Bauern Sketche, ungewollt komisch

Von vielen Klischees lebt der Bauernwitz, die Beliebtheit von “Büttenwarder” ebenso wie die Kultsendung “Bauer sucht Frau”. Als aufgeklärter Bürger, weiß man, dass längst nicht jeder Bauer in dieses Klischee passt, aber lustig ist es halt trotzdem.

Denn bei allen Vorurteilen, auch ein wenig Neid auf das Landleben ist dabei. Sind es letztendlich nicht immer die Bauern, die in Notzeiten am besten, als Selbstversorger, über die Runden kommen?

Was macht einen echten Bauern aus?

Keine Frage, das Landleben ist hart, hat aber auch seine lustigen Seiten.

Einen echten Bauern bzw. eine echte Bäuerin machen folgende Charaktereigenschaften aus:

  • archaisch
  • leicht verschroben
  • wortkarg
  • nicht intellektuell und dafür
  • äußerst sturköpfig

Der Normalbürger schaut mit einer Mischung aus Romantik und Unverständnis auf das Landleben. Einerseits der Traum von Selbstversorgung und Unabhängigkeit, auf der anderen Seite, harte Arbeit von früh bis spät, das ganze Jahr ohne Urlaub.

Aus eben diesen Klischees und den ambivalenten Gefühlen dem Landleben gegenüber, ergibt sich ein reicher Fundus, aus dem man schöpfen kann, wenn es um Bauern Sketche geht.

Der Bauer und das liebe Vieh

Die Mitwirkenden eines Bauern Sketches lassen sich beliebig um Kühe, Pferde, Schweine, Fliegen und Hühner erweitern. Das ist ein weiterer Vorteil, wenn es darum geht, lustige Pointen für Sketche zu (er)finden.

Wie hier zum Beispiel: “Klein Franzl, wo willst´ denn mit dem Bullen hin?” – “Zum Stoltinger Bauern, die Kuh decken!” “Aber geh´ Franzl, kann das denn nicht besser dein Vater machen?” “Nee, Herr Pastor, das muss der Bulle schon selber machen …!”

Der Bauer, wortkarg in Mundart

Egal ob es der sture Friesenbauer ist oder der halsstarrige Sepp aus Bayern. Wenn es gelingt, einen Bauern Sketch in Mundart zu präsentieren, ist das gewiss ein großes Plus an Unterhaltungswert. Das macht aber nur Sinn, wenn die Mundart einigermaßen gekonnt und lässig über die Lippen kommt.

Städter trifft Bauer, im Sketch

Eine weitere Facette lässt sich mit einem Bauern Sketch erzielen, stellt man dem Bauern einen Städter zur Seite. Dabei ist es völlig egal, wer letztendlich Oberwasser hat, lustig ist solch ein Aufeinanderprallen verschiedener Kulturen fast immer, zumindest auf der Bühne.

Das Prinzip wäre in etwa dieses hier: Da kommt ein Städter aufs Land und fragt einen Bauern auf seiner Alm nach der Uhrzeit. Daraufhin hebt der Bauer das Euter der Kuh etwas an und antwortet: “Zwölf.” Da staunt der Städter: “Wow, Sie können an der Schwere des Euters genau feststellen wie viel Uhr es ist!?” – “Nein, aber als ich das Euter angehoben habe, konnte ich die Kirchturmuhr sehen!”

Bauern Sketche, einfache Ideen für Kulisse und Kostüme

  • grüne Cordhose
  • Hosenträger
  • kariertes Flanellhemd
  • Bauernhut
  • Schürze
  • Strohballen, eventuell etwas Streu vom Meerschweinchen, Kaninchen
  • Altmodische Kücheneinrichtungsgegenstände
  • Leinwand im Hintergrund: Bild von Feldern oder einem Bauernhof
  • Tonaufnahme Hintergrundgeräusche: Fliegensummen, Gegacker, Stallgeräusche, etc.

