Sketch: Die gestandene Frau

Sketche vor Gericht haben alle etwas gemeinsam: Sie handeln von einer Straftat, die letztendlich keine ist, oder von einem Irrtum, der sich am Schluss in einer Pointe auflöst. Die Befragung des Richters löst oftmals ein heilloses Durcheinander aus und so kommt es zu lustigen Dialogen, die zweideutig sind.

Wichtig ist auch, dass man für Sketche vor Gericht die richtigen Schauspieler aussucht. Da man ohne viele Requisiten auskommt, stehen und fallen die Sketche vor Gericht mit der schauspielerischen Leistung und dem Vortragen der Dialoge.

Worum geht es in dem Sketch "Die gestandene Frau"?

In diesem Sketch vor Gericht geht es um eine Frau, die vom Richter verhört wird. Anscheinend hat sie mit ihrem Mann einen Einbruch begangen, doch bis zur Klärung des Falls sind einige lustige Dialoge notwendig, um Licht in das Dunkel zu bringen.

Die Frau ist sehr redegewandt, was dem Richter einige graue Haare beschert. Sketche vor Gericht eignen sich sehr gut für die Aufführung auf einer Party oder Firmenveranstaltung. Hier hat man dann die Möglichkeit, die Sketche auch an den Chef oder bestimmte Mitarbeiter anzupassen. Auf unserer Seite haben wir einige Sketche vor Gericht für Sie bereitgestellt. Wir wünschen viel Spaß bei der Aufführung!

Utensilien für den Sketch vor Gericht: Die gestandene Frau

Für diesen Sketch, ähnlich wie für viele andere Gericht Sketche, benötigt man einen Tisch (bzw. ein Richterpult), einen Stuhl und die Kostüme für die Schauspieler (Richterrobe und das, was die Dame trägt).

Lustige Geschenke

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Geschenke für Frauen

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Geschenke für Männer

Geschenke für Männer

Deko für Feiern

Deko für Feiern

Schauspieler

  • 1 Mann
  • 1 Frau

Requisiten

  • 1 Tisch bzw. Pult
  • 1 Stuhl
  • 1 Kostüme

Spieldauer

ca. 5 - 10 Minuten

Die gestandene Frau - Sketch vor Gericht

(Der Sketch beginnt damit, dass der Richter bereits hinter seinem Tisch/Pult sitzt. Die Angeklagte kommt herein und bleibt ein bis zwei Meter vor dem Richter stehen. Dann eröffnet der Richter die Verhandlung.)

Richter: Die Sitzung ist hiermit eröffnet. Ich rufe die Angeklagte Angelika Angelberg vor das Gericht. Und Ruhe bitte im Saal, sonst lasse ich hier alles räumen und wir machen morgen weiter.

Frau: Guten Tag Herr Richter. Das mit dem Räumen des Saals vergessen wir am besten gleich mal wieder. Die sollen mal schön hier bleiben und meine Unschuld feststellen.

Richter: Dazu brauchen wir das Publikum nicht. Ihre Unschuld stelle ich fest und sonst niemand.

Frau: Na, was erlauben Sie sich eigentlich? Wenn das mein Egon hört. An meinen Körper lasse ich niemanden.

Richter: Wie dem auch sei. Gehen wir Ihre Personalien noch einmal durch. Ihr Name?

Frau: Hüpfer.

Richter: Hüpfer?

Frau: Hüpfer. Wie springen, nur mit "ü".

Richter: Haben Sie uns nicht gesagt, dass Sie Angelberg heißen?

Frau: Ach Herr Richter, das kann schon sein. Als die Polizei mich festgenommen hat, war ich so wütend, dass ich mich selbst nicht kannte.

(Der Richter versinkt in Gedanken und murmelt den Nachnamen der Angeklagten mehrmals vor sich hin.)

Richter: Hüpfer....Hüpfer.....Hüpfer....reimt sich auf Schlüpfer...(Lacht leise vor sich hin)

Frau: Also Herr Amtsratsvorsitzender, ich bitte Sie.

Richter: Ääähhhhhh was? Entschuldigen Sie bitte. Machen wir weiter. Ihr Alter?

Frau: Na auch Hüpfer.

Richter: Ich will nicht den Namen ihres Gatten, sondern Ihren Geburtstag wissen.

Frau: Wieso das denn? Wollen Sie mir etwa ein Geschenk machen?

Richter: Wie wäre es mit drei Monaten in Haft? Also Frau.....

Frau: Hüpfer!

Richter: Ja mein Gott, das weiß ich ja jetzt. Habe ich Ihnen nicht gesagt, dass ich Sie hier nicht noch einmal sehen will?

Frau: Das habe ich den Männern von der Polizei auch gesagt, aber die wollten mir das einfach nicht glauben.

Richter: Eine gestandene Frau wie Sie, schon wieder vor Gericht.

Frau: Also bitte Herr Scharfrichter. Bis jetzt habe ich noch nicht gestanden. Sie halten mich wohl für blöde?

Richter: Nein Frau Hüpfer, ich halte Sie nicht für blöde. Wobei das nicht der erste Justizirrtum wäre.

Frau: Herr Gerichtsvollzieher. Würden Sie mir bitte sagen, weshalb ich hier bin? Ich lebe in ganz geordneten Verhältnissen.

Richter: Das weiß ich. Habe Sie ja schließlich zu sechs Monaten verurteilt.

Frau: Oh jaaaa und das war ein großer Fehler. Ein Irrtum der Justiz.

