Weihnachtsmarkt – Ein Muss in der Vorweihnachtszeit

Der Weihnachtsmarkt gehört genauso zur Vorweihnachtszeit wie das Kaufen der Geschenke und das Anzünden der Adventskerzen. In ganz Deutschland eröffnen die kunterbunten Märkte mit dem Beginn der Adventszeit ihre Pforten.

Zu den Publikumsmagneten gehören nicht nur die vielen Nasch- und Glühwein-Buden, sondern auch romantische Handwerksarbeiten, spezielle Angebote für Kinder und ein besinnliches Programm mit Konzerten und Theaterstücken.

Natürlich darf auch der Weihnachtsmann höchstpersönlich auf keinem Weihnachtsmarkt fehlen.

Weihnachtsmarkt

Seinen Ursprung hat der Weihnachtsmarkt im späten Mittelalter. Hier wurden vor Weihnachten immer Verkaufsmessen und eintägige Märkte veranstaltet. Neben Nahrung und Alltagsgegenständen wurden im Laufe der Zeit auch immer mehr Geschenke – Spielzeuge, Körbe, Nüsse, Süßigkeiten und mehr – auf den Märkten angeboten.

Dies war die Geburtsstunde des Weihnachtsmarktes. Als feste Veranstaltung konnte sich der Weihnachtsmarkt allerdings in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts etablieren. Seitdem wird er vielerorts jedes Jahr mit der Adventszeit eröffnet.

Die schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands

Die Deutschen lieben den Weihnachtsmarkt. Er ist ein fester Bestandteil der Zeit vor Weihnachten und wird immer wieder gern besucht. Die Gründe hierfür sind vielseitig.

Während die einen auf der Suche nach originellen Geschenken für Weihnachten sind, wollen die anderen einfach eine tolle Zeit haben.

Dazu gehört natürlich auch, dass man es sich bei Glühwein und kulinarischen Köstlichkeiten gut gehen lassen kann.

Die folgende Übersicht stellt ein paar der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands vor, die definitiv einen Besuch wert sind:

Dresden
In Dresden findet jedes Jahr der berühmte Striezelmarkt statt. Es handelt sich hierbei um einen der ältesten und traditionellsten Weihnachtsmärkte in Deutschland.
Erfurt
Der Erfurter Weihnachtsmarkt findet an mehreren Standorten in der Stadt statt. Der Hauptmarkt befindet sich vor der herrlichen Kulisse des Erfurter Doms und der Severi-Kirche, die sich direkt daneben befindet.
Nürnberg
Der Nürnberger Christkindlesmarkt ist einer der bekanntesten Weihnachtsmärkte der Welt. Den Besucher erwarten mehr als 180 verschiedene Buden.
München
Auch München erstrahlt in der Zeit vor Weihnachten im romantischen Glanz der Weihnachtsmärkte. Der größte Weihnachtsmarkt findet jedes Jahr auf dem Marienplatz statt.


Weitere sehenswerte Weihnachtsmärkte gibt es in:

    • Stuttgart
    • Rostock
    • Erzgebirge
    • Frankfurt am Main
    • Magdeburg
    • Leipzig
    • Dortmund
    • Braunschweig
    • Berlin

 

Aachener Weihnachtsmarkt

Der Aachener Weihnachtsmarkt gehört zu den schönsten in ganz Europa. Wer den Weg in die Kaiserstadt auf sich nimmt, wird nicht enttäuscht.

Die Gäste dürfen sich in Aachen über mehr als 130 verschiedene Händler, Handwerker und Künstler freuen.

Das Angebot reicht von herrlichen Dekorationsgegenständen über Spielzeuge bis hin zu Köstlichkeiten wie den berühmten Aachener Printen. Hier bleibt garantiert kein Weihnachtswunsch offen.

Der zweitschönste Weihnachtsmarkt Europas

Erst im vergangenen Jahr stellte sich der Aachener Weihnachtsmarkt der Abstimmung über den schönsten Weihnachtsmarkt Europas. Er schaffte es, sich gegen eine namhafte Konkurrenz durchzusetzen und erreicht am Ende sogar den zweiten Platz.

Zwischen Tradition und Moderne

Dass trotz aller Tradition auch die Moderne nicht aus dem Blick gelassen wird, verdeutlicht folgendes: Auf dem Weihnachtsmarkt in Aachen haben Besucher die Gelegenheit, kostenloses WLAN zu nutzen. Die Coupons mit 24-Stunden-Zugangscodes sind an verschiedenen Orten, zum Beispiel am Infostand am Eingang des Marktes, erhältlich.