Bauern Sketche, konkrete Ideen

Wer keine passenden Skripts für Sketche findet oder selber schreiben mag, der hat noch einige andere Möglichkeiten:

Bauer sucht Frau: Frei nach diesem allgemein bekannten und beliebten Format lassen sich wunderbare Szenen nachstellen. Einige Beispiele hierzu findet man auch als Video im Internet.

Bauernwitze: Bauernwitze gibt es wie Fliegen im Kuhstall. Am besten für kleine Szenen sind Dialogwitze.

Man könnte vier bis fünf kurze Szenen, also Witze, spielen, jeweils getrennt von einem herzzerreißendem “Muuuuh” oder Hühnergegacker als akustisches Signal.

Bauernregeln: Bestens als Ein-Personen-Stück geeignet. Davon gibt es inzwischen jede Menge und bei Weitem nicht alle handeln vom Wetter. Wie diese hier zum Beispiel: “Rutscht dem Knecht im Mai die Hose, war´s Gummi im April schon lose.”

Sketch 1: Bauernkaffeeklatsch

Sketche über das Landleben sorgen auf jeder Party für Stimmung. Gerade, wenn die Schauspieler aus der eigenen Familie kommen, gibt es mit diesen Sketchen immer eine Menge zu lachen.

Mit Spaß an der Schauspielerei wird dieser Sketch über das Landleben ein wahrer Knaller auf Ihrer Familienparty.

Worum geht es in Sketchen über das Landleben?

Oftmals handeln Sketche über das Landleben von mehrere Bauern, die sich unterhalten und dabei Witze über ihren Alltag machen. In diesem Sketch ist alles anders, hier geht es um die Bauersfrauen.

Landleben Sketche müssen nicht immer nur von Männern handeln. In jedem Familienkreis gibt es mit Sicherheit auch genügend Damen, die gerne einmal auf der Bühne stehen möchten.

In diesem Landleben Sketch geht es um vier Bauersfrauen, die an einem Kaffeetisch zusammensitzen. Sie unterhalten sich über ihr Leben und ihre Männer. Dabei kommt es zu einigen sehr lustigen Dialogen.

Was braucht man für diesen Landleben Sketch?

Dieser Sketch ist sehr einfach aufzuführen. Alles was man braucht, findet man in jedem Haushalt. Die Schauspielerinnen müssen natürlich bäuerlich gekleidet sein. Ansonsten sitzen sie einfach an einem Tisch bei einem netten Kaffeeklatsch zusammen und führen einen äußerst amüsanten Dialog.

Für diesen Bauern Sketch braucht man einen Tisch, vier Stühle, bäuerliche Kleidung für die vier Frauen und einen gedeckten Tisch mit Kaffee und Kuchen.

Requisiten

  • 1 Tisch
  • 4 Stühle
  • Bauernkleidung
  • Kaffee und Kuchen

Schauspieler

  • 4 Frauen

Spieldauer

Ca. 5 – 10 Minuten

Der Sketch “Bauernkaffeeklatsch”

(Der Sketch beginnt damit, dass die vier Frauen am Tisch sitzen und sich angeregt unterhalten. Dann steigt das Publikum in das Geschehen ein.)

Hannelore: So Mädels. Es wurde mal wieder Zeit, dass wir einen Nachmittag zusammen verbringen. Ich liebe meinen Karl ja wirklich, aber manchmal muss man sich auch mal unter die angenehme Gesellschaft anderer Frauen bringen.

Anne: Da hast du Recht. Mein Heiner schläft auch schon seit drei Wochen im Stall neben seiner Erna. Sie erwartet ein Kalb und er will unbedingt dabei sein.

Hannelore: Wann ist es denn soweit?

Anne: Eigentlich hätte es schon vor einer Woche kommen sollen.

Hannelore: Ich sag dir was: Solange dein Heiner neben der Kuh liegt, denkt die doch, dass das Rindvieh schon da ist. Kein Wunder, dass das Kalb nicht kommt.

