie aus und probieren sie an, Marcel albert mit der Krone herum.

Die Lehrerin: (etwas lauter und bestimmt) Marcel, lass das bleiben. So wirst du nie ein schöner Prinz und außerdem geht die Krone kaputt. (zweifelnd) Willst du sie reparieren?

Marcel: (herrisch) Nein, ich trage sie nur. Schließlich bin ich der Prinz!

Die Lehrerin: (erstaunt) Wo ist denn eigentlich Aschenputtel?

Marie: (vorwitzig) Sitzt draußen und heult.

Die Lehrerin: (ahnt Böses) Warum das denn?

Marcel: (unschuldig) Wir haben ein bisschen mit ihr geübt. (schelmisch) Das hat sie wohl nicht ganz verkraftet.

Marie: (schnippisch) Ob sie überhaupt die Richtige für diese Rolle ist?

Die Lehrerin: (ermahnend) Also, jetzt aber Schluss damit. Marcel, du gehst sofort zum Aschenputtel und entschuldigst dich bei ihr!

Marcel schiebt protzend ab, zwei Mädchen folgen ihm in gespannter Erwartung.

Die Lehrerin: (entrüstet) Ohne Aschenputtel platzt die ganze Aufführung. Wir finden nicht so schnell Ersatz für sie!

Marie: Ich kann auch das Aschenputtel sein.

Die Lehrerin: (ärgerlich) Ach, Marie! Du bist viel zu frech und zu vorlaut dafür. Aschenputtel sind sanft und geduldig und schon gar nicht neidisch!

Marie ist beleidigt.

Dass die Temperamente ein wenig über die Stränge schlagen im Vorfeld einer großen Aufführung, wenn das Lampenfieber um sich greift, ist ja verständlich. Sie zu zügeln, ist nötig, damit der Auftritt gelingt.

Sketch 8: Aschenputtel in der Disco

Aschenputtel, ihre bösen Stiefschwestern und der wundervolle Prinz, der am Ende mit Aschenputtel glücklich bis zum Ende ihrer Tage lebt. All das ist uns allen sicherlich vertraut und jeder von uns hat zumindest einmal im Leben das Märchen Aschenputtel gelesen oder gehört.

Doch hat sich schon einmal jemand vorgestellt, wie dieses Märchen heutzutage an einem Freitagabend verlaufen würde, wenn alle sich für die Disco fertigmachen? Nein? Nun in diesem Sketch passiert genau das! Denn „in der Disco“ ist ein lustiger Aschenputtel Sketch, der die lieb gewonnenen Märchenfiguren einfach mal in unsere Zeit holt und in die Disco schickt!

Was braucht man für diesen Märchensketch?

Um diesen lustigen Aschenputtel Sketch aufführen zu können benötigt man vier Schauspieler, wovon nur einer ein Mann ist und natürlich die passende Stimmung.

Denn in der Disco ist ein moderner Aschenputtel Sketch der die Vorbereitungen wie auch Probleme des lieben Aschenputtels an einem Partyabend in der Disco thematisiert.

Die Spieldauer beträgt etwa 10 Minuten.

Schauspieler

  • 4 Personen

Requisiten

Spieldauer

Ca. 10 Minuten

Der Sketch – Aschenputtel in der Disco

Der schöne Prinz steht mit verschränkten Armen an der Ecke der Tanzfläche und blickt versonnen vor sich hin.

Zwei aufgebrezelte Schönheiten tanzen ihm vor der Nase herum, zeigen, was sie haben und was sie können, und kommen sich dabei gelegentlich ins Gehege, was zu kleinen Reibereien führt.

Aschenputtel sitzt ein Stück entfernt vom Prinzen still in der anderen Ecke, nippt ab und zu an ihrer Cola, übt sich in Bescheidenheit. Der Prinz versucht gelegentlich, Blickkontakt mit ihr aufzunehmen, worauf sie nur verhalten reagiert.

Eine der Schwestern: (herausfordernd) Hey, Süßer, komm doch ein bisschen zu uns und zeig uns, was du drauf hast!
Der Prinz: (kühl) Nein, danke. Ich muss meine Kräfte schonen.
Die andere Schwester: (bedeutungsvoll) Hast wohl nachher noch was vor mit (blickt abfällig zu Aschenputtel) der da?

Aschenputtel blickt sie fragend an.

Aschenputtel ist nicht von dieser Welt

Die andere Schwester: (gereizt) Ja, glotz nicht so! Sieht doch jeder, dass er Augen nur für dich hat.
Aschenputtel errötet.

Die erste Schwester: (gehässig) Und rot werden kann sie auch noch! Ist es nicht ein Trauerspiel?
Zweite Schwester: (stemmt sich die Hände in die Hüften und stampft mit dem spitz beschuhten Fuß auf) Jaaa … wie im Märchen!

Aschenputtel ist kein fashion victim

Erste Schwester: (zeigt mit ausgestrecktem Zeigefinger) Sieh dir bloß mal ihre Schuhe an. Frisch aus dem Ausverkauf bei Woolworth!
Zweite Schwester: (abfällig) Das muss ja ewig her sein. Und genauso sehen sie auch aus!
Erste Schwester: (an ihre Schwester gewandt) Das müssen wir ändern! (stapft los, während es ihre Schwester es ihr nachtut, wobei sie aneinandergeraten und wutentbrannt beginnen, auf die andere einzuprügeln – erst gemessen, dann immer wilder)

Der schöne Prinz geht auf Aschenputtel zu.

Kein Gesprächsbedarf zu erkennen

Der Prinz: (siegessicher) Komm, lass uns hier verschwinden.
Aschenputtel:** (skeptisch) Ach ja? Wohin denn?
Der Prinz: (schon etwas verunsichert) Wo wir in Ruhe reden können.
Aschenputtel:* (offenherzig)* Reden? Worüber?

Wer ist der Schönste im ganzen Land?

Der Prinz: (stottert) Na ja, ich dachte …
Aschenputtel: (schroff) Du hältst dich für den Schönsten weit und breit und meinst, keiner könnte dir widerstehen.
Der Prinz (verunsichert) Ich wollte nur mit dir reden.
Aschenputtel: (abweisend) Das hättest du längst tun können!

Aschenputtel lässt den Prinzen abblitzen

Der Prinz wendet sich betroffen ab und geht auf die beiden Schwestern zu, die sich mittlerweile am Boden der Tanzfläche nach Kräften balgen. Er versucht, sie zu trennen, wobei sich beide auf ihn stürzen und ihn in ihr Gerangel mit einbeziehen. Er hat ordentlich was einzustecken.

Aschenputtel: (wendet sich ans Publikum) Da sieht man mal, wohin Neid und Missgunst, Eifersucht und Eitelkeit führen können.

Sie geht zur Seite, schleppt einen gut gefüllten Wassereimer, den sie gezielt mit Schwung auf die ineinander Verkeilten auf der Tanzfläche entleert. Die rappeln sich auf, schütteln sich – alle Schönheit ist dahin, die aufgetragene Farbe stark verlaufen.

Aschenputtel: (besieht sich den von ihr angerichteten Schaden, prüft, wägt ab) Naja, das lässt sich richten.

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