Auch eine umfassende Facebook- und Instagram-Präsenz verdeutlicht, dass der Aachener Weihnachtsmarkt mit der Zeit geht und somit immer wieder neue Zielgruppen anspricht.

Der Printenmann

Aachener Printen sind eine Art Honigkuchen, die mit Zuckerrübensirup gesüßt werden. Im Gegensatz zu Lebkuchen werden sie im Raum um Aachen das ganze Jahr über gegessen und sind nicht nur zu Weihnachten eine beliebte Spezialität.

Viele, die an den Weihnachtsmarkt in Aachen denken, haben sofort den berühmten Printenmann vor Augen. Hierbei handelt es sich um eine beleuchtete Figur, die an einen Lebkuchenmann erinnert. Natürlich ist die große Figur nicht wirklich aus Printen, sondern ein künstliches Imitat. Trotzdem hat es der Mann geschafft, das Wahrzeichen des Weihnachtsmarktes in Aachen zu werden.

Weitere Infos zum Aachener Weihnachtsmarkt

  • Wann: 20. November bis 23. Dezember
  • Wo: Markt, Katschhof, Münsterplatz, Holzgraben, Kugelbrunnen
  • Was: über 130 verschiedene Buden, Rahmen- und Kinderprogramm

 

Nürnberger Christkindlesmarkt

Es gibt unzählige Weihnachtsmärkte in Deutschland, die sich alle durch etwas anderes sehr Spezielles auszeichnen. Ein Weihnachtsmarkt, der jedes Jahr besonders viele Besucher anlockt, ist der Nürnberger Christkindlesmarkt.

Dieser Markt gehört zu den schönsten und auch beliebtesten Weihnachtsmärkten Deutschlands – und das zu recht, denn in Nürnberg wird Tradition und Besinnlichkeit groß geschrieben.

Vom 1.Advent bis Heiligabend

Der Weihnachtsmarkt in Nürnberg eröffnet jedes Jahr traditionell am Freitag vor dem 1.Advent. Ab dann haben die Besucher die Möglichkeit, den Christkindlesmarkt bis Heiligabend zu besuchen.

In dieser Zeit erwarten die Gäste eine ganze Reihe verschiedener Highlights und Programmpunkte. Der Weihnachtsmarkt in Nürnberg besticht nicht nur durch verschiedene Glühwein- und Nasch-Buden, sondern auch weihnachtliches Flair, das an jeder Ecke spürbar ist.

Mehr als 180 Buden

Wer über den Christkindlesmarkt in Nürnberg schlendert, kann an über 180 verschiedenen Holzbuden Halt machen. Die rot-weißen Stoffdächer sorgen für einen einheitlichen Auftritt und verleihen dem Markt noch mehr Charme.

Die verschiedenen Buden bieten nicht nur Speisen und Getränke, sondern auch allerhand andere Dinge an. Hierzu gehören:

  • Kerzen
  • Weihnachtsbaumschmuck
  • Spielzeug
  • Kunst
  • Handwerk

Der Christkindlesmarkt – Ein Weihnachtsmarkt mit Tradition

Der Nürnberger Weihnachtsmarkt gehört zu den ältesten Weihnachtsmärkten in Deutschland. Er wurde zum ersten Mal 1628 erwähnt und wurde wahrscheinlich schon im 16. Jahrhundert erstmals veranstaltet.

Dass ein so alter Markt besonders viel Wert auf Tradition legt, versteht sich von selbst. Wer über den Nürnberger Christskindlesmarkt schlendert, wird dies überall bemerken.

So ist es den Budenbetreibern beispielsweise untersagt, ihre Stände mit Tannengrün aus Kunststoff zu dekorieren. Auch Weihnachtsmusik aus dem CD-Spieler ist auf Dauer nicht erwünscht.

Die Wahl des Christkindes

Ein anderer wichtiger Bestandteil vom Christkindlesmarkt in Nürnberg ist das Christkind. Dieses wird hier alle zwei Jahre neu gewählt.

Junge Frauen, die sich hierfür bewerben, müssen sich auf ein straffes Programm vorbereiten. Das Nürnberger Christkind besucht nicht nur regelmäßig den Christkindlesmarkt, sondern auch Altersheime, Kitas und verschiedene karitative Einrichtungen in der gesamten Stadt.

 

Dortmunder Weihnachtsmarkt

Der Dortmunder Weihnachtsmarkt ist für viele Fans der Weihnachtszeit ein ganz besonderes Highlight.