Anne: Hahaha…ja das könnte sein. Vielleicht sollte ich das meinem Heiner mal sagen.

Marie: Der Jupp ist auch nicht besser. Steht der seelenruhig vor dem Haus und stützt sich faul auf seinem Besen ab. Kurze Zeit später kommt der Pastor und fragt ihn, ob unsere Pferde und Kühe rauchen.

Hannelore: Wie kommt der denn da drauf?

Marie: Na, der Stall hat gebrannt.

Hannelore: Und konntet ihr das Feuer löschen?

Marie: Nur mit allergrößter Not. Der Jupp war außer sich. Ruft die ganze Zeit laut: Feuriho, Feuriho. So hat er es von seinem Opa gelernt.

Hannelore: Aber das ist doch total aus der Mode. Heutzutage ruft man doch die 112.

Marie: Das hat er auch gemacht, nachdem ich ihm das gesagt habe. (Steht auf und hebt die Arme:)1 1 2!!! 1 1 2!!!! Hahaha das hättet ihr sehen sollen. Ich bin dann rein und hab die Feuerwehr angerufen. Fragen die mich am Telefon, wie sie zu uns kommen.

Hannelore: Haben die denn nicht mehr diese schönen roten Autos?

Marie: Ich weiß auch nicht, wie der das meinte. Na ja, nach 30 Minuten waren sie dann endlich da.

Gudrun: Mensch, ihr erlebt ja Sachen. Ich darf den ganzen Tag nur die Kuh melken. Macht auch nicht immer Spaß. Vor allem ist die Milch in den letzten Tagen so dünn.

Hannelore: Wie kommt das denn?

Gudrun: Ich weiß es auch nicht. Vielleicht liegt es am Essen.

Anne: Hast du denn mal was anderes ausprobiert?

Gudrun: Ja klar. Ich gebe ihr die Milch einfach zu trinken und lasse sie nochmal durchlaufen.

Hannelore: Bei dir merkt man aber schon, dass du was von deinem Handwerk verstehst.

Gudrun: Ja ich geb mir Mühe.

Anne: Also ich gehe morgen mit meinem Egon in die Stadt. Da werden nämlich Esel versteigert.

Marie: Meinst du denn, du kriegst noch was für den?

Anne: Hauptsache, ich muss nichts draufzahlen.

(Alle lachen und nehmen einen Schluck aus den Kaffeetassen)

Hannelore: Letztens hat mich der Postbote angesprochen.

Gudrun: Was wollte er denn von dir?

Hannelore: Er hat mir gesagt, dass mein Mann mit einer anderen Bäuerin auf unserem Feld liegt.

Anne: Und was hast du gemacht?

Hannelore: Ja natürlich sofort nachgesehen.

Anne: Jetzt sag schon. Was ist dann passiert?

Hannelore: Alles gut. Es war gar nicht unser Feld.

Anne: Da hast du aber nochmal Glück gehabt.

Hannelore: Ja, manchmal hat man Glück im Unglück.

Gudrun: Bei uns war jetzt ein Staubsaugervertreter zu Besuch.

Anne: Ach nee. Was wollte er denn verkaufen?

Gudrun: Socken.

Anne: Wirklich?

Gudrun: Nein, Staubsauger. Was meinst du, warum er Staubsaugervertreter heißt?!

Anne: Und was wollte er?

Gudrun: Er packt seinen besten Sauger aus. Schüttet etwas Staub aus und sagt: “Wenn mein Saugifix nicht innerhalb von zehn Minuten sämtlichen Schmutz hier beseitigt hat, dann fresse ich ein rohes Huhn.”

Anne: Oh da hat er sich aber weit aus dem Fenster gelehnt. Was hast du ihm geantwortet?

Gudrun: Ich hab nur gesagt: “Guten Appetit. Wir haben heute Stromausfall.”

(Alle lachen laut und klopfen auf den Tisch.)

