Computerkurs für Rentner – Sketch über die Pensionierung

Sketche über die Pensionierung machen immer deutlich, dass man im Alter mit anderen Dingen zu kämpfen hat als in der Jugend. Ein Computerkurs beispielsweise kann, obwohl er bei Null beginnt, wegen der englischen Fremdwörter zu einer schwierigen Hürde werden.

Genau davon handelt dieser Sketch: Es geht um einen Mann, der sich zu einem Computerkurs angemeldet hat und dem weniger der Computer, sondern viel mehr die englischen Begriffe zu schaffen macht.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was benötigt man?
  2. Sketch: Computerkurs für Rentner

Was braucht man für den Sketch “Computerkurs für Rentner”?

Für diesen Sketch braucht man fünf Stühle, fünf Tische und fünf Notebooks.

Sketche über die Pensionierung sorgen auf Ihrer Feier für Stimmung. Oftmals handeln diese Sketche davon, dass die Hauptfiguren nicht wissen, was sie nach der Pensionierung machen sollen. Auch in diesem Sketch geht es um diese Thematik. Aus diesem Grund hat sich die Hauptfigur zu einem Computerkurs angemeldet, um auch nach der Pensionierung noch etwas Neues zu lernen.

Um diese Pensionierung Sketche aufzuführen braucht man nicht viele Mittel. Es werden lediglich einige Notebooks benötigt und einige wenige Tische. Ob man den Sketch vor einer großen Gesellschaft auf einer großen Bühne aufführt oder im kleinen Kreis, macht keinen Unterschied.

Schauspieler

  • 5 Männer

Requisiten

  • 5 Tische
  • 5 Stühle
  • 5 Notebooks

Spieldauer

Ca. 10 Minuten

Der Sketch “Computerkurs für Rentner”

Der Sketch beginnt damit, dass alle im Kurs an ihren Tischen sitzen (vier Personen). Der Lehrer sitzt mit seinem Tisch so, dass er seinen vier Schülern genau gegenüber sitzt.

Lehrer: Guten Morgen zusammen. Ich freue mich, dass Sie hier alle erschienen sind. Heute werden wir also mit den Grundlagen beginnen, damit Sie später zu Hause eigenständig mit dem PC arbeiten können.

Schüler 1: Guten Morgen. Sie fangen aber bitte ganz vorne an, ja? Ich kenne mich mit diesen Dingern gar nicht aus.

Lehrer: Aber ja. Wir starten bei Null. Was Sie vor sich sehen, ist ein Notebook.

Schüler 1: Und in welcher Not kann mir dieses Ding helfen?

Lehrer: Nun, wenn sie mal eine E-Mail schreiben wollen, dann brauchen Sie diese nur in dieses Gerät einzugeben. Das ist aber nur eins von vielen tausend Beispielen.

Schüler 1: Das heißt, wenn ich Emil schreiben will, dann geht das hiermit?

Lehrer: Nicht nur dem Emil. Auch anderen Freunden können sie eine E-Mail schreiben.

Schüler 2: Und wenn ich also dem Klaus schreiben möchte. Heißt es dann Klaus-Mail?

Lehrer: Wie kommen Sie denn darauf?

Schüler 2: Na der Emil bekommt eine E-Mail. Also kriegt der Klaus eine Klaus-Mail.

Lehrer: Nein, so einfach geht das nicht.

Schüler 1: Das hab ich mir schon gedacht.

Lehrer: Ich würde vorschlagen, wir schalten unsere Geräte nun einfach mal ein.

Der ältere Mann sucht am ganzen Gerät nach einem Knopf, findet ihn aber nicht.

Schüler 4: Ich krieg ihn nicht an.

Lehrer: Sie müssen oben am Rand über den Touchscreen reiben.

Schüler 4: Na hoffentlich kommt da mal kein Geist aus der Wunderlampe.

Lehrer: Sehen Sie? Schon funktioniert es.

Schüler 1: Und was mache ich jetzt?

Lehrer: Wir warten, bis der Desktop erscheint.

Schüler 1: Ach ich dachte, wir wären schon vollzählig.

Lehrer: Nein nicht hier. Der Desktop ist der Bildschirm, auf dem Sie Ihre Icons finden.

Schüler 1: Na, wenn Sie das sagen.

Lehrer: So. Bitte öffnen Sie nun alle den Browser.

Schüler 2: Ich habe heute morgen schon geduscht. Können wir nicht lieber mit dem Computer arbeiten?

Lehrer: Ich meinte nicht Ihre Dusche, sondern den Internetbrowser. Damit können Sie im Internet surfen.

Schüler 3: Eine Badehose habe ich auch nicht dabei. Surfen soll ja auch sehr gefährlich sein. Wo ist denn dieses Internet? Fliegt man da lange hin?

Lehrer: Also meine Herren. Ihre Notebooks sind alle über W-LAN mit dem Internet verbunden. So können wir alle gemeinsam im Internet surfen und uns interessante Seiten ansehen, die Ihnen später vielleicht einmal nützlich sein werden.

Schüler 1: Also meiner ist nicht verbunden. Oder sieht hier irgendwer ein W-LAN Kabel?

Schüler 2: Bei mir ist auch nichts dran. Herr Lehrer, ich glaube unsere Notebooks sind kaputt.

Lehrer: Das glaube ich nicht, die wurden nämlich alle neu angeschafft. Warten Sie, ich komme zu Ihnen und öffne Ihre Browser.

Der Lehrer geht zu seinen Schülern und öffnet allen den Internetbrowser, damit der Unterricht fortgesetzt werden kann. Dann setzt er sich wieder auf seinen Platz.

