Sketch zum Jubiläum: Die Firmengeschichte

Sketche zum Jubiläum kommen bei den Gästen gut an. Besteht eine Firma beispielsweise schon seit vielen Jahren und gibt es eine runde Anzahl an Geschäftsjahren zu feiern, eignen sich Sketche zu diesem Jubiläum hervorragend, um die Stimmung aufzulockern.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Worum geht es?
  2. Was benötigt man?
  3. Sketch: Die Firmengeschichte

Sketche zum Jubiläum lassen sich ganz einfach aufführen, beispielsweise auch mit nur einem Schauspieler. Wie wäre es, wenn jemand vorne auf der Bühne an einem Rednerpult steht und die Firmengeschichte, die für diesen Sketch natürlich frei erfunden wird, vor dem Publikum vorträgt?

Jubiläum Sketche sind beliebt auf jeder Firmenfeier. Was kann es Schöneres geben, als sich mit seinen Kollegen gemeinsam über den Chef oder über andere Mitarbeiter zu amüsieren?! Hierbei ist es auch gleich, um was für ein Jubiläum es sich handelt. Der Spaß für die Belegschaft ist garantiert.

Worum geht es in diesem Jubiläum Sketch?

In diesem Sketch zum Jubiläum geht es um einen Mann, der auf die Bühne kommt, sich als Bürgermeister ausgibt und eine Rede über das Unternehmen halten will, wo das Jubiläum stattfindet.

Was braucht man für diesen Jubiläum Sketch?

Für diesen Jubiläum Sketch braucht man nichts weiter, als ein Rednerpult und ein Glas mit “Schnaps”. Es wird nur ein Schauspieler (männlich oder weiblich) benötigt.

Die Spieldauer beträgt ca. 5-10 Minuten.

Requisiten

  • 1 Rednerpult
  • 1 Glas mit “Schnaps”

Schauspieler

  • 1 Mann

Spieldauer

  • Ca. 5 – 10 Minuten

Sketch zum Jubiläum – Die Firmengeschichte

(Der Sketch beginnt damit, dass der Schauspieler auf die Bühne kommt und sich dem Publikum vorstellt. Im folgenden Sketch sollte man jeweils den wirklichen Ort für “Stadt” eintragen und den echten Firmennamen für “Namen”. So kann man den Sketch ganz einfach an die Gegebenheiten anpassen.)

Bürgermeister: Guten Abend, meine sehr verehrten Damen und Herren.

Mein Name ist Hans Hallermann. Ich fühle mich geehrt, als amtierender Bürgermeister von “Stadt” hier heute an diesem Abend eine Rede über die Entstehung der Firma “Name” zu halten. Nicht vielen wird diese Ehre zuteil. Da es sich bei “Name” um ein Traditionsunternehmen handelt, sehen die Bürger von “Stadt” die Firma als festen Bestandteil unserer Gesellschaft an. Es wäre nicht vorstellbar, wenn die Firma “Name” nicht mehr an Ort und Stelle wäre.

Die Geschichte von “Name” reicht bis ins Mittelalter zurück. Bereits 1628 gibt es die ersten Einträge im Stadtbuch von “Stadt”, dass die Firma “Name” schon regen Handel mit Hamster- und Rattenfellen getrieben hat. Man hat diese kleinen Felle damals für viele Zwecke verwendet, so konnte man sie als Socken, Putzlappen, Lätzchen, Schulterpolster oder Haarschmuck verwenden. Es sind auch Aufzeichnungen bekannt, wo man nachlesen kann, dass Hamsterfelle in Wasser eingekocht als Delikatesse in verschiedenen umliegenden Ortschaften gereicht wurden.

Die Firma “Name” begann also damit, sich als Felllieferant zu etablieren. Nach den ersten 50 Jahren, hatte man die gesamte Hamster- und Rattenindustrie als Monopolist mit 95% Marktanteil in der Hand. Da man mit weiser Voraussicht sehr viele der kleinen Felle auf Lager produziert hatte, konnte man auch im Zuge der großen Hamster- und Rattenkrise im Jahre 1760 noch ohne Probleme weiter liefern. Man überstand drei magere Jahre mit einem ausgefuchsten Marketingtrick. Man engagierte einen Mann namens Rattenfänger. Er kam aus Hameln und stieg als Freelancer bei “Name” ein. Die Idee, alle Ratten mit einer Melodie aus der Stadt und direkt in die Produktionshallen von “Name” zu locken, schlug ein wie eine Bombe.