Marie: Ach Mädels. Auf dem Weg hierhin bin ich übrigens in eine Radarfalle gefahren.

Gudrun: Oh nein. Hat es geblitzt?

Marie: Nee, aber ordentlich gescheppert. Die Trümmer waren überall verstreut.

Anne: Und was hast du zu den Polizisten gesagt?

Marie: Das ich gerne fünf Abzüge von dem Bild hätte. Vier für uns und eins für die arme Radarfalle.

Gudrun: Ich war gestern mit meinem Mann im Kino.

Anne: Welchen Film habt ihr denn gesehen?

Gudrun: Der Pferdeflüsterer.

Anne: Und war er gut?

Gudrun: Ja schon. Aber ich habe mich total erschrocken, als wir ins Kino hineingekommen sind.

Anne: Wieso das?

Gudrun: Der Platzanweiser kam mit einer Taschenlampe auf uns zu.

Anne: Und warum hast du dich dabei erschrocken?

Gudrun: Weil mein Alter laut geschrien hat: “Achtung Marie. Ein Fahrrad.”

(Alle lachen wieder laut.)

Hannelore: So langsam habe ich vom Landleben auch die Nase voll.

Anne: Was bedrückt dich denn?

Hannelore: Letzte Woche musste ich mit unserem Zuchtstier quer durch den ganzen Ort laufen.

Anne: Wo wolltest du denn hin?

Hannelore: Na rüber zum Huber Bernd. Unser Zuchtstier sollte seine Kühe besteigen.

Anne: Och Mensch, kann dein Mann das nicht machen?

Hannelore: Der? Der will ja schon bei mir keinen Sex mehr.

Marie: Bei uns in der Familie ist auch immer was los. Unser Tommi hat sich verliebt.

Gudrun: In wen denn? In die Maria vom Schneiderhof?

Marie: Nein.

Gudrun: In die Eva vom Herbertshof?

Marie: Nein, auch nicht.

Gudrun: In wen denn dann?

Marie: In den Sepp vom Meierhof.

Anne: Aber der ist doch evangelisch.

(Alle lachen wieder laut los)

Anne: Wir haben jetzt unseren Hahn geschlachtet.

Gudrun: Warum das denn? Das war doch so ein Prachttier.

Anne: Ja schon, aber er wollte kein Huhn mehr besteigen. Da musste er dran glauben.

Gudrun: Und jetzt? Meinst jetzt besteigt er wieder?

Anne: Nein, aber er hat gut geschmeckt.

Gudrun: Wenn man das doch nur mit unseren Männern auch machen könnte…..

Anne: Aber leider,leider…..Wir schaffen das schon Mädels.

Gudrun: Letztens kam ein Mann zu uns auf den Hof und hat geklingelt.

Marie: Hast du ihm aufgemacht?

Gudrun: Ja klar. Man weiß ja nie, ob man jemandem helfen kann.

Marie: Was wollte er denn?

Gudrun: Er sagt zu mir: “Guten Tag. Ich hätte gerne zwei große Eier.”

Marie: Und was hast du gemacht?

Gudrun: Ich hab zu meinem Alten hinübergeschaut und dann gesagt: “Die hätte ich auch gerne mal wieder.”

Anne: Bei uns hat auch letztens jemand geklingelt. Er meinte, er hätte eines unserer Hühner mit dem LKW überfahren.

Hannelore: Ach du meine Güte. Und war es eines von euch?

Anne: Nein. So flache Hühner würde ich mir nie auf den Hof stellen.

Hannelore: Mädels. Ich bin froh, dass wir ab und zu zusammen Kaffee trinken.

Marie: Das bin ich auch. Sonst würde ich versauern auf dem Hof.

Gudrun: Auf dass wir noch lange zusammenbleiben und immer wieder eine Menge Spaß miteinander haben.

Alle zusammen: Auf die Bäuerinnen!!!

