Sketch zu Ostern: Gibt es den Osterhasen, oder nicht?

Sketche erfreuen sich auch zu Ostern großer Beliebtheit. Was kann es Lustigeres geben, als einen Sketch, der beispielsweise von der Familie auf einer Feier aufgeführt wird?

Alle Schauspieler sind bekannt und so kann man sich köstlich über die gespielte Szene amüsieren.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Worum geht es?
  2. Was benötigt man?
  3. Sketch: Gibt es den Osterhasen, oder nicht?
  4. Unser E-Book: “15 lustige Schulsketche & andere Kindersketche”

Worum geht es in diesem Sketch zu Ostern?

Sketche zu Ostern handeln selbstverständlich vom Osterhasen. Schließlich sollen die Sketche an diesem schönen Familienfest aufgeführt werden. In diesem Sketch geht es um die Diskussion, ob es den Osterhasen gibt, oder nicht. Dies allein verspricht schon einige lustige Dialoge.

Sketche zu Ostern lassen sich einfach aufführen. Gerade in diesem Sketch handelt es sich um eine Art Talkrunde nahmhafter Experten, die alle Ihren “Senf” zum Thema Ostern abgeben wollen. Außer einem Stuhlkreis ist für die Aufführung keine weitere Requisite notwendig.

In diesem Sketch geht es um eine Expertenrunde, die eifrig darüber diskutiert, ob es den Osterhasen gibt oder nicht. Dabei kommt es zu einigen hitzigen Dialogen.

Was braucht man für diesen Ostern Sketch?

Für diesen Sketch zu Ostern braucht man fünf Stühle und ein “Mikrofon”, welches quasi als Attrappe von einem Gesprächspartner zum anderen gereicht wird. Zusätzlich benötigt man noch ein Osterhasenkostüm und sechs motivierte Schauspieler.

Die Spieldauer beträgt ca. 5-10 Minuten.

Schauspieler

  • 2 Frauen
  • 3 Männer
  • 1 Osterhasen

Requisiten

  • 5 Stühle
  • ein Mikrofon
  • mehrere Blätter (Beweise)
  • ein Osterhasenkostüm

Spieldauer

Ca. 5 – 10 Minuten

Sketch zu Ostern – Gibt es den Osterhasen, oder nicht?

(Der Sketch spielt in einem “Fernsehstudio”. Die Expertenrunde sitzt bereits auf den Stühlen und wartet darauf, dass die Diskussion beginnen kann.)

Mann 1: Guten Abend zusammen. Ich habe mich schon den ganzen Tag auf diese Diskussion gefreut.

Mann 2: Mir ging es genau so. Es ist mir ein Anliegen, der Welt zu erklären, warum es den Osterhasen einfach nicht geben kann.

Mann 3: Wie kommen Sie eigentlich darauf? Es gibt ausreichend Beweise für die Existenz des eierbringenden Hüpfers.

Mann 2: Ach ja? Dann legen Sie mal los. Welche Beweise haben Sie, die Sie uns vorlegen können?

Mann 3: Es gibt zahlreiche Internetforen, in denen von der Sichtung des Hasen berichtet wird.

Mann 1: Internet? Sie glauben doch wohl nicht, dass von diesen sogenannten Meldungen auch nur ein Wort der Wahrheit entspricht.

Mann 2: Das kann ich auch nicht glauben. Im Internet steht viel. Manche reden sogar vom Weihnachtsmann.

Frau 1: Oder von einem schuldenfreien Deutschland.

Frau 2: Meine Herren, bleiben Sie doch bitte beim Thema. Also verehrter Kollege, was, außer den Meldungen im Internet, können Sie noch vorweisen?

Mann 3: Ich habe Augenzeugenmeldungen in schriftlicher Form, die mir bestätigen, dass es den Osterhasen definitiv gibt. Darf ich zitieren? (Nimmt ein Blatt in die Hand).

Mann 2: Na, da bin ich aber mal gespannt.