Richter: Nein, nicht wegen eines Irrtums, wegen versuchten Raubes.

Frau: Das war kein Raub. Wir sind doch viel zu früh wieder aus dem Juweliergeschäft raus. Der Egon, diese Pfeife, hatte ja die Pistole und die Masken vergessen. Da mussten wir nochmal nach Hause fahren.

Richter: Alles Anfänger, alles Anfänger, also wenn ich so einen Laden überfallen würde...ach was rede ich denn hier. Sie haben auf jeden Fall ein nettes Vorstrafenregister.

Frau A: Ja genau. Weil es oftmals die falschen Menschen trifft. Nehmen wir doch nur mal das Gerichtsgebäude hier. Es gibt hier so viele Gänge und Türen, dass mein Egon sich verlaufen hat. Erst nach einem Jahr konnte er wieder nach Hause.

Richter: Ihr Egon hat ja auch immer schlechten Umgang gehabt. So was prägt den Charakter.

Frau A: Da haben Sie Recht. Seit er sich ein Jahr nur mit Polizisten und Richtern herumschlagen musste, ist er ganz komisch geworden.

Richter: Jetzt werden Sie aber mal nicht....Kommen wir nun lieber zum Hergang Ihrer Tat. Sie haben also am 5.Mai den Herrn Meier aus der Wohnung unter Ihnen mit einem Gegenstand auf offener Straße verprügelt.

(Der Richter macht mit der Hand mehrere Schläge in der Luft und man merkt deutlich, dass er Spaß daran hätte, jemanden ebenfalls zu verprügeln. Dann fängt er sich, merkt, dass er beobachtet wird und führt das Verhör weiter.)

Richter: Stimmt das denn wirklich? Auf offener Straße?

Frau A: Ja natürlich auf offener Straße. Ich wollte es ja in der Wohnung machen, aber schleppen Sie so einen schweren Kerl mal zwei Stockwerke nach oben. Aber das mit dem Gegenstand entspricht nicht der ganzen Wahrheit.

Richter: Sie haben ihn also geohrfeigt?

Frau A: Ich will es mal so sagen: Der Hund hat einen auf die Schnauze gekriegt.

Richter: Wo kam denn der Hund auf einmal her?

Frau A: Einen unschuldigen Hund würde ich nie schlagen.

Richter: Wenn haben Sie denn nun geschlagen?

Frau A: Na den Meier. Weil er sagt, dass unser Lehmann einen Haufen in den Flur geschissen hat.

Richter: Bitte nicht in diesem Ton. Sie bekommen einen Verweis.

Frau A: Na gut. Also unser Lehmann hat seinen Stuhl in den Hausflur gestellt. Aber ich schwöre, dass es nicht der Lehmann war, sondern vom Meier der Heinemann.

Richter: Sie verwirren mich nun aber doch. Wer ist denn der Heinemann?

Frau A: Na das ist der Hund vom Meier.

Richter:

Also der Herr Heinemann?

Frau A: Das Herr können sie weglassen. Unter uns wohnt eine Frau zusammen mit einem Boxer. Da sag ich auch immer nur Kules, obwohl der Herkules heißt.

Richter:

Kommen wir lieber zurück zum Fall. Also der Herr Kules...achwas... der Heinemann hat also den Flur besudelt?

Frau A: Aber klar. Immer, wenn der Meier mit seinem Heinemann durch den Flur zu seinem Stammbaum geht, dann bin ich mit dem Lehmann schon bereits beim Stammtisch bzw. unter dem Stammtisch. Wobei der Lehmann immer schon von Anfang an unterm Tisch liegt. Ich brauche da immer ein wenig, vertrage ja ne Menge.

Richter: Das habe ich mir schon gedacht. Sie standen ja auch unter Alkohol, wie mir die Polizei mitgeteilt hat.

Frau A: Unter Alkohol nicht, ich habe nur einen Schwips gehabt.

Richter: Frau Schlüpfer...

Frau A: Hüpfer!

Richter:Also Frau Hüpfer. Ich komme dann nun letzendlich zum Verlesen des Urteils.

Frau A:Ach lesen können Sie auch? Da sollte sich mein Lehmann mal eine Scheibe von abschneiden.

Richter:

Hören Sie mir nun endlich auf mit Ihrem Hund. So ein Richter soll ja auch nicht leben wie einer.

Frau A:

Und was machen wir nun?

Richter:Sie werden nicht, wie zu Beginn gesagt, mit sieben Tagen Freiheitsstrafe belegt, sondern lediglich mit einer Woche.

Frau A: Wie komme ich denn zu der Ehre?

Richter: Außerdem können Sie die Annahme des Urteils verweigern und in Berufung gehen.

Frau A: Na das Urteil lehne ich auf jeden Fall ab. Wer soll sich denn um meinen Lehmann kümmern?

Richter: Wie wäre es mir Ihrem Egon?

Frau A: Der liegt unterm Stammtisch und wartet auf mich.

Richter:Ich empfehle dann dringend die Einberufung eines Lokaltermins.

Frau A: Und ich empfehle dafür die kleine Kneipe an der Ecke. Sie heißt "Zum Scharfrichter".

Richter: Sind die Preise dort annehmbar?

Frau A: Das nehme ich doch an.

Richter:Dann werden wir das Urteil dort besiegeln. Werte Zuschauer, liebe Geschworenen, Frau Schlüpfer...

Frau A: Hüpfer!

Richter: Zum Wohl.

Frau A: Na denn Prost.

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