Sketch 2: Das Unwetter

In diesem Bauern Sketch geht es um ein Unwetter auf einem Bauernhof.

Der Moderator erzählt eine Geschichte und die Gäste machen jeweils die Geräusche zur Szene oder sagen etwas, was vorher abgesprochen wurde.

So wird die richtige Atmosphäre geschaffen und die Lacher sind garantiert.

Was braucht man für den Sketch: Das Unwetter?

Neben vier Schauspielern braucht man ein Mikrofon sowie Hintergrundgeräusche und Geräusche von Gästen (Wind, Gewitter, Traktor, Feuerwehr, Wolf, Kamin), um die richtige Stimmung in diesem Sketch zu erzeugen und damit das Publikum zum Lachen zu bringen.

Die Spieldauer beträgt ca. 5-10 Minuten.

Schauspieler

  • Bauer
  • 1 Bäuerin
  • 1 Knecht
  • 1 Magd

Requisiten

  • Mikrofon
  • Geräusche von Gästen
    (Wind, Gewitter, Traktor,
    Feuerwehr, Wolf, Kamin)

Spieldauer

Ca. 5 – 10 Minuten

Der Sketch “Das Unwetter”

(Dieser Sketch beginnt damit, dass der Moderator 16 Gäste + das Geburtstagskind samt Frau bzw. umgekehrt auf die Bühne holt. Es müssen also 18 Personen verfügbar sein. Bevor er mit seiner Geschichte anfängt, erklärt er genau, worum es geht und verteilt die jeweiligen Rollen an die Gäste. Er verwendet in der Geschichte immer wieder verschiedene Schlagwörter, woraufhin die Mitspieler ihren Einsatz haben.)

Die drei Schauspieler, bis auf den Bauern, die auch Personen übernehmen, haben jeweils nur einen Satz:

  • Bäuerin: “Das ganze Haus brennt!”
  • Knecht: “Das wird teuer!”
  • Magd: “Keine Ahnung?”

Die Sätze des Bauern aus dem Sketch weiter unten sollten auf einen Zettel geschrieben werden, so dass derjenige diese Sätze der Reihe nach vorlesen kann, immer wenn er dran ist.

Moderator: Es war in einer dunklen Nacht, direkt an der Nordsee. Ein Unwetter zog über das Land und erschreckte die Menschen mit eisigen Winden (Wind bläst). Die Nacht war zunächst klar, doch plötzlich zogen Wolken auf. Niemand wollte bei diesem Wetter auf der Straße sein und so zog es den Bauern mit seiner Frau sowie Knecht und Magd in die Stube.

Draußen auf dem Feld schlug der Blitz ein (Blitz zischt)
Und nochmal (Blitz zischt)
Und noch einmal (Blitz zischt)

Moderator: Dann wurde es noch windiger (Wind bläst) und die Bäume krümmten sich unter der Last. Der Bauer saß an seinem Tisch und schlürfte ein Bier. Plötzlich vernahm er das Geheule eines Wolfes (Wolf heult) und zuckte zusammen. Der Bauer sagte: “Was soll ich denn jetzt nur machen?” woraufhin die Magd antwortete: (Satz der Magd). Während die Zeit verstrich, machte der Bauer im Kamin ein gemütliches Feuer (Kamin knistert), doch leider gelang es ihm nicht sofort, weil der Wind so stark durch den Kamin huschte (Wind bläst). Er versuchte es immer wieder, doch leider wollte es nicht klappen. Bald war er so sauer, dass es einen Wolf zum Heulen gebracht hätte (Wolf heult). Der Bauer sagte nur: “Ich glaube ich kaufe bald eine Elektroheizung.”, worauf der Knecht sagte (Satz des Knechts) und die Magd (Satz der Magd).

