Sketch: Radau im Altenheim

Die Weihnachtszeit gilt als besinnliche Zeit. Doch was wäre eigentlich, wenn ein älterer Mitbürger sich gegen Adventsgesang und Kinderchöre wehren will und nur zu gerne die Gelegenheit nutzt, sein Vorhaben einem Reporter gegenüber zu offenbaren?

Nun, dann befindet man sich direkt im lustigen Weihnachtssketch “Radau im Altenheim” und somit mitten drin im etwas eigenwilligen Spaß eines älteren Herren ohne Sinn für die besinnliche Zeit des Jahres.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was benötigt man?
  2. Sketch: Radau im Altenheim

Was benötigt man für den Sketch: Radau im Altersheim?

Um diesen lustigen Weihnachtssketch für zwei Personen aufführen zu können, braucht man zwei männliche Schauspieler, wobei einer etwas älter sein sollte und in einem Weihnachtsmannkostüm auf der Bühne stehen sollte.

Um die etwas unweihnachtliche Stimmung des Opas auch optisch darzustellen, bietet es sich an, den Opa als eine Mischung aus Weihnachtsmann und Soldat darzustellen, beispielsweise mit einem Weihnachtsmannkostüm, aber mit einem Patronengürtel und einem Sack voller Schneebälle bewaffnet.

(Hierfür könnte man weiße Tennisbälle nehmen, die der Opa immer wieder zwischendurch in die Menge wirft).

Schauspieler

Requisiten

  • 1 Weihnachtsmannkostüm
  • weiße Tennisbälle als „Schneeballersatz“
  • ein Mikrofon für den Reporter

Geschätzte Spielzeit

Circa 10 Minuten

Der Sketch – Radau im Altenheim

Reporter: Wir berichten hier live aus dem Seniorenstift “Alter Hut” in Pöbelheim Teck. Wie sie bereits alle mitbekommen haben, ist hier ein Inferno der Stützstrümpfe ausgebrochen. Willi Weber, hier neben mir (Opa winkt drollig) hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Altenheim gegen ungebetene Gäste zu verteidigen. Herr Weber, wie kam es zu diesem Ausnahmezustand unendlichen Wahnsinns?

Opa: Das war ganz plötzlich. Eine Horde Kinder stürmte in den Essensraum der Einrichtung. Wir haben natürlich sofort alle unsere Teller genommen und sind aus dem Raum gestürmt. Wer weiß, ob die nicht alle nur hungrig waren?

Reporter: Soso. Aber es handelte sich hierbei um eine Überraschung der Heimleitung. Die Kinder sollten nur für sie singen.

Opa Genau das ist ja das hüpfende Komma ähhh der springende Punkt. Verstehen sie mich nicht falsch, aber jedes Jahr kommen diese Blagen und schreien uns in Grund und Boden. Das konnte nicht länger so weitergehen.

Reporter: Und was haben Sie dagegen getan?

Opa:Schauen Sie mal da rüber. Ich war sechs Monate vor Russland stationiert. Der Schnee macht mir nichts aus. Daher haben wir alle Türen mit den Eisenschränken aus der Heimküche verrammelt. Hier kommt niemand mehr rein und raus.

Reporter: Aber sehen Sie dahinten…die Kinder… sie frieren doch…

Opa: Da sind schon wieder welche? (Holt die “Schneebälle” raus und beginnt wie wild zu werfen)

Reporter: Sie haben eines der Kinder getroffen.

Opa: Ja, ich denke, mit der Singerei ist für diesen Knaben Schluss bis zum Sommer.

Reporter: Was sind das für Leute hinter dem Fenster?

Opa: Das ist die Tageswache. Uschi und Elisabeth sind eingeteilt. Ich sondiere den Außenbereich.

Reporter: Und in der Nacht?

Opa: Da gibt es spezielle Trupps, die mit Rollator und Rollstuhl ihre Kreise um das Gebäude ziehen. Ich habe extra frische Batterien in die Hörgeräte eingebaut, damit bei der ersten Note geschossen werden kann.

Reporter: Wie soll das hier nun weitergehen?

Opa: Na, bis Weihnachten werden wir die Barrikaden aufrecht erhalten. Erst vor einer Stunde haben sich 30 Kindergartenkinder vor eine hermetisch abgeriegelte Zone gestellt und “Mach hoch die Tür” gesungen. Aber auf den Trick sind wir nicht reingefallen. Wobei die Uschi die Hand schon am Türgriff hatte. Ich konnte das Schlimmste verhindern und habe die Kinder mit altem Lebkuchen von 1999 aus dem Ort gelockt.

Reporter: Sie greifen aber wirklich zu jedem Mittel.

Opa: Ja. Wir befinden uns im Krieg und Krieg ist kein Spiel für Weicheier. Die Welt da draußen soll erfahren, welche Qualen wir durchleiden.

Reporter: Wie soll es weitergehen, wenn Weihnachten vorbei ist?

Opa: Ich denke, dann sind wir aus dem Gefahrenbereich entflohen. Nach und nach werden wir dann wieder mit dem alltäglichen Leben beginnen.

Reporter: Dort hinten am Horizont stehen knapp 50 Kinder. Was können Sie dazu sagen?

Opa: Das sind zwei Klassen aus der Grundschule Trottelheim. Die wollen uns mürbe machen.

Reporter: Und was passiert als nächstes?

Der Opa könnte nun erstaunt in die Ferne blicken. Dann fasst er dem Reporter an die Schulter und zieht ihn etwas nach hinten.

Opa: Rette sich, wer kann. Sie kommen…sie kommen….

Wenn es organisatorisch möglich ist, könnte man jetzt einen Kinderchor auf die Bühne holen, der “Kling Glöckchen” singt. Der Opa sollte dann anfangen zu taumeln und zwei der Kinder könnten sich auf seinen Bauch setzen. So hätte man für diesen Sketch ein schönes Happy End.

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