Bauern Sketch: Bauernkaffeeklatsch

Sketche über das Landleben sorgen auf jeder Party für Stimmung. Gerade, wenn die Schauspieler aus der eigenen Familie kommen, gibt es mit diesen Sketchen immer eine Menge zu lachen.

Mit Spaß an der Schauspielerei wird dieser Sketch über das Landleben ein wahrer Knaller auf Ihrer Familienparty.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Sketche über das Landleben
  2. Was benötigt man?
  3. Sketch: Bauernkaffeeklatsch

Worum geht es in Sketchen über das Landleben?

Oftmals handeln Sketche über das Landleben von mehrere Bauern, die sich unterhalten und dabei Witze über ihren Alltag machen. In diesem Sketch ist alles anders, hier geht es um die Bauersfrauen.

Landleben Sketche müssen nicht immer nur von Männern handeln. In jedem Familienkreis gibt es mit Sicherheit auch genügend Damen, die gerne einmal auf der Bühne stehen möchten.

In diesem Landleben Sketch geht es um vier Bauersfrauen, die an einem Kaffeetisch zusammensitzen. Sie unterhalten sich über ihr Leben und ihre Männer. Dabei kommt es zu einigen sehr lustigen Dialogen.

Was braucht man für diesen Landleben Sketch?

Dieser Sketch ist sehr einfach aufzuführen. Alles was man braucht, findet man in jedem Haushalt. Die Schauspielerinnen müssen natürlich bäuerlich gekleidet sein. Ansonsten sitzen sie einfach an einem Tisch bei einem netten Kaffeeklatsch zusammen und führen einen äußerst amüsanten Dialog.

Für diesen Bauern Sketch braucht man einen Tisch, vier Stühle, bäuerliche Kleidung für die vier Frauen und einen gedeckten Tisch mit Kaffee und Kuchen.

Requisiten

  • 1 Tisch
  • 4 Stühle
  • Bauernkleidung
  • Kaffee und Kuchen

Schauspieler

  • 4 Frauen

Spieldauer

Ca. 5 – 10 Minuten

Der Sketch “Bauernkaffeeklatsch”

(Der Sketch beginnt damit, dass die vier Frauen am Tisch sitzen und sich angeregt unterhalten. Dann steigt das Publikum in das Geschehen ein.)

Hannelore: So Mädels. Es wurde mal wieder Zeit, dass wir einen Nachmittag zusammen verbringen. Ich liebe meinen Karl ja wirklich, aber manchmal muss man sich auch mal unter die angenehme Gesellschaft anderer Frauen bringen.

Anne: Da hast du Recht. Mein Heiner schläft auch schon seit drei Wochen im Stall neben seiner Erna. Sie erwartet ein Kalb und er will unbedingt dabei sein.

Hannelore: Wann ist es denn soweit?

Anne: Eigentlich hätte es schon vor einer Woche kommen sollen.

Hannelore: Ich sag dir was: Solange dein Heiner neben der Kuh liegt, denkt die doch, dass das Rindvieh schon da ist. Kein Wunder, dass das Kalb nicht kommt.

Anne: Hahaha…ja das könnte sein. Vielleicht sollte ich das meinem Heiner mal sagen.

Marie: Der Jupp ist auch nicht besser. Steht der seelenruhig vor dem Haus und stützt sich faul auf seinem Besen ab. Kurze Zeit später kommt der Pastor und fragt ihn, ob unsere Pferde und Kühe rauchen.

Hannelore: Wie kommt der denn da drauf?

Marie: Na, der Stall hat gebrannt.

Hannelore: Und konntet ihr das Feuer löschen?

Marie: Nur mit allergrößter Not. Der Jupp war außer sich. Ruft die ganze Zeit laut: Feuriho, Feuriho. So hat er es von seinem Opa gelernt.

Hannelore: Aber das ist doch total aus der Mode. Heutzutage ruft man doch die 112.

Marie: Das hat er auch gemacht, nachdem ich ihm das gesagt habe. (Steht auf und hebt die Arme:)1 1 2!!! 1 1 2!!!! Hahaha das hättet ihr sehen sollen. Ich bin dann rein und hab die Feuerwehr angerufen. Fragen die mich am Telefon, wie sie zu uns kommen.

Hannelore: Haben die denn nicht mehr diese schönen roten Autos?

Marie: Ich weiß auch nicht, wie der das meinte. Na ja, nach 30 Minuten waren sie dann endlich da.

Gudrun: Mensch, ihr erlebt ja Sachen. Ich darf den ganzen Tag nur die Kuh melken. Macht auch nicht immer Spaß. Vor allem ist die Milch in den letzten Tagen so dünn.

Hannelore: Wie kommt das denn?

Gudrun: Ich weiß es auch nicht. Vielleicht liegt es am Essen.

Anne: Hast du denn mal was anderes ausprobiert?

Gudrun: Ja klar. Ich gebe ihr die Milch einfach zu trinken und lasse sie nochmal durchlaufen.

Hannelore: Bei dir merkt man aber schon, dass du was von deinem Handwerk verstehst.

Gudrun: Ja ich geb mir Mühe.

Anne: Also ich gehe morgen mit meinem Egon in die Stadt. Da werden nämlich Esel versteigert.

Marie: Meinst du denn, du kriegst noch was für den?

Anne: Hauptsache, ich muss nichts draufzahlen.

(Alle lachen und nehmen einen Schluck aus den Kaffeetassen)

Hannelore: Letztens hat mich der Postbote angesprochen.

Gudrun: Was wollte er denn von dir?

Hannelore: Er hat mir gesagt, dass mein Mann mit einer anderen Bäuerin auf unserem Feld liegt.

Anne: Und was hast du gemacht?

Hannelore: Ja natürlich sofort nachgesehen.

Anne: Jetzt sag schon. Was ist dann passiert?

Hannelore: Alles gut. Es war gar nicht unser Feld.

Anne: Da hast du aber nochmal Glück gehabt.

Hannelore: Ja, manchmal hat man Glück im Unglück.

Gudrun: Bei uns war jetzt ein Staubsaugervertreter zu Besuch.

Anne: Ach nee. Was wollte er denn verkaufen?

Gudrun: Socken.

Anne: Wirklich?

Gudrun: Nein, Staubsauger. Was meinst du, warum er Staubsaugervertreter heißt?!

Anne: Und was wollte er?

Gudrun: Er packt seinen besten Sauger aus. Schüttet etwas Staub aus und sagt: “Wenn mein Saugifix nicht innerhalb von zehn Minuten sämtlichen Schmutz hier beseitigt hat, dann fresse ich ein rohes Huhn.”

Anne: Oh da hat er sich aber weit aus dem Fenster gelehnt. Was hast du ihm geantwortet?

Gudrun: Ich hab nur gesagt: “Guten Appetit. Wir haben heute Stromausfall.”

(Alle lachen laut und klopfen auf den Tisch.)

Marie: Ach Mädels. Auf dem Weg hierhin bin ich übrigens in eine Radarfalle gefahren.

Gudrun: Oh nein. Hat es geblitzt?

Marie: Nee, aber ordentlich gescheppert. Die Trümmer waren überall verstreut.

Anne: Und was hast du zu den Polizisten gesagt?

Marie: Das ich gerne fünf Abzüge von dem Bild hätte. Vier für uns und eins für die arme Radarfalle.

Gudrun: Ich war gestern mit meinem Mann im Kino.

Anne: Welchen Film habt ihr denn gesehen?

Gudrun: Der Pferdeflüsterer.

Anne: Und war er gut?

Gudrun: Ja schon. Aber ich habe mich total erschrocken, als wir ins Kino hineingekommen sind.

Anne: Wieso das?

Gudrun: Der Platzanweiser kam mit einer Taschenlampe auf uns zu.

Anne: Und warum hast du dich dabei erschrocken?

Gudrun: Weil mein Alter laut geschrien hat: “Achtung Marie. Ein Fahrrad.”

(Alle lachen wieder laut.)

Hannelore: So langsam habe ich vom Landleben auch die Nase voll.

Anne: Was bedrückt dich denn?

Hannelore: Letzte Woche musste ich mit unserem Zuchtstier quer durch den ganzen Ort laufen.

Anne: Wo wolltest du denn hin?

Hannelore: Na rüber zum Huber Bernd. Unser Zuchtstier sollte seine Kühe besteigen.

Anne: Och Mensch, kann dein Mann das nicht machen?

Hannelore: Der? Der will ja schon bei mir keinen Sex mehr.

Marie: Bei uns in der Familie ist auch immer was los. Unser Tommi hat sich verliebt.

Gudrun: In wen denn? In die Maria vom Schneiderhof?

Marie: Nein.

Gudrun: In die Eva vom Herbertshof?

Marie: Nein, auch nicht.

Gudrun: In wen denn dann?

Marie: In den Sepp vom Meierhof.

Anne: Aber der ist doch evangelisch.

(Alle lachen wieder laut los)

Anne: Wir haben jetzt unseren Hahn geschlachtet.

Gudrun: Warum das denn? Das war doch so ein Prachttier.

Anne: Ja schon, aber er wollte kein Huhn mehr besteigen. Da musste er dran glauben.

Gudrun: Und jetzt? Meinst jetzt besteigt er wieder?

Anne: Nein, aber er hat gut geschmeckt.

Gudrun: Wenn man das doch nur mit unseren Männern auch machen könnte…..

Anne: Aber leider,leider…..Wir schaffen das schon Mädels.

Gudrun: Letztens kam ein Mann zu uns auf den Hof und hat geklingelt.

Marie: Hast du ihm aufgemacht?

Gudrun: Ja klar. Man weiß ja nie, ob man jemandem helfen kann.

Marie: Was wollte er denn?

Gudrun: Er sagt zu mir: “Guten Tag. Ich hätte gerne zwei große Eier.”

Marie: Und was hast du gemacht?

Gudrun: Ich hab zu meinem Alten hinübergeschaut und dann gesagt: “Die hätte ich auch gerne mal wieder.”

Anne: Bei uns hat auch letztens jemand geklingelt. Er meinte, er hätte eines unserer Hühner mit dem LKW überfahren.

Hannelore: Ach du meine Güte. Und war es eines von euch?

Anne: Nein. So flache Hühner würde ich mir nie auf den Hof stellen.

Hannelore: Mädels. Ich bin froh, dass wir ab und zu zusammen Kaffee trinken.

Marie: Das bin ich auch. Sonst würde ich versauern auf dem Hof.

Gudrun: Auf dass wir noch lange zusammenbleiben und immer wieder eine Menge Spaß miteinander haben.

Alle zusammen: Auf die Bäuerinnen!!!