Moderator: Das Gewitter wurde immer lauter (Donner und Blitz), der Regen immer stärker. Der Wind suchte sich seinen Weg durch die Fensterritzen, als plötzlich der Blitz in den Stall des Bauern einschlug. Er hielt sich die Hände an den Kopf und sagte: “Was ist denn jetzt passiert?”, woraufhin die Magd sagte (Satz der Magd) und der Knecht nur beisteuerte: (Satz des Knechts). Die Flammen brannten lichterloh und die Wölfe der Umgebung sangen ein Loblied auf diesen Anblick. Sie erhofften sich gegrillte Kuh und heulten immer lauter. Zum Glück hatte die Bäuerin die Feuerwehr gerufen. Mit lauten Sirenen kam der Einsatztrupp vorgefahren (Sirene heult), der Wind blies durch die Haustür (Wind bläst), es donnerte erneut (Donner und Blitz), der Bauer setzte sich auf seinen Traktor und versuchte der Feuerwehr zu helfen (Traktorgeräusche), der Kamin im Haus hatte sich nun endlich entzündet (Kamin knistert) und das Haus des Bauern ebenfalls.

Die Bäuerin sagte: (Satz der Bäuerin)
Der Knecht sagte: (Satz des Knechtes)
Die Magd sagte: (Satz der Magd)
Der Bauer sagte: “Was soll ich denn jetzt nur tun?

Moderator: Na,was wohl? Alles bezahlen!!!

Sketch 3: Der Letzte der Familie

Sketche vom Landleben handeln vom einfachen Leben auf dem Land. Meistens geht es um einen etwas trotteligen Knecht oder um einen Bauern, der seine Mitarbeiter nicht im Griff hat.

In diesem Sketch “Der Letzte der Familie” geht es um einen kleinen Jungen, der von einem Polizisten aufgegriffen wird. Das Landleben birgt so manche lustige Situation und so wünschen wir Ihnen viel Spaß bei der Aufführung.

Landleben Sketche spielen meistens auf dem Bauernhof. Mit einfachen Requisiten kann man hier schon einige sehr lustige Szenen auf die Füße stellen. Auf unserer Seite finden Sie einige Sketche zu diesem Thema.

Worum geht es in diesem Landleben Sketch?

In diesem Landleben Sketch geht es um einen kleinen Jungen, der von der Polizei aufgegriffen und dann auf dem Revier verhört wird. Seine ganze Familie scheint bei einem Traktorunfall ums Leben gekommen zu sein.

Was braucht man für diesen Landleben Sketch?

Für diesen Landleben Sketch braucht man einen Tisch, zwei Stühle, eine Polizistenuniform und bäuerliche Kleidung für die Schauspieler.

Requisiten

  • 1 Tisch
  • 2 Stühle
  • bäuerliche Kleidung für die Schauspieler
  • 1 Polizistenuniform

Schauspieler

  • 1 Mann
  • 1 Jungen

Spieldauer

Ca. 5 – 10 Minuten

Sketch über das Landleben – “Der letzte in der Familie”

Die Szene beginnt auf dem Polizeirevier. Der Junge sitzt am Tisch und der Polizist verhört ihn.

Polizist: So mein Junge, nun gehen wir mal alles ganz der Reihe nach durch. Dein Name?

Junge: Xaver. Xaver Huber.

Polizist: Dein Alter?

Junge: Der lebt nimmer.

Polizist: Nein, ich meine, wie alt bist du?

Junge: Oald genug.

Polizist: Würdest du mir jetzt bitte dein Alter sagen?

Junge: Ich bin 14.

Polizist: Aus?

Junge: Na, aus meiner Mama. Da kommen doch alle Menschen her.

Polizist: Aus welchem Ort?

Junge: Des trau i mi jetz goa nimmer zu sagen.

Polizist: Wo wohnst du?

Junge: Aso, i woan dahoam.

Polizist: Und wo ist das genau? In welcher Straße?

Junge: Direkt neben dem Supermarkt.

Polizist: So kommen wir nicht weiter. Wie heißt denn dein Vater?

Junge: Na auch Huber.

Polizist: Und mit Vornamen?