Nach der Krise machte man den Rattenfänger dann zu einem der Chefverkäufer. Er konnte mit seinen Melodien nicht nur die Ratten verzaubern, sondern auch die Kunden. Der Verkauf von Ratten- und Hamsterfell stieg also kontinuierlich an.

(Nimmt einen großen Schluck aus seinem Glas.)

In den folgenden Jahren versuchte man sich auch auf anderen Marktsegmenten zu etablieren. Im Jahre 1800 gründete man die erste Zweigstelle. Man erkannte, dass man den Hamsterfellmarkt ganz Europas übernehmen konnte, wenn man nur an der richtigen Technik arbeitet.

Also entwickelte man eine Art Rohrpost. Dieses System funktionierte so, dass es ab sofort in jeder Stadt einen Einwurfkasten für Hamster und Ratten gab, der die kleinen Nager ansaugte und per Rohrleitung direkt zur großen Zentrale hier in “Stadt” lieferte. Man erkannte schon sehr früh das Potenzial dieser einfachen aber effektiven Erfindung. Es dauerte nicht lange, bis die Menschen damit anfingen, kleine Nachrichten an die Hamster und Ratten zu kleben, von denen man hoffte, dass befreundete oder verwandte Mitarbeiter der Firma “Name” sie lasen. Hätte man damals schon gewusst, dass man die E-Mail erfunden hatte, wäre die Entwicklung des Internets wahrscheinlich schon früher angekurbelt worden.

Sie sehen also, meine sehr verehrten Zuschauer, die Tradition in dieser Firma wird ganz groß geschrieben. Nichts wurde dem Inhaber geschenkt. Alles hat man sich mit eigenen Händen selbst erarbeitet. So was kann heutzutage kaum ein Unternehmen von sich behaupten. Im zweiten Teil meiner Rede gehen wir auf die eigentliche Entwicklung der Firma ein. Wie kam man zu der Produktausrichtung, die man heute verfolgt?

Sehen wir uns die Entwicklung der Firma “Name” um 1850 an. Hamster und Ratten waren plötzlich out. Niemand kaufte mehr die kuscheligen kleinen Felle, um sie für die unterschiedlichsten Zwecke einzusetzen. Es musste etwas anderes her, um weiter am Markt bestehen bleiben zu können.

Um herauszufinden, was die Menschen in dieser Zeit am nötigsten brauchten, machte man groß angelegte Umfragen. Die Ergebnisse waren teilweise erschütternd, da überraschenderweise die Luftgitarre und die Kunststoffmagneten die Produkte der Zeit waren. Der Inhaber von “Name” zog sich für zwei Wochen in sein Haus zurück und überlegte im kleinen Kreis seiner Marketingexperten, wie man sich auf diesem Markt etablieren könne. Welches Produkt würde wohl das Interesse der Menschen wecken und gleichzeitig das einzige seiner Art sein?

(Nimmt wieder einen großen Schluck aus seinem Glas.)

Nach scheinbar unendlichen Gesprächen kam man zu dem Entschluss, es mit etwas ganz Speziellem zu versuchen. Man entwickelte in den folgenden Monaten die Hamsterfell Kunststoff Magnet Gitarre. Es handelte sich hierbei um eine gewöhnliche Gitarre, die allerdings mit einem Hamsterfell überzogen verkauft wurde und die sich mit einem Kunststoffmagneten an jeder Wand als Dekorationsobjekt aufhängen ließ. Die Verkaufszahlen waren…….katastrophal. Der ideengebende Ingenieur wurde geköpft und gevierteilt und man setzte nun alles auf eine Karte. Die Hamstergitarre wurde eingestampft und man orientierte sich komplett neu.