Schüler 4: Bei mir erscheint aber nichts Interessantes. Da ist nur ein Feld, wo man etwas hineintippen kann und darüber steht: GOGGELE.

Lehrer: Das ist eine Suchmaschine.

Schüler 1: Was ist denn eine Suchmaschine?

Lehrer: Hier können Sie etwas eingeben und die Suchmaschine findet das dann für Sie.

Schüler 2: Das funktioniert aber nicht. Bei mir will das nicht so richtig klappen.

Lehrer: Wieso? Was haben Sie denn eingegeben?

Schüler 2: Ich habe “Wo liegen meine Haustürschlüssel?” eingegeben. Die Suchmaschine hat sie aber nicht gefunden.

Lehrer:Sie funktioniert das auch nicht. Die Suchmaschine findet nur interessante Artikel für sie. Berichte oder Informationen.

Schüler 4: Na, da schau ich lieber die Tagesschau. Da kommen auch interessante Berichte und ich muss nichts eintippen.

Schüler 3: Bei mir steht aber auch etwas ganz Komisches.

Lehrer: Wieso? Lesen Sie doch mal vor. Sicherlich haben alle ein großes Interesse daran.

Schüler 3: Nein, das ist mir unangenehm.

Lehrer: Ach kommen Sie schon. Worum geht es denn?

Schüler 3: Woher weiß dieses blöde Ding eigentlich, dass ich Probleme mit der Potenz habe? Kaum surfe ich im Internet, steht hier Werbung über Viagra.

Lehrer: Da sollten Sie nicht zu sehr drauf achten. Jeder Mensch hat mit dieser ungewollten Werbung zu kämpfen. Ich denke, wir sollten uns dann lieber einem anderen Thema zuwenden. Fahren sie mit der Maus nun bitte über das Rote X am Rand Ihres Desktops.

Schüler 4: Wo soll ich mit meiner Maus hinfahren? Das letzte Mal, dass ich meine Frau Maus genannt habe und mit ihr irgendwo hingefahren bin, ist schon lange her. Außerdem sah sie da auch noch nach Maus aus. Jetzt gleicht sie eher einem Pfirsich. Aber einem, der lange hinter dem Schrank gelegen hat.

Lehrer: Ich meinte ja auch nicht Ihre Maus daheim, sondern die Maus, die neben dem Notebook liegt.

Ein Mann springt auf und kreischt laut

Schüler 4: Wo ist hier eine Maus? Ich kann diese Viecher nicht haben.

Lehrer: Eine Computermaus. (Lehrer hebt die Hand und zeigt, was er meint). Dies bezeichnet man als Maus. Bitte fahren Sie damit über das X am Bildschirmrand.

Schüler 1: Wie soll man denn damit fahren? Ich sehe gar kein Lenkrad.

Lehrer: Sie müssen die Maus so bewegen, dass sie sich über dem X befindet.

Einer der Schüler nimmt die Maus in die Hand und hält sie wirklich vor den Bildschirm und fährt hin und her.

Schüler 1: Also ich kann hier so oft drüberfahren wie ich will, aber es passiert einfach nichts.

Lehrer: Sie sollen ja auch nicht direkt mit der Maus darüber fahren.

Schüler 2: Aber das haben Sie doch gesagt.

Lehrer: Ja schon aber…Verzweifelt so langsam. Wenn Sie die Maus bewegen, finden Sie auf dem Bildschirm einen Pfeil. Dieser muss über dem roten X liegen. Dann bitte auf den Knopf an der Maus drücken.

Schüler 1: Geschafft.

Lehrer: Na sehen Sie. Ich würde vorschlagen, dass wir jetzt einfach mal ein Word Dokument öffnen.

Schüler 4: Ein Dokument? Was steht denn da drin? Ist das geheim?

Lehrer: Da steht noch gar nichts drin.

Schüler 4: Weshalb sollen wir es dann öffnen?

Lehrer: Damit wir etwas hineinschreiben.

Schüler 4: Und was bringt uns das dann?

Lehrer: Dann steht etwas darin und wir können es ausdrucken.

Schüler 4: Aber können wir es denn nicht direkt auf Papier schreiben? So, wie wir es immer gemacht haben?

Lehrer: Doch natürlich. Das ginge auf jeden Fall. Schlägt beide Hände über dem Kopf zusammen

Schüler 3: Na sehen Sie. Warum dann mit soviel Technik herumschlagen?!

Lehrer: Damit Sie das Geschriebene auch öfter ausdrucken können. Schreiben Sie jetzt bitte folgenden Satz. “Ich bin Schüler eines Computerkurses und habe sehr viel Spaß bei der Arbeit mit einem Computer”.

Alle fangen fleißig an zu tippen. Plötzlich holt einer der Schüler eine Flasche Tipp Ex heraus und beginnt, auf dem Bildschirm herumzupinseln.

Lehrer: Was machen Sie denn da?

Schüler 1: Ich habe mich verschrieben. Da wollte ich eben kurz eine Korrektur vornehmen.

Lehrer: Aber Sie können doch nicht mit Tipp Ex auf den Bildschirm malen.

Schüler 1: Doch kann ich. Dreht das Notebook um Schauen Sie mal hier. Alles schon korrigiert.

Lehrer: Oh mein Gott, womit habe ich das verdient?

Schüler 1: Die Jugend von heute. Einfach nicht mehr belastbar. Sollten sich alle mal ein Beispiel an uns nehmen. Wir gehen sogar in einen Computerkurs, obwohl wir schon längst in Rente sind.