Die Besucher können sich jedes Jahr aufs Neue auf über 300 verschiedene Buden und Stände freuen sowie auf den größten Weihnachtsbaum der Welt.

An den zahlreichen Ständen wird alles geboten, was das Weihnachts-Herz höher schlagen lässt – vom leckeren Lebkuchenherz bis zum romantischen Christbaumschmuck.

Viele Leute freuen sich jedes Jahr auch ganz besonders auf die Glühwein-Becher, die auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt erhältlich sind.

Diese haben nämlich immer wieder ein neues Motiv und sind deswegen unter Sammlern besonders begehrt.

Einer der größten Weihnachtsmärkte Deutschlands

Bratwurst und Crêpes, Kunsthandwerk und Kerzen, Glühwein und Punsch – wer auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt unterwegs ist, bekommt einiges zu sehen.

Kein Wunder, denn immerhin handelt es sich hierbei um einen der größten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Wer nach Dortmund reist, um dort in Weihnachtsstimmung zu kommen, sollte also definitiv Zeit mitbringen.

  • Außerdem findet man in Dortmund den größten Weihnachtsbaum der Welt mit 45 Metern Höhe und rund 48.000 Lichtern. Er besteht aus sage und schreibe 1700 Rotfichten, die extra für diesen Zweck gepflanzt werden.

Buntes Programm für Kinder

Damit sich die Kinder nicht langweilen, wenn die Eltern nach Geschenkideen Ausschau halten, gibt es auf dem Weihnachtsmarkt in Dortmund auch in diesem Jahr wieder ein kunterbuntes Programm für die Kleinsten. Das Weihnachtsdorf bietet viele verschiedene Möglichkeiten – vom Plätzchenbacken bis zur Bastelecke.

Auch der Weihnachtsmann höchstpersönlich lässt es sich natürlich nicht nehmen, auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt vorbeizuschauen und zu überprüfen, ob die Kinder schon ihr Weihnachtsgedicht aufsagen können.

Der Dortmunder Weihnachtsmarkt im Überblick

  • Wann: vom 19. November bis 30. Dezember (am 22. November und 25. Dezember wegen Feiertagen geschlossen)
  • Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag: 10 bis 21 Uhr, Freitag und Samstag: 10 bis 22 Uhr, Sonntag: 12 bis 21 Uhr
  • Wo: Alter Markt Dortmund

 

Dresdner Striezelmarkt

Wenn es um die schönsten und bekanntesten Weihnachtsmärkte in Deutschland geht, darf einer auf keinen Fall fehlen: Der Striezelmarkt in Dresden. Kaum ein anderer Weihnachtsmarkt gilt als so traditionell und sehenswert wie dieser.

Das hat natürlich auch seine Gründe: Als einer der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands überzeugt der Striezelmarkt durch ein buntes Markttreiben und ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm an den Wochenenden. Hierzu gehören Veranstaltungs-Highlights wie das Pfefferkuchen-, das Stollen- und das Pyramidenfest.

Ein Weihnachtsmarkt vor malerischer Kulisse

Wer den Striezelmarkt in Dresden besucht, wird nicht nur von diesem, sondern auch von der malerischen Kulisse beeindruckt sein. Der Striezelmarkt findet inmitten der historischen Altstadt – genauer gesagt auf dem Altmarkt – von Dresden statt. Diese Lage sorgt dafür, dass der Weihnachtsmarkt ein ganz besonderes und unverwechselbares Flair erhält.

Weitere „Schauplätze“ des Weihnachtsmarktes befinden sich:

  • auf der Prager Straße
  • vor der Frauenkirche (auf dem Neumarkt)
  • auf dem Stallhof
  • auf der Hauptstraße

Was ist ein Striezel?

Viele Besucher, die von außerhalb nach Dresden kommen, wissen zwar, dass der Weihnachtsmarkt berühmt ist, aber nicht, worum es sich beim namensgebenden Striezel handelt.

Während das Wort im gesamtdeutschen Raum meist einen geflochtenen Hefezopf beschreibt, ist in Dresden damit der Christstollen gemeint.

Tradition wird großgeschrieben

Wer in der Weihnachtszeit schon einmal in Sachsen gewesen ist, der weiß, dass Tradition hier besonders groß geschrieben wird. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Mehrzahl der Händler, die auf dem Striezelmarkt vertreten sind, aus Sachsen stammt.

Besonders beliebt sind bei den Besuchern die Handwerkserzeugnisse aus dem Erzgebirge. Die Region ist bekannt für ihre Schwibbögen, Räuchermännchen und Weihnachts-Pyramiden.