Anfang 1900 schien es beinahe so, als ob “Name” pleite wäre. Die Kassen waren leer und es mangelte an Ideen. Zunächst produzierte man Farbbildschirme, vergaß dabei jedoch, dass das Fernsehen noch gar nicht erfunden war. Dann versuchte man sich an der Herstellung von Vogelhäuschen mit Drosselklappe, doch auch hier wurde wieder einmal teures Investitionsguthaben verbrannt.

Nach weiteren Flops wie zum Beispiel: Fliegenfutter, Flusenreiniger, Busencreme für links, Großraumorangen für Saftläden usw. war die Firma “Name” am Ende angekommen. Man schloss die Türen und produzierte die nächsten 20 Jahre erst mal nichts. Viele Mitarbeiter beschwerten sich, dass sie für diesen langen Zeitraum eingeschlossen waren, aber immerhin gab es jede zweite Woche etwas zu essen und zu trinken.

Nachdem der Geschäftsführer 20 Jahre auf Mallorca verbracht hatte, um sich von den Rückschlägen der letzten Jahre zu erholen, öffnete man die Pforten der Firma “Name” erneut und stellte fest, dass man zunächst erst mal ordentlich durchlüften musste. Nachdem die frische Luft Einkehr gehalten hatte, konnte man wieder klar denken und sich ein neues Produkt ausdenken. Diesmal wollte man alles richtig machen. Zunächst dachte man im geschlossenen Kreis über verschiedene Markennamen nach. Zur Debatte standen verschiedenste Möglichkeiten wie Nike, BMW, Ford, Douglas, Nestle, Haribo, Adidas, Coca Cola oder Sony. Um aber weiteren finanziellen Schäden aus dem Weg zu gehen und weil man hinter diesen Namen kein großes finanzielles Potenzial sah, entschied man sich für “Name”. Der Wohlklang, der sich hinter diesen Buchstaben befindet, überzeugte jeden Mitarbeiter sofort. Der neue Name der Firma war also
geboren und mit “Name” betitelt.

Ich stehe hier oben nun als Bürgermeister und spreche zu Ihnen als mein Volk. Wir feiern heute das Jubiläum der Firma “Name” aus “Stadt”. Erst in den letzten “Alter der Firma” Jahren konnte man zum endgültigen Siegeszug antreten. Die Produkte sind weitaus mehr als zwei Kilometer über die Stadtgrenze hinaus bekannt und es scheint so, als ob man demnächst auch Handel mit “Ortsnamen einer kleinen nahegelegenen Stadt” treiben will. Wer hätte das gedacht, dass man sich in mehr als 500 Jahren zu so einem Prachtunternehmen entwickeln kann?!

Ich möchte nun den Geschäftsführer bitten, zu mir auf die Bühne zu kommen.

(Wartet bzw. applaudiert, bis der Geschäftsführer der jeweiligen Firma auf der Bühne steht.)

Das hätten sie sich auch nicht erträumen lassen oder? Dass man vom Hamsterfellhändler zu einem Unternehmen für “Branche des jeweiligen Unternehmens” aufsteigen kann, zeigt wieder einmal, dass man seine Ziele nur verfolgen muss. Wie ihr Vorgänger die Rattenkrise gemeistert hat, war schon ein ordentliches Kunststück. Wir alle sind beeindruckt.

Nun hätte ich aber auch noch eine Frage an sie: Würden Sie jeder wieder Hamster- oder Rattenfelle verkaufen?

(Wartet die Antwort ab.)

Wer weiß, wie der Markt darauf reagieren würde. Ich wünsche Ihnen und Ihren Angestellten auf jeden Fall einen wunderschönen Abend. Feiern Sie so lange, bis es nicht mehr geht. Gedenken Sie dabei stets den vielen kleinen Hamstern, auf deren Fell ihr Vermögen aufgebaut wurde und arbeiten sie auch weiterhin hart an ihrer Karriere. Dann überstehen sie auch die nächste Krise, ganz gleich, um was dabei dann gehen wird.

Ich bedanke mich für das Zuhören und die rege Anteilnahme an der Firmengeschichte der Firma “Name”. Einen schönen Abend noch und alles Gute für das nächste Jahr.