Mann 3: Also: Angelika M. aus K. schreibt hier: “Als ich am Ostersonntag in den Garten ging, stand er mir gegenüber. Große Ohren, buschiges Fell und zwei strahlend weiße Zähne”.

Frau 1: Das muss jetzt aber nicht der Osterhase gewesen sein. Schließlich gibt es auch einige Männer, die so aussehen.

Mann 3: Dann habe ich hier noch jemanden: “Nachdem wir am Samstag vor Ostern aus dem Edeka Markt in Nürnberg kamen, konnte ich eine hüpfende Gestalt sehen, die mit zwei Einkaufswagen voller Eier über den Parkplatz huschte. Das Ganze war mir gleich verdächtig und ich versuchte Kontakt aufzunehmen. Dann lief die Gestalt in Panik weg und stieß dabei beide Einkaufswagen zur Seite.” Dieser Bericht kommt von Andreas P. aus N.

Frau 2: Das klingt mir schwer verdächtig nach einem Eierdieb.

Mann 1: Sie beschuldigen den Osterhasen als Eierdieb?

Frau 2: Nein, das würde ich nie tun. Denn es gibt den Osterhasen nicht.

Mann 3: Es gibt ihn doch.

Frau 2: Es gibt ihn nicht.

Frau 1: Und warum glauben dann Millionen von Kinder an den Osterhasen?

Mann 2: Das liegt doch auf der Hand. Die Süßwarenindustrie hat den Osterhasen erfunden, um neben den Weihnachtsmännern auch noch weitere Schokoladenfiguren verkaufen zu können. Ganz einfach.

Mann 3: Sie glauben also, dass der ganze Mythos des Osterhasen auf einer gekonnten Marketingstrategie beruht?

Mann 2: Das ist meine Meinung.

Frau 1: Da muss ich ihnen eindeutig widersprechen. Ich denke, dass es den Hasen schon die ganze Zeit gab und die Industrie sich nur auf einen fahrenden Zug gesetzt hat.

Mann 2: Einen Zug voller Eier?

Mann 1: Jetzt machen Sie sich bitte nicht lächerlich.

Mann 3: Wenn es das glückbringende Kaninchen nicht gibt, warum kursieren dann immer wieder Meldungen von der Area 51, wo es neben Aliens auch einige Beweise für den Hasen gibt?

Mann 2: Area 51 ist eine Erfindung von pickeligen Freaks, die den ganzen Tag in abgedunkelten Zimmern sitzen und sich Verschwörungstheorien ausdenken.

Mann 1: Also ich finde ja, wir sollten diese Diskussion hier endlich mal auf eine sachliche Ebene heben.

Mann 2: Jetzt kommen Sie mir nicht mit ihrem klugen Geschwätz.

Mann 1: Das ist kein kluges Geschwätz. Ich bin ein Experte in den Themengebieten, in denen ich mich aufhalte.

(Der Schauspieler im Osterhasenkostüm geht nun zum ersten Mal im Hintergrund von links nach rechts über die Bühne. Dabei bleibt er in der Mitte stehen, schaut kurz auf die Uhr und geht dann weiter.)

Mann 3: Sie ein Experte?

Mann 1: Aber selbstverständlich. Seit Jahren arbeite ich professionell im Bereich der Wahrheitsfindung. Auch das Gebiet des Osterhasen gehört zu meinen Aufgaben und ich werde erst ruhen, wenn ich einen Beweis für oder gegen den Osterhasen gefunden habe.

Mann 2: Dann können Sie lange suchen. Außer seinen albernen bunten Eiern hinterlässt der angebliche Hase nämlich keine Spuren. Oder haben Sie ihn jemals bei seiner Arbeit gesehen?

Mann 1: Nun, einmal war es ganz knapp. Ich war noch ein Kind, als ich im Wohnzimmer ein Geräusch gehört habe. Langsam schlich ich mich durch den Flur, um nachzusehen, wer da in unserem Haus sein Unwesen trieb. Als ich dann in der Stube ankam, entdeckte ich meinen Vater, wie er mit einer Hand voll Eier in der Ecke kniete.