Junge: Franzl.

Polizist: Und wo ist der?

Junge: Der ist tot. Wie i a schoa gsagt hoab.

Polizist: Woran ist der denn gestorben?

Junge: Vom Traktor überfoarn.

Polizist: Das tut mir leid. Wo ist denn deine Frau Mutter?

Junge: Die is a schoa tot.

Polizist: Woran ist sie gestorben?

Junge: Die is a vom Traktor überfoarn woarden.

Polizist: Das muss ja sehr schlimm für dich gewesen sein. Hast du denn Geschwister?

Junge: Ja. Zwei Brüder und oarne Schwester.

Polizist: Und wo sind die?

Junge: Die sind a alle nimmer am Lebe.

Polizist: Oh nein. Du hast aber auch wirklich schon was mitgemacht in deinem Leben. Darf ich dich denn fragen, was mit denen passiert ist?

Junge: Aber sicher. Die sind a oalle voam Traktor überfoarn worden.

Polizist: Mensch, was ist denn bei euch in der Straße eigentlich los? Das muss ja unheimlich schrecklich für dich sein, wenn alle aus deiner Familie von einem Traktor überfahren worden sind. Ist das denn alles schon lange her?

Junge: Na, des war erst heute morgen in der Früh.

Polizist: Heute ist das erst passiert? Hast du denn nicht den Krankenwagen gerufen?

Junge: Des hob ich versucht, aber unser Telefon hats nimmer funktioniert. Da bin i hoalt zu Fuß in den Ort gelaufen um beim Krankenhaus Bescheid zu sagen. Aber da ham’s sie mich ja aufgegabelt.

Polizist: Oh mein Gott, warum hast du das denn nicht gesagt? Wir hätten doch sofort zum Hospital fahren und Hilfe holen können.

Junge: Sie haben ja net gefroagt.

Polizist: Dann bist du ja der einzige Überlebende in der Familie. Darf ich fragen, was du heute morgen gemacht hast, während das alles passiert ist?

Junge: Sie werden’s kaum glauben, aber i bin Traktor gefoarn.

Sketch 4: Ein lustiges Beisammen

Sketche über Bauern sind sehr beliebt. Meistens geht es dabei darum, dass Bauern etwas “tollpatschig” sind, wobei dies natürlich ein totales Vorurteil ist. Trotzdem ist es sehr lustig, sich vorzustellen, dass es Menschen gibt, denen ständig etwas schief geht oder die sich ständig von einem Fettnäpfchen ins andere setzen.

Bauern Sketche machen erst dann richtig Spaß, wenn die Schauspieler sich in ihrer Rolle wohlfühlen. Gerade bei Bauern Sketchen kommt es darauf an, dass die “Trotteligkeit” gut an das Publikum vermittelt wird. So ist hier nicht nur der Dialog wichtig, sondern auch die Körperhaltung und die Mimik.

Worum geht es in dem Bauern Sketch?

In diesem Sketch geht es um eine Männerrunde, die sich bei einem Bier lustige Sprüche steckt. Es handelt sich um vier Bauern, die sich nach der Arbeit etwas entspannen wollen.

Was braucht man für diesen Bauern Sketch?

Bauern Sketche lassen sich sehr einfach aufführen. Alles, was man braucht, ist bäuerliche Kleidung und eine einfache Umgebung, wie einen Tisch mit Stühlen. Wichtig sind natürlich die Gummistiefel, die jeder Bauer bei der Arbeit trägt.

Für diesen Bauern Sketch braucht man einen Tisch, vier Stühle, Kleidung für die vier Bauern und Bier sowie Gläser für den Tisch. Ebenso werden vier männliche Schauspieler benötigt.

Die Spieldauer beläuft sich etwa auf 5-10 Minuten.

