Die Taufe - ein Fest für die ganze Familie

Die Taufe ist nicht nur ein kirchliches Fest, das mit der ganzen Familie gefeiert wird, sondern auch der Tag, an dem das Kind in eine Gemeinde aufgenommen wird. Ebenfalls am Tag der Taufe werden die Paten ausgewählt, die sich ein Leben lang um das Kind kümmern. Das Fest findet traditionell mit allen Familienangehörigen und Freunden statt.

Alles für eine gelungene Taufe

Wann soll die Taufe am besten stattfinden?

Die meisten Eltern lassen ihr Kind zwischen dem dritten und dem sechsten Lebensmonat taufen. Der Zeitpunkt kann aber individuell entschieden werden. So gibt es beispielsweise auch Erwachsenentaufen.

Natürlich nimmt ein Baby den symbolischen Akt der Taufe und das darauffolgende Fest nicht bewusst wahr. Deshalb warten manche Eltern mit der Taufe bis das Kind mindestens vier Jahre alt ist. Sowohl bei der kirchlichen Taufe, als auch bei der gesellschaftlichen Taufe, spielt das Alter keine Rolle.

Die Taufe richtig planen

Hat man sich für den richtigen Tauftermin entschieden, sollten Eltern einige Punkte beachten: Unter anderem wird ein Taufpate benötigt, der während der Zeremonie anwesend ist.

Taufpaten haben die Aufgabe, dem Kind auf seinem weiteren christlichen Lebensweg beizustehen und die christlichen Richtlinien in die Erziehung einzubringen. Mit dem Annehmen des Patenamts gehen die Paten zumindest auf Papier eine lebenslange symbolische Verbindung mit dem Taufkind ein.

Während der Taufe steht es den Paten frei, aktiv an der Veranstaltung teilzunehmen, indem sie beispielsweise das Taufwasser herbeibringen.

Eltern fertigen für das bevorstehende Ritual idealerweise eine kleine Checkliste an. Sie benötigen wichtige Unterlagen, die sie bei der zuständigen christlichen Gemeinde einreichen. Dazu gehören der Taufschein, der Trauungsschein der Eltern, die Geburtsurkunde des taufbaren Kindes und der Patenschein.

Auch die Taufeinladungen gilt es zu gestalten und rechtzeitig zu versenden.

Nach der Taufe findet die sogenannte Tauffeier statt. Für sie benötigen die Eltern eine geeignete Location, die genug Platz für alle geladenen Gäste bietet.

Falls die besondere und einmalige Festlichkeit fotografisch festgehalten werden soll, kann zudem ein professioneller Fotograf engagiert werden.

Das Fest organisieren - Anregungen und Ideen zur Location

Wo soll die Feier stattfinden? Wie werden die Gäste am besten verpflegt? Welche Location passt zu dieser Feierlichkeit? - All dies sind Fragen, die man sich im Vorfeld eines Tauffestes stellen kann.

Ist man ein Elternteil oder Pate des getauften Kindes, sollte man vorerst eine geeignete Location für die Feierlichkeiten suchen. Wie wäre es beispielsweise, wenn die Feier

  • daheim oder im eigenen Garten
  • im Pfarrheim
  • in einem Restaurant
  • in einer Eventhalle/ Raum
  • im Freien, z.B. im Park

stattfindet? Der Veranstaltungsort sollte in Betracht der Anzahl der geladenen Gäste gewählt werden.So auch die Verpflegung, denn schließlich werden die Gäste im Restaurant oder in einem Eventraum verpflegt, während dies zu Hause oder im Freien durch den Gastgeber geschehen muss. Hierfür eignet sich sehr gut ein kaltes Buffet oder am Nachmittag ein Kuchenbuffet.

Der Ablauf der Taufe

Die Taufe findet im Rahmen eines Gottesdienstes statt, der zwischen 40 und 60 Minuten dauert. Der Gottesdienst setzt sich aus drei Elementen zusammen. Zunächst segnet der Pfarrer oder Bischof das Kleinkind, welches von den Eltern nach vorn gebracht wird.

Das Kleinkind empfängt das Segenszeichen an der Stirn und an der Brust. Anschließend fragt der Pfarrer oder Bischof, ob die Eltern die christliche Erziehung des Kindes übernehmen und sich für diese verantwortlich zeigen. Idealerweise antworten sie mit "Ja, mit Gottes Hilfe". Anschließend erfolgt die Taufe, gemäß der krichlichen Tradition, entweder in einem Taufbecken unter Wasser oder über Wasser, indem das Kind Weihwasser über den Kopf geschüttet bekommt.

Das letzte Element besteht darin, die Eltern des Getauften zu segnen. Anschließend erhalten die Gesegneten den Taufschein und die dazugehörige Urkunde.

Was schenkt man zur Taufe?

Ist man ausgewählt worden, ein Pate des getauften Kindes zu sein, bringt man als Geschenk die persönlich gestaltete Taufkerze mit.

Zur Feier der Taufe gern gesehen sind ebenfalls Geldgeschenke. Das geschenkte Geld wird in die Zukunft des Kindes investiert und beispielsweise auf einem Sparkonto angelegt.

Weitere schöne Geschenkideen sind Geschenke mit dem Namen des Kindes, so beispielsweise

  • Kissen und Kuscheltiere
  • Strampler, Shirts oder Schlafsäcke
  • Bilderrahmen
  • Fotoalben
  • Schnullerketten oder Schnuller
  • Krabbelschuhe
  • Lätzchen
  • Beißringe

Der geschichtliche Hintergrund der Taufe

In der frühen Kirchengeschichte durften sich ausschließlich erwachsene Menschen taufen lassen. Auf diesen großen Moment bereiteten sie sich lange vor und schlossen sich vorab der christlichen Gemeinde an, um mehr über den Heilsbringer Jesu Cristi und dem von ihm gepredigten Glauben zu erfahren.

Die Menschen empfingen die Taufe zumeist während der Zeit des Osterfests in und an Flüssen oder sogenannten Baptisterien. Bei der Zeremonie bekannten sich die Gläubigen zu ihrem Gott und sprachen sich von allem Bösen los.

Anschließend stiegen die Gläubigen in das Taufbecken hinab. Ein Priester oder Bischof tauchte die Gläubigen anschließend bis zu drei Mal unter Wasser und sprach dabei das Vater unser und die Verse des Heiligen Geistes. Später gingen die Christen dazu über, allen Menschen das Sakrament zu spenden - auch kleinen Kindern und Babys.


Quellen

Erzbistum Köln: Die Geschichte der Taufe »
Öhler, Markus: Taufe »