Frau 2: Sehen Sie? Welchen Beweis brauchen wir denn noch? Es ist doch ganz klar erwiesen, dass die Eltern die Eier verstecken und nicht etwa der Hase mit den lustigen Geschenken.

Mann1: (Empört)Mein Vater hat die Eier nicht versteckt. Er hat sie dem Osterhasen gestohlen. Ich konnte ihm das nie verzeihen und leide seitdem unter einem tiefgreifenden Trauma. Jedes Mal wenn ich im Supermarkt bin, muss ich Unmengen an Eiern kaufen und diese dann in meiner Wohnung verstecken. Sie glauben ja gar nicht, wie das riecht.

Frau 2: Warum haben Sie die Eier denn nicht entsorgt, nachdem sie schlecht geworden sind?

Mann 1: (Beschämt)Weil ich vergessen habe, wo sie liegen. Es sind im Laufe der Jahre einfach zu viele geworden.

Mann 2: Sagen Sie mal, reden wir hier über ihre seelischen Probleme oder über das Phänomen des Osterhasen? Wir sind doch keine Selbsthilfegruppe.

(Der “Osterhase” kommt ein weiteres Mal auf die Bühne. Er stellt sich mitten hinter die Talkrunde und hört eine Weile zu. Immer wenn jemand etwas sagt, was ein Beweis für seine Existenz ist, dann nickt er zustimmend. Bei einer ablehnenden Haltung schüttelt er nur verzweifelt den Kopf.)

Frau 2: Ich denke auch, wir sollten auf den Kern dieser Gesprächsrunde zurückkehren. Gibt es nun den Osterhasen oder nicht?

Frau 1: Das ist doch der springende Punkt. Auch sollte man das hüpfende Kaninchen mal unter rechtlichen Aspekten betrachten. Sollte es ihn geben, ist es da nicht sehr verwunderlich, dass er einfach so in Millionen Häuser einbricht, Eier versteckt und sich unbemerkt wieder aus dem Staub macht? Für mich ist das Einbruch und eine Verletzung der Privatsphäre eines jeden Bürgers unseres Landes.

Mann 1: So darf man das nun auch wieder sehen. Schließlich lassen die Menschen ihn ja freiwillig in das Haus.

Mann 2: Sollte er mal bei mir vor der Tür stehen, gibt es Hasenbraten.

(Der Osterhase im Hintergrund macht einen erschrockenen Eindruck.)

Mann 2: Zum Glück mag ich gar keinen Hasenbraten.

(Der Hase wischt sich erleichtert über die Stirn und atmet auf.)

Mann 1: Da wir uns hier auch nicht in einer Kochsendung befinden, sollten wir nun abschließend die Beweislage klären. Herr Kollege, was möchten Sie dazu sagen?

Mann 2: Also für mich steht immer noch fest, dass es den Osterhasen nicht geben kann.

(Der Hase zeigt auf den Kandidaten, lacht und macht dann kreisförmige Bewegungen neben seiner Schläfe mit dem Zeigefinger.)

Mann 3: Ich bin ganz anderer Meinung. Er existiert und er kommt jedes Jahr, um den Menschen und ganz besonders den Kindern eine große Freude zu bereiten. Ich plädiere für eine Verlängerung der Ostertage auf eine ganze Woche.

Frau 2: Eine ganze Woche Eiersuchen? Das ginge mir zu weit.

Mann 1: Meiner Meinung nach sollte man endlich mal eine Studie durchführen, die mit Videoaufnahmen beweist, dass es den Hasen gibt.

Mann 2: Videos lassen sich bearbeiten. Ich glaube nur, was ich sehe.

(Der Hase im Hintergrund zeigt auf sich und stellt sich hin, so nach dem Motto: Dann schau doch her!)

Mann 1: Wie verbleiben wir am Ende dieser aussageschwachen Sendung?

Mann 2: Da fällt mir nur eins ein:

(Alle stehen auf, der Hase stellt sich in die Mitte und alle Schauspieler sprechen gemeinsam)

Alle zusammen: Wir wünschen allen Zuschauern frohe Ostern.