Urlaubs-Sketch: Das winzige Appartement

In diesem Urlaubssketch geht es um eine ältere Dame, die nicht mit ihrem Zimmer zufrieden ist.

Sie meckert und meckert und meckert….ohne zu merken, dass sie sich gar nicht in ihrem Zimmer befindet.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was braucht man?
  2. Sketch: Das winzige Appartment

Utensilien für den Sketch “Das winzige Appartement”

Für diesen Sketch braucht man einen Koffer, eine Pagenuniform und versnobte Kleidung für die ältere Dame.

Schauspieler

  • 1 Mann
  • 1 Frau

Requisiten

  • Koffer
  • Pagenuniform
  • versnobbte Kleidung für die ältere Dame

Spieldauer

Ca. 5 – 10 Minuten

Der Sketch “Das winzige Appartement”

Der Sketch beginnt damit, dass die ältere Dame mit ihren Koffern neben dem Pagen steht und sich über die schlechte Luft in ihrem Hotelzimmer beschwert. Sie sollte mit einer genervten Tonlage sprechen, als würde sie von oben auf den Pagen herabschauen.

Frau: Also wirklich. Das ist hier ein Mief in der Bude. Wurde hier denn noch nie gelüftet? Ich kann gar nicht glauben, dass sie einer Dame wie mir solch ein Hotelzimmer andrehen wollen.

Page: Aber meine Dame. Ich….

Frau: Nun mal nicht so vorlaut, kleiner Mann. Schließlich gibt es noch Orte, an denen der Kunde König ist. Was ist nur aus den Hotels der guten alten Zeit geworden? Ich glaube, ich werde langsam zu alt.

Page: Meine Dame, also ich bitte Sie….

Frau: Du willst mich bitten? Und überhaupt, was ist das hier für eine karge Einrichtung? Es gibt ja kaum Licht und gemütliche Möbel kann ich auch nicht erkennen? Sie haben sich wohl auf diese Billigurlauber eingestellt, was? Aber nicht mit mir, nicht mit mir.

Page: Sehr verehrte Dame. Also ich muss…

Frau: Ich weiß, was Sie müssen. Sie müssen meine Koffer tragen und sonst gar nichts. Aber so lasse ich nicht mit mir umgehen. Ich werde mich bei der Reiseleitung beschweren. Gar nichts an diesem Zimmer ist so, wie ich es bestellt habe. Gar nichts.

Page: Aber wenn Sie mir doch zuhören würden…

Frau: Ich Ihnen zuhören? Ein Zimmer mit Meerblick hatte ich gebucht. Mit Meerblick. Und sehen Sie hier irgendwo das Meer?

Page: Nein.

Frau: Na bitte, jetzt geben sie es auch noch selbst zu. Das ist eine Schande für die gesamte Touristik. Wie soll ich denn hier bitte schön ordentlich Urlaub machen?

Page: Also ich könnte Ihnen ja erklären, wie es weitergeht, aber….

Frau: Kein aber. Ich fahre seit mehr als 30 Jahren in diese Gegend und war immer sehr zufrieden. Nach meiner Augen OP brauchte ich etwas Erholung und dachte mir: Komm, probier mal ein neues Hotel aus. Hätte ich doch nur auf meinen Instinkt gehört und wäre wieder in das 5 Sterne Edelmann gefahren. Mit dem, was Sie hier zu bieten haben, locken Sie keinen alten Hund mehr hinter dem Ofen vor.

Page: Ich verstehe ja, dass Sie aufgebracht sind…

Frau: Aufgebracht? Das ist noch gar kein Vergleich, wie es mir wirklich geht. Welcher Innenausstatter kommt auf die Idee, ein Zimmer innen komplett mit Metall zu verkleiden? Ich verstehe das einfach nicht. Wie kann man nur so geschmacklos dekorieren?

Page: Nun, die meisten “Zimmer” dieser Art sind so aufgebaut.

Frau: Sie wollen mir sagen, dass alle Zimmer in ihrem Hotel so aussehen? Dann können wir gleich wieder alles zusammenpacken und ich werde mich in einem der Nachbarhäuser einbuchen. Ich bin empört, wirklich empört.

Page: Das verstehe ich ja….

Frau: Gar nichts verstehen Sie. Ich würde mich ja gerne bei ihrem Vorgesetzten beschweren, doch es gibt ja noch nicht mal ein Telefon hier. Zumindest kein normales. Seit wann baut man Telefone in die Wand ein? So etwas ist ja total unpraktisch.

Page: Sehr verehrte Dame, jetzt hören Sie mir mal zu. Wir befinden uns noch im Aufzug.