Schauspieler

  • 4 Männer

Requisiten

  • 1 Tisch
  • 4 Stühle
  • Bauernkleidung
  • Bier und Gläser für den Tisch

Spieldauer

Ca. 5 – 10 Minuten

Der Bauern Sketch “Ein lustiges Beisammen”

(Die Szene beginnt damit, dass alle vier Bauern zusammen am Tisch sitzen und sich in der Runde gesellig unterhalten. Nach einigen Sekunden beginnt dann der Dialog.)

Bauer1: Na Männers…da haben wir den Tag auch mal wieder geschafft, was?

Bauer2: Ja, so sieht es aus. Wie lief es bei euch heute?

Bauer1: Bei mir war es nicht so toll.

Bauer2: Wieso? Was ist denn passiert?

Bauer1: Ich bin auf meinem Trecker mit 80 geblitzt worden.

Bauer2: Echt? So alt siehst du doch gar nicht aus.

Bauer1: Das habe ich dem Polizisten auch gesagt. Aber er meinte, das wäre die Geschwindigkeit.

Bauer2: Seit wann wird das Alter in Geschwindigkeit gerechnet?

Bauer3: Immer wieder was Neues, jeden Tag. Tja ja, die moderne Welt.

Bauer2: Sag mal Heiner. Wie viele Schafe hast du eigentlich, wenn ich mal fragen darf?

Bauer3: Genau 3600. Auf den Kopf.

Bauer4: Das weißt du ganz genau?

Bauer3: Ja klar. Genau 3600.

Bauer1: Und woher weißt du das?

Bauer2: Das würde mich auch interessieren. Hast du eine bestimmte Methode, die Schafe zu zählen?

Bauer3: Ja, die habe ich. Ich zähle alle Beine und teile dann durch vier.

Bauer1: Mensch Heiner. Du weißt, wie es geht.

Bauer3: Übrigens Bernd, dein Hahn taugt nix mehr, nur dass du Bescheid weißt.

Bauer1: Wieso das denn nicht?

Bauer3: Den habe ich heute mit meinem Trecker überfahren.

Bauer2: Mensch Franz. Lern endlich fahren.

Bauer4: Meine Kuh ist übrigens tot. Ich weiß nicht, was ich falsch gemacht habe. Heiner, du meintest doch, dass du deiner Kuh damals auch Salmiak gegeben hast.

Bauer3: Ja genau. Mehr als einen Liter.

Bauer4: Komisch. Genau das habe ich auch gemacht. Danach ist sie einfach tot umgefallen.

Bauer3: Das ist ja nen Ding. War bei meiner Kuh genau so.

Bauer2: Ich dachte schon, ich wäre der Einzige, der Pech im Beruf hat.

Bauer4: Wieso? Was ist denn passiert?

Bauer2: Ich war letzte Woche ja im Urlaub.

Bauer4: Und?

Bauer2: Vorher habe ich meinem Knecht, dem Josef gesagt, er solle die eine Hälfte aller Kartoffeln einlagern und die andere Hälfte auf den Markt zum Verkaufen bringen.

Bauer3: Und warum hast du dann Pech gehabt?

Bauer2: Der Idiot hat alle Kartoffeln in der Mitte durchgeschnitten.

Bauer1: Das ist hart. Aber es gibt auch gute Nachrichten.

Bauer4: Echt? Lass hören. Etwas Positives könnte ich jetzt gebrauchen.

Bauer1: Meine Frau hat nächste Woche Geburtstag.

Bauer3: Das ist aber schön. Was bekommt sie denn von dir geschenkt?

Bauer1: Ich werde ihr ein Schwein schenken.

Bauer2: Das sieht dir ähnlich.

Bauer1: Wieso? Hast du es etwas schon gesehen?

Bauer4: Ich habe für meinen Bullen jetzt ein super Zuchtmittel gekauft. Seitdem ist er jeden Tag willig.

Bauer2: Das könnte ich für meinen Bullen auch gebrauchen. Wie heißt es?

Bauer4: Oh das kann ich dir nicht sagen. Aber es schmeckt nach Minze.

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