Das Beamtenschnitzel

Wo gehen Beamte mittags essen? Richtig, in der Kantine. Was kann es also Lustigeres geben, als ein Mitarbeiter einer Behörde, der sich über die Zubereitung und vor allem die Größe eines Schnitzels aufregt und dem Koch anhand von Paragraphen die Meinung sagt?

Diese Sketche über Beamte sind eben direkt aus dem Leben gegriffen und machen die Szene daher doppelt so lustig. Jeder hat sich schon irgendwann einmal über ein Essen im Restaurant aufgeregt. Wie wäre es also, wenn man diesen Sachverhalt auf die Spitze treibt und ihn in Sketche über Beamte einarbeitet?

Inhaltsverzeichnis:

  1. Worum geht es?
  2. Was benötigt man?
  3. Sketch: Das Beamtenschnitzel

Worum geht es in diesem Sketch?

In diesem Sketch geht es also um einen Beamten, der sich in seiner Mittagspause ein Schnitzel bestellt. Auf einer Tafel wurde dieses als Beamtenschnitzel angepriesen, was schon ausreicht, um den Mitarbeiter auf die Palme zu bringen. Er fühlt sich beleidigt und erkennt dann zusätzlich noch, dass dieses Schnitzel nicht die staatlich verordnete Größe besitzt. Dies führt zu einem hitzigen Dialog mit dem Koch und endet in einem totalen Chaos.

Was braucht man für den Sketch “Beamtenschnitzel”?

Für diesen Sketch benötigt man eine Theke, einen Teller, ein Schnitzel (am besten aus Kunststoff), ein Schild mit dem Gericht des Tages und eine Kochmontur.

Schauspieler

  • 2 Männer

Requisiten

  • 1 Theke
  • 1 Kochmontur
  • 1 Teller
  • 1 Schild mit dem Gericht des Tages

Spieldauer

Ca. 5 – 10 Minuten

“Das Beamtenschnitzel” – Sketch über Beamte

Der Sketch beginnt damit, dass der Beamte an die Theke der Kantine kommt. Dann betrachtet er das Schild und wundert sich über den Namen “Beamtenschnitzel”. Sofort muss er der Sache auf den Grund gehen.

Beamter :Guten Tag. Haben Sie dieses Schild hier aufgestellt?

Koch: Guten Tag. Ja das war meine Wenigkeit.

Beamter: Wie kommen Sie dazu, dieses Schnitzel “Beamtenschnitzel” zu nennen?

Koch: Ich verstehe nicht ganz, wie Sie das meinen?

Beamter: Finden Sie denn nicht, dass dieser Name unangebracht ist?

Koch: Wenn Sie sich hier einmal umsehen würden, fällt Ihnen da etwas auf?

Beamter: Nicht wirklich.

Koch: Was sehen Sie denn?

Beamter: Zahlreiche Beamte.

Koch: 100 Punkte. Und was gibt es heute Mittag zu essen?

Beamter: Schnitzel.

Koch: Wieso ist es denn dann so abwegig, das Essen als Beamtenschnitzel auszuweisen?

Beamter: Ich empfinde das als eine Beleidigung,  weil es sich anhört, als wäre das Schnitzel aus einem Beamten gemacht.

Koch: Naja, möglich wäre es schon. Es bewegt sich nicht und braucht auch nicht zu arbeiten.

Beamter: Ich verbitte mir diesen Ton.

Koch: Keine Angst. Wäre es aus Beamten, würde es sowieso keiner kaufen. Möchten Sie denn auch etwas essen?

Beamter: Ja das möchte ich. Deswegen bin ich ja hier.

Koch: Also einmal das Schnitzel?

Beamter: Ja einmal das Schnitzel. Und bitte entfernen Sie diesen Schriftzug.

Koch: Werde ich sofort veranlassen, wenn ich Zeit habe. Schließlich wird die Schlange hinter Ihnen ja immer größer.

Der Koch greift hinter die Theke und holt einen Teller hervor. Diesen überreicht er dem Beamten.

Koch: Bitte sehr.

Beamter: Vielen Dank. Aber wollen Sie mich vereimern?

Koch: Sehr gerne, aber nicht jetzt.

Beamter: Das soll ein Schnitzel sein?

Koch: Ja das soll ein Schnitzel sein.

Beamter: Finden Sie nicht, dass es etwas zu klein ist?

Koch: Wer sagt, wie groß ein Schnitzel sein soll?

Beamter: Na die Lebensmittelverordnung Paragraph 2 Absatz 4.Schnitzel haben ein Mindestgewicht von 250 Gramm aufzuweisen.

Koch: Dieses wiegt 250 Gramm.

Beamter: Es sieht aber nicht so aus.

Koch: Allein die Panade wiegt schon 180 Gramm. Sie können mir glauben, dass dieses Schnitzel 250 Gramm wiegt.

Beamter: Ich werde sämtliche Instanzen durchgehen und Sie von oben bis unten verklagen. Uns so etwas vorzusetzen. Nie und nimmer ist dies ein ordentliches Schnitzel.

Koch: Na dann verklagen Sie mich doch. Ich werde mich ebenfalls bei Ihrem Chef beschweren. Der steht übrigens direkt hinter ihnen.

Beamter: Dann sehen wir uns ja bald vor Gericht. Glauben Sie mir, das war das letzte Schnitzel, welches Sie zubereitet haben.

Koch: Nein, da muss ich ihnen widersprechen. Ich bereite heute noch ca. 200 davon zu. Die Schlange hinter Ihnen…schon vergessen?

Beamter: So eine Frechheit. Das wird ein Nachspiel haben.

Der Mann geht weg und zwar eiligen Schrittes. Dann dauert es einige Sekunden, bis er wieder da ist und erneut vor der Theke steht.

Koch: War noch was?

Beamter: (kleinlaut) Hätten sie noch